Mit dem soeben erschienenen Buch „Thomas von Aquin – Leuchtturm des Abendlandes“ legt der Publizist David Berger, viele Jahre Professor der Päpstlichen Thomasakademie (Vatikan), eine allgemein verständliche Summe seiner fast 20 Jahre anhaltenden wissenschaftlichen Beschäftigung mit einem der wichtigsten Denker Europas vor. Sein Anliegen ist dabei ein ganz aktuelles: Er ist davon überzeugt, dass wir mit Thomas von Aquin die geistigen Grundlagen Europas wiedererobern können, um die Islamisierung wirksam aufzuhalten bzw. zurückzuschlagen.

Kein Denker Europas steht so sehr für das christliche Abendland und die „philosophia perennis“ (immerwährende Philosophie) wie der Philosoph und Theologe Thomas von Aquin (1224-1274).

Noch bevor das Christentum endgültig in Ost- und Westkirche zerfiel und lange bevor die Reformatoren sich von der Catholica abspalteten, führte er noch einmal alle großen philosophischen und theologischen Leitmotive der europäischen Kultur zu einer faszinierenden Zusammenschau, die die thomistische Weltanschauung begründet. Im philosophischen Bereich gelang ihm eine Synthese des aristotelischen und platonischen Denkens, die in seiner Seinsphilosophie gipfelt, die bis heute im Bereich der Metaphysik unübertroffen geblieben ist.

Ein Leuchtturm für ein Europa, das seine Identität wiederfinden will

Wer die gegenwärtigen Weltanschauungen verstehen und angemessen beurteilen will, dem leistet die Kenntnis seines Denkens einen ungeheuren Dienst. Ein Europa, das sich derzeit erneut auf die Suche nach seinen geistig-geistlichen Grundlagen macht, könnte in dem Aquinaten einen Leuchtturm finden, der in den Stürmen der Zeit die Richtung weist.

Dieses Buch will daher einen ersten, allgemeinverständlichen Überblick über Leben und Denken des Mannes geben, den die Tradition Doctor Angelicus ( engelgleicher Lehrer ) nennt. Dabei verzichtet es auf einen komplizierten wissenschaftliche Apparat, den der Autor in zahlreichen akademischen Studien bereits erarbeitet hat und versucht auch dem Anfänger Leben und Werk des Thomas nahe zubringen.

In seiner Einleitung, die in der Verteidigung Europas gegen die Islamisierung ihren Schwerpunkt hat, schreibt der Autor:

Auch für Anfänger verständlich

„Diesem Buch geht es nicht darum, die fachwissenschaftliche Thomasforschung weiterzuführen. Dazu habe ich zahlreiche andere Studien vorgelegt, zuletzt in dem von Volker Leppin herausgegebenen Thomas-Handbuch (Tübingen 2017). Vielmehr möchte es, fußend auf deren Erkenntnissen eine erste allgemeinverständliche Begegnung mit dem hl. Thomas von Aquin ermöglichen und damit zugleich ein vertieftes Verständnis der katholischen Glaubenswelt ermöglichen.

Eine Begegnung mit Denkern der Vorzeit kann man völlig reibungsfrei gestalten, indem man sich aus ihrem Denken das heraussucht und fortentwickelt, was mit dem eigenen Zeitgeist übereinstimmt. Dadurch wird es durchaus gelingen, zumindest vordergründige Sympathien zu wecken. Auf längere Zeit wird ein Dialog mit Gesprächspartnern, die uns immer nur sagen, was wir hören wollen, aber langweilig. Auch deshalb wurde dieser Weg einer egalisierenden Aktualität hier nicht gegangen.

Das Denken des Thomas von Aquin über seine Biographie kennen lernen

Vielmehr ist die folgende Einführung bemüht, zu aller erst Thomas selbst, mit den großen Leitmotiven seines Denkens und den von ihm gesetzten Prioritäten, zu Wort kommen zu lassen. Nicht weniges an diesem Denken wird uns Heutigen auf den ersten Blick vielleicht fremd erscheinen. Aber gerade dieses Fremdheitserlebnis ist es, das nicht selten Faszination auslöst und uns in Person und Lehre des Kirchenlehrers von Aquin echte Alternativen sichtbar werden lässt. Gleichsam wie ein äußeres kritisches Gewissen kann uns eine solche Begegnung helfen, uns unserer eigenen Blindstellen und zeitgeistverhafteten Vorurteile bewusst zu werden, diese zu relativieren und so wieder den Blick für die ganze (= katholische) Wirklichkeit frei zu bekommen.

Ebenfalls lag es nicht in unserer Absicht ausschließlich geschichtlich vorzugehen, das heißt das Denken des Aquinaten museal zu konservieren und es dann allein auf seine logische Rationalität hin zu befragen. Im Anschluss an den in den Geisteswissenschaften zunehmend verfolgten biographisch-mentalitätsgeschichtlichen Ansatz wurden Rationalität und die mit dieser in einem Verhältnis wechselseitiger Ursächlichkeit stehende spirituelle Bedeutung gleichermaßen in den Blick genommen. In besonderer Weise eignete sich dieser Ansatz, die Durchdringung von Leben und Lehre bei Thomas sichtbar zu machen. Besteht doch dessen eigentümliches Charisma in einer „Heiligkeit der Intelligenz“, die sich in seiner „heiligen Lehre“ spiegelt.

Anspruchsvolle Gedanken allgemein verständlich vermittelt

Peter Helmes schreibt zu dem Buch auf „Conservo“: „David Berger, einer der Gründer des „Verbandes Freier Medien“ (zu denen auch conservo zählt), ist wie kaum ein anderer geradezu eine „Idealbesetzung“ zur Einführung in das Denken und Wirken des Hl. Thomas. Zudem verfügt Berger über die Gabe, selbst höchst anspruchsvolle Gedanken so auszudrücken, daß sie allgemein verständlich sind – was er gerade wieder mit seinem neuen Buch eindrucksvoll unter Beweis stellt“

Das Buch ist hier erhältlich: Amazon

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