(David Berger) Wie der „Lesben- und Schwulenverband Deutschlands“ (LSVD) mitteilt, wir es zum Berliner CSD am kommenden Wochenende erneut einen mulitreligiösen queeren Gottesdienst geben, an dem Christen, Juden und Muslime in der St.Marienkirche das Motto „Liebe tut der Seele gut“ feiern wollen.

In der Pressemitteilung des LSVD heißt es: „Christen, Juden und Muslime feiern einen Tag vor dem Christopher Street Day einen multireligiösen Gottesdienst in der Berliner St. Marienkirche. Der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte organisiert diese Feier schon seit mehreren Jahren in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Berlins umstrittener linker Kultursenator Dr. Klaus Lederer als Ehrengast

Der von Superintendent Dr. Bertold Höcker geleitete Gottesdienst steht unter dem Motto „Liebe tut der Seele gut“. Beim Gottesdienst mit dabei ist Berlins Kultursenator Dr. Klaus Lederer. Zu den Vertreterinnen und Vertretern anderer Religionen gehören unter anderen Seyran Ates, Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee, Rabbiner Edward van Voolen sowie Studierende des Abraham-Geiger-Kollegs.

Für die musikalische Ausgestaltung sorgt neben anderen die Berliner Gospel-, Jazz- und Blues-Sängerin Dorrey Lin Lyles.  Die Predigt hält Reverend Micah Bucey von der Judson Memorial Church aus New York.“

Ein orthodoxer Geistlicher, den keine orthodoxe Gemeinde kennt

Dass die verdiente Seyran Ates, Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee, hier zugegen ist, ist sicher ein gutes Zeichen. Interessant wäre freilich zu hören, was die Mehrzahl der in Berlin lebenden Muslime zu diesem gemeinsamen queeren Gottesdienst mit Juden und Christen denkt.

Nicht einmal am Breitscheidplatz machte das Islam-Appeasement christlicher Kirchenvertreter halt (Anmerkung: der orthodoxe Geistliche ist keiner der großen orthodoxen Gemeinden bekannt)

Auch wieder mit dabei soll ein angeblich „orthodoxer Geistlicher“ sein, der PP bereits bei einer Veranstaltung am Breitscheidplatz auffiel, bei der die Devise ausgeben wurde, das Massaker am dortigen Weihnachtsmarkt habe weder etwas mit dem Islam noch dem Islamismus zu tun gehabt. Bei unserer Recherche ergab sich dann, dass keine der großen orthodoxen Gemeinden in Berlin den „Geistlichen“ kennt.

Ein Feind des Christentums als Ehrengast

Über die Teilnahme Lederers, der als energischer Kämpfer gegen das Christentum gilt, müssen wir hier kein Wort verlieren. Nur für diejenigen, die nicht wissen, welche Gesinnung der Linkenpolitiker vertritt, hier ein Ausschnitt aus einem Bericht der „Deutschen Welle“ zum Kreuz auf dem Berliner Stadtschloss: „Seit der „Förderverein Berliner Schloss“ feierlich verkündete, dass nun mit Mäzenatengeld das Kreuzgold bezahlt ist und es auf die Schloss-Kuppel aufgepflanzt werden soll, gibt es kein Halten mehr. Berlins Linke um Kultursenator Klaus Lederer intonieren in Bach’scher Johannespassions-Wut lautstark den Pharisäerchor: „Weg, weg mit dem!“ Völlig anachronistisch sei das Kreuz, schimpft Lederer und tritt dem verbliebenen Berliner Häuflein mutiger Restchristen lustvoll vors Schienbein.“

Damit erübrigt sich dann die weitergehende Frage, die sich jeder bei der im Vorschaubild abgebildeten Szene von einem früheren CSD-Umzug in Berlin, stellen wird; nämlich, ob ein solcher Gottesdienst wirklich angemessen ist.

Auch als jemand, der unbedingt dafür plädiert, dass es ein wesentlicher Bestandteil unserer auf unserem Grundgesetz beruhenden offenen Gesellschaft ist, dass solche Paraden inklusive der harten Kritik an der Religon möglich sein müssen, frage ich mich doch, ob die Kirchen sich wirklich etwas Gutes tun, wenn dem Ganzen noch einen – von der Mehrzahl der Teilnehmer überhaupt nicht gewünschten – rosa Heiligenschein überstülpen.

Für die Leser, die sich das mal anschauen wollen, hier die genauen Daten: Freitag, 26. Juli 2019, 18.00 Uhr: Multireligiöser Gottesdienst zum Christopher-Street-Day, St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Str. 68, Berlin-Mitte.

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