(David Berger) Bischof Neymeyers herzliche Glückwünsche an Ministerpräsident Kemmerich und das Lob, das er von der AfD dafür bekommt, könnten diesem nun zum Problem werden. Ist er vielleicht ein klandestiner Nazi mit Sympathien für die FDP?

Bereits am Donnerstag gratulierte der Erfurter Bischof Neymeyer dem neu gewählten Ministerpräsidenten Kemmerich (FDP) zum neuen Amt und wünschte ihm „Gottes Segen“ und erklärte weiter, dass die Aufgabe eines Ministerpräsidenten „auch darin bestehe, eine Gesellschaft zusammenzuhalten“. Das Wahlergebnis bilde die Gesellschaft Thüringens auch mit ihren Polarisierungen ab.

Katholische Kirche in Thüringen gibt politischem Druck nicht nach

Dazu Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der Partei Alternative für Deutschland und Bundestagsabgeordneter, dessen Wahlkreis Erfurt umfasst:

„Gerade angesichts der Turbulenzen der letzten Tage, die im Ergebnis sogar dazu geführt haben, dass der Ostbeauftragte Hirte wegen bloßer Glückwünsche zum Rücktritt gezwungen wurde, ist es als besonders positiv zu bewerten, dass die katholische Kirche in Thüringen dem politischen Druck nicht nachgibt, Haltung zeigt und sowohl die Notwendigkeit als auch das Gegebensein der bürgerlichen Mehrheit in Thüringen als wichtig für unser Land erkennt“.

Früher Beleuchtung des Doms gelöscht

Noch vor einiger Zeit habe Bischof Neymeyer sogar die Beleuchtung des Doms gelöscht, als die AfD auf dem Domplatz eine Versammlung abhielt. Dafür war er von Brandner scharf kritisiert worden.

„Aber das ist nun Gott sei dank Vergangenheit. Ich bin jetzt froh, dass sich zumindest die katholische Kirche in Thüringen wieder der konservativ-bürgerlichen Werte erinnert und offen dazu steht. Offenbar hat der Bischof auch erkannt, wie wichtig ein nichtsozialistischer Ministerpräsident für Thüringen ist. Ich persönlich fühle mich endlich einmal wieder darin bestärkt, bisher nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten zu sein“, so Brandner abschließend.

Bislang keine Rücktrittsforderungen an Bischof Neymeyer

Kritischer Stimmen fragen freilich nun nach, ob die Glückwünsche dem Bischof vielleicht nur entfleucht waren, weil er noch nicht wusste, dass sie bei Merkel auf Missfallen stoßen könnten. Eine Entlassung Bischof Neymeyers wird auf jeden Fall noch nicht gefordert. Nicht einmal von seinem Mitbruder aus München, Kardinal Marx, dem man so etwas zuallererst zutrauen würde. Allerdings könnte die Tatsache, dass ein AfD-Politiker Neymeyer gelobt hat, im derzeitigen Klima durchaus zu solchen Forderungen führen.

Auch dass Kemmerich – obwohl er ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass das freiwillig ist – seinen Amtseid mit „So wahr mir Gott helfe“ schloss, könnte auf eine der perfiden und die Demokratie zuhöchst gefährdenden Wahl Kemmerichs vorausgehende Verschwörung zwischen dem erzbischöflichen Palais und den FDP-Nazis hinweisen.

Ebenfalls könnten Forderungen laut werden, dass in Thüringen die Finanzämter durch das Bundeskanzleramt angewiesen werden, die Kirchensteuer nicht mehr weiter für die katholische Kirche einzutreiben. Aber solche Maßnahmen sind vermutlich erst für die dritte antifaschistische Säuberungswelle des Systems Merkel vorgesehen.

Man wartet derzeit außerdem derzeit noch ab, ob sich Neymeyer für seine Glückwünsche entschuldigen, eventuell einem großen Exorzismus unterziehen und die Segenswünsche ausdrücklich zurücknehmen wird.

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