„Was noch gesagt werden muss“ – Das neue Buch von Vera Lengsfeld

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„Jeder hat eine Stimme, die er einsetzen kann. Wenn wie 1989 genügend Menschen aktiv werden, werden wir es schaffen!“ Mit diesen wichtigen und Mut gebenden Worten endet der Klappentext von Vera Lengsfelds neuem Buch „Was noch gesagt werden muss – Meine Kommentare 2019“, in dem die nimmermüde DDR-Bürgerrechtlerin ihre eindrucksvollsten und wichtigsten Blogbeiträge des letzten Jahres zusammenfasst. Eine Buchbesprechung von Hanno Vollenweider

Ob Frau Lengsfeld damals schon ahnte, dass sie rund 25 Jahre nach dem Fall der Mauer wieder für die Freiheit ins Feld ziehen muss? Sie tut es! Mit voller Kraft, Verstand, Herzblut und einer gehörigen Portion Unrechtsstaatserfahrung ist Vera Lengsfeld zu einem wichtigen Leuchtturm in der konservativ-freiheitlichen Szene geworden. Nicht erst seit der merkelschen Grenzöffnung von 2015 analysiert sie messerscharf das politische Tagesgeschehen und seine weitreichenden Folgen für Deutschland, Europa und die Welt. In ihrer nun als Buch erschienen Sammlung von Texten mit dem Titel „Was noch gesagt werden muss“ gewinnt man einen Überblick über den Zustand dieses Landes zu Beginn des neuen Jahrzehnts.

Als Gesamtwerk noch eindrucksvoller

Die Essays fügen sich wie Puzzlestücke ineinander und ergeben einen ganz neuen, erhellenden Sinn. Lengsfeld Erfahrungen aus der DDR und ihrem politischen Wirken nach der Wiedervereinigung lässt sie treffende Analysen zu Papier bringen. Dabei wirken die einzelnen, über das letzte Jahr geschriebenen Beiträge als Gesamtwerk noch eindrucksvoller als man sie sicher über 365 Tage verteilt in der immerwährenden Informationsflut wahrnehmen kann.

Es gibt wenige noch lebende Personen in unserem Land, vor denen ich einen so großen Respekt hege wie vor Vera Lengsfeld. Zweidrittel ihres Lebens kämpft sie nun schon für die Freiheit in diesem Land, und das oft unter widrigsten Umständen. Erst in der DDR, wo sie die Stasi dauerüberwachen ließ und nicht einmal davor zurückschreckte, ihren eigenen Ehemann zu ihrer Bespitzelung anzuwerben. Nichts ließen die Oberen des Politbüros aus, um Lengsfeld zum Schweigen zu bringen, was schlussendlich 1988 in ihrer Inhaftierung im berüchtigten Stasiknast Hohenschönhausen und ihrer späteren Abschiebung in den Westen endete.

Deutschland braucht wieder einen Mutanfall wie einst 1989

Doch selbst nach dieser sicher einprägsamen Erfahrung ließ sie ihre Freunde im Kampf für die Freiheit nicht allein und kehrte am 9. November 1989, am Tag des Mauerfalls, zurück in die DDR, um dort die Friedliche Revolution auch weiterhin mit anzuführen. Erst in der Arbeitsgruppe „Neue Verfassung der DDR des Runden Tisches“ und dann 1990 als Mitglied der ersten und letzten frei gewählten Volkskammer der DDR. Im selben Jahr erhielt sie für ihr Engagement den Aachener Friedenspreis. Auch in der vereinigten BRD ging es für Lengsfeld politisch weiter, von 1990 bis 2005 wirkte sie im Bundestag als Parlamentarierin in den Ausschüssen für Verteidigung, Umwelt, Wirtschaft, Kultur sowie im Untersuchungsausschuss „Verschwundenes DDR-Vermögen” mit.

Und wer sich die geballte Ladung Lengsfeld gibt, der weiß am Ende eines mit Sicherheit ganz gewiss: Deutschland braucht wieder einen Mutanfall wie einst 1989! Deutschland braucht mehr Lengsfelds!

Das Buch „Was noch gesagt werden muss – Meine Kommentare 2019“ erhalten Sie versandkostenfrei im Unbestechlichen-Shop und überall im Buchhandel!

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