(David Berger) Vor einigen Tagen habe ich mich hier anlässlich der Kinopremiere des neuen Benediktfilms in Berlin kritisch zu dem Film von Christoph Röhl geäußert. Nun hat sich Erzbischof Georg Gänswein (Foto l.), der in dem Film als Interviewpartner auftritt, in ganz ähnlicher Weise positioniert: Der Film sei ein „Debakel“.

Die „Tagespost“ berichtet: „Kurienerzbischof Georg Gänswein hat sich am Donnerstag in Frankfurt von dem Dokumentarfilm „Verteidiger des Glaubens“ des deutschen Regisseurs Christoph Röhl distanziert. Der Film, der in diesen Tagen im Kino anläuft, sei „ein Debakel“, so Gänswein wörtlich.“

Entgegen seinem Titel erwecke der Film den Eindruck, dass der emeritierte Papst Benedikt nicht der Verteidiger des Glaubens sei, sondern „Ursache der ganzen Missbrauchssache“, so der Erzbischof seinen Eindruck. Ganz ähnlich hatte ich die Problematik des Films beschrieben.

Gänswein: „Wir wurden als Feigenblatt missbraucht“

Zugleich hatte ich erwähnt, dass Gänswein zusammen mit dem Erzbischof von Malta die einzigen Interviewpartner des Films waren, die sich in fairer und sachlicher Weise zu Benedikt geäußert haben. Und folglich fühlt sich Gänswein nun als „Feigenblatt“ missbraucht:

„Der Film sei „geschickt gemacht, aber ganz übel“. Erzbischof Charles Scicluna von Malta, ein vormaliger Mitarbeiter der römischen Glaubenskongregation und er selbst seien „als Feigenblätter“ in dem Film eingesetzt worden.“ – so wird einer wie Röhl, der es sich zum Motto gemacht hat, gegen Missbrauch zu kämpfen, auf einmal selbst zum „Missbraucher“.

Gänswein abschließend zu dem Film Röhls: „Ich kann nur warnen. Es ist eine miserable Mache, ein Debakel.“

Den ganzen Bericht der Tagespost lesen Sie hier: TAGESPOST

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