Immer wieder sorgen „Männergruppen“ in Berlin dafür, dass es in der Hauptstadt nicht langweilig wird. Die Polizei berichtet von einem typischen Vorfall, der sich vergangene Nacht in Spandau zugetragen hat.

Mindestens sechs Personen wurden gestern Abend in einem Hotel in Spandau verletzt, nachdem mehrere mit Holzknüppeln bewaffnete Männer sich gewaltsam Zutritt verschafft hatten und eine Schlägerei entfachten.

Derzeit unklar sind die Hintergründe des Streits in der Neuendorfer Straße, der dazu führte, dass bis zu 18 Männer sich an einer Schlägerei beteiligten. Kurz nach 1 Uhr zerschlug eine Gruppe von Personen die Eingangsscheibe des Hotels in der Neundorfer Straße, drang in das Foyer ein und schlug auf ihre Widersacher ein.

Opfer im Krankenhaus, Täter schon wieder auf freiem Fuß

Mitarbeitende des Hotels wurden auch bei dem Übergriff verletzt und mussten teilweise in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Einsatzkräfte der Polizei nahmen einen 17-jährigen Tatverdächtigen vorübergehend fest, er soll sich an der Schlägerei beteiligt und ein Messer bei sich gehabt haben. Er kam nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freien Fuß. Eine schwangere Frau, die 37-jährige Mutter des Tatverdächtigen, musste mit einem Schock in einem Krankenhaus behandelt werden.

Inwiefern ein zuvor am Hotel stattgefundener Streit zwischen dem 17-Jährigen und mehreren Unbekannten Grund für die Auseinandersetzung war, wird derzeit geprüft. Ein Fachkommissariat der Kriminalpolizei der Polizeidirektion 2 führt die Ermittlungen.

Ausländeranteil in Berlins Gefängnissen stark angestiegen

Dass es immer öfter zu sofortigen Freilassungen kommt, hängt sicher auch damit zusammen, dass Berlins Gefängnisse völlig überfüllt sind. Die „Berliner Zeitung“ wartet in diesem Zusammenhang mit einer Nachricht auf, die erahnen lässt, wie die „Männer“ oder „Männergruppen“ genauer aussehen, von denen in den politisch korrekten Polizeiberichten die Rede ist:

„Der Anteil ausländischer Gefangener hat in den Berliner Justizvollzugsanstalten (JVA) stark zugenommen. In der Untersuchungs- und Strafanstalt Moabit zum Beispiel hat weniger als ein Drittel der Häftlinge die deutsche Staatsbürgerschaft. Ende September saßen von 923 Strafgefangenen dort 293 deutsche Staatsbürger ein. Das ist ein Anteil von 30,5 Prozent. Vor fünf Jahren machten die Deutschen noch 44,8 Prozent aus.“