Großen Ärger in der AfD verursachte am Mittwoch die Teilnahme des extrem rechten baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon, dem Antisemitismus vorgeworfen wird und von dem sich viele Parteitagsteilnehmer in Braunschweig im vergangenen Dezember demonstrativ abwandten, an einem Treffen von Rechtsextremisten in Berlin.

In der Partei kursierten im Internet veröffentlichte Fotos, die Gedeon im Gespräch mit dem NPD-Politiker Udo Voigt und neben einem Mann in einer Neonazi-Jacke zeigen sollen.

14.01.2020 – Dienstagsgespraech mit Gedeon (AfD) in Berlin

„In der AfD völlig fehl am Platz“

„Dass Herr Gedeon beim sogenannten Dienstagsgespräch offensichtlich mit NPD-Politikern aufgetreten ist, zeigt einmal mehr, dass er in der AfD völlig fehl am Platz ist“, sagte ein Sprecher der Bundespartei gegenüber Philosophia Perennis.

Derzeit läuft ein Parteiausschlussverfahren gegen Gedeon beim Bundesschiedsgericht der Partei, das voraussichtlich im Februar mit einem Beschluss enden wird.

Das dieses Verfahren erfolgreich ist, erscheint nicht nur angesichts der drohenden Überwachung der Gesamtpartei durch den Verfassungsschutz dringend nötig. Leute wie Gedeon rücken die AfD zudem in ein völlig falsches Licht, das aber nicht nur der Verfassungsschutz, sondern gerad auch Medien und Politiker, deren Hauptanliegen eine Vernichtung der AfD geworden ist, gut gebrauchen können. Politiker wie Gedeon fügen der Partei extremen Schaden zu.

Weiterer Skandal, der AfD-Gegnern in die Hände spielen wird, droht

Einen ähnlichen Skandal wird wohl eine von Bundestagspolitikern der AfD anberaumte Veranstaltung am 28. Januar anrichten, in der der Buchautor Torsten Schulte auftreten und sein neues Buch „Fremdbestimmt“ vorstellen soll.

Nachdem selbst der Kopp-Verlag nicht bereit war, das Buch wegen seiner seltsamen geschichtsrevisionistischen sowie antiamerikanischen und pro-russischen Verschwörungstheorien zu verlegen, erschien der Titel in einer Art Eigenverlag (VFFW).