Man möchte sich in Grund und Boden schämen: Da fliegen Veteranen zum 70. Jubiläum der Luftbrücke in ihren altehrwürdigen Rosinenbombern, mit denen sie 1949 in fast einer Viertelmillion Einzeleinsätzen dem abgeschnittenen Westteil Berlins das Überleben gesichert hatten, 7000 Kilometer weit von den USA nach Deutschland, um noch einmal an den Schauplatz ihrer Heldentaten zurückzukehren – und die rot-rot-grüne Berliner Regierung versagt ihnen die Landerechte. Ein Kommentar von Daniel Matissek

Die heute teilweise 98 Jahre alten Piloten waren es, die die damals in sozialistischer Umklammerung bangenden Berliner vor dem sicheren Hungertod bewahrten; zum Dank dafür zeigen ihnen heute die Sozialisten im Roten Rathaus den Mittelfinger. In Deutschlands marodester und unfähigster Stadt klappt üblicherweise fast nichts – Flughafendesaster, umgekippte No-Go-Areale in der Hand von Clans oder afrikanischen Drogendealern, von der Politik kaputtgesparte und -sabotierte Polizei, kollabierende Justiz –  doch wenn es darum geht, das Gedenken an einen der großen identitätsstiftenden Gründungsmythen der Bundesrepublik zu verhindern, funktioniert der Apparat plötzlich. So wie die Berliner Stadtregierung ja auch ganz unbürokratisch-pragmatisch aktiv wird, wenn wieder einmal israel- und judenverhetzende Hassdemos von Palästinensern im öffentlichen Raum zu genehmigen sind.

Statt Landeplatz für Rosinenbomber „sichere Häfen“ für Boat People

Da könnte es sinnfälliger kaum sein, dass die Luftbrücken-Arschkarte zeitlich fast zusammenfiel mit einer weiteren Meldung, die gleichfalls sprachlos macht: 12 deutsche Städte – viele davon nicht zufällig im Norden und Osten Deutschlands, ebenso wie Berlin links regiert und nicht minder vom Tropf des Länderfinanzausgleichs abhängig – erklärten sich diese Woche zu sogenannten „sicheren Häfen“ für Boat People. Zwar liegt der Schauplatz der „Seenotrettungen“, auf die sich diese Scharade bezieht, rund 2.500 Kilometer weit entfernt, doch auch wenn es Lichtjahre wären: inszeniertes Gutmenschentum kennt keine Distanz.

„Solidarität“ mit einer beliebigen, durch sozialdarwinistische oder bakschischabhängige Faktoren bestimmte Zufallsauswahl aus dem Mittelmeer gefischter afrikanischer Boat-People, die im großen Rollenspiel um angebliche „Flucht“ und „Vertreibung“ als Projektionsfläche geheuchelter Nächstenliebe herhalten müssen – und in Berlin wird zeitgleich die Geschichte des eigenen Volkes mit Füßen getreten und das Andenken an eine Zeit wirksam vereitelt, in der es deutsche Landsleute waren, die Not, Tod und Entbehrung leiden mussten: Das ist die Perversion unserer Zeit.

Leichtfertige Entfremdungspolitik gegenüber den USA

Der Affront gegenüber den Veteranen der Luftbrücke korrespondiert zugleich wunderbar mit der nicht minder gedankenlosen und geschichtsvergessenen, leichtfertigen Entfremdungspolitik, die diese unsägliche Bundesregierung schleichend, aber konstant gegenüber dem einzigen jahrzehntelang verlässlichen Verbündeten USA betreibt – zum insgeheimen Vergnügen des linken wie rechten Spektrums, dessen antiamerikanische Ressentiments in der Person Trump so dankbar kulminierten und die es kaum erwarten können, die „Besatzer“ loszuwerden. Worauf wir hier perspektivisch zusteuern, ist eine sicherheitspolitische Katastrophe:

Ausgerechnet Deutschland, das der NATO wie kein anderes seine Existenz verdankt, pfeift auf seine vertraglichen Verpflichtungen und schwächt seine Streitkräfte vorsätzlich bis zur militärischen Selbstaufgabe; unter einer am Horizont heraufdräuenden grün-roten Regierung wird sich dieser Irrweg absehbar noch beschleunigen. Schon heute lassen Kanzlerin und ihr Außenminister Maas keine Gelegenheit aus, Breitseiten und Affronts gegen die USA zu fahren und deren Präsidenten lächerlich zu machen. Wer glaubt, diese Nonchalance gegenüber einem vermeintlichen „Partner“ und Freund, gepaart mit einem durch nichts begründeten „EU-Machtbewusstsein“, bliebe im transatlantischen Verhältnis langfristig ohne Folgen, der irrt gewaltig. Unter den Amerikanern wächst das Gefühl einer historischen Undankbarkeit. Und fatale Gesten wie die jetzige Rosinenbomber-Affäre verstärken dieses Gefühl weiter; zu Recht.

„Es ist dermaßen erbärmlich und frustrierend, was mit diesem Land passiert“

Ob außenpolitisch oder im Inland: Es ist dermaßen erbärmlich und frustrierend, was mit diesem Land passiert. Wie es an Haupt und Gliedern verrottet. Mutwillig kaputtgeschlagen von Träumern und Narren an den Machthebeln und Stellrädchen, die durchweg den beiden einzigen je auf deutschem Boden hervorgebrachten Generationen angehören, welche zwei unerhörte Privilegien genossen: In völligem Frieden aufzuwachsen, fernab jeder militärischen Existenzbedrohung – und in größtenteils ererbtem Wohlstand zu leben.

Beides, Frieden und Wohlstand, halten sie – so sind sie sozialisiert – für etwas Ewiges, Unverrückbares und ganz Selbstverständliches, für praktisch gottgegeben. Sie wissen nicht mehr, wie schwer und unfassbar mühsam es war, all das zu erreichen. Sie betrachten den hohen Zivilisationsgrad nicht als ein dank selbstaufopfernder Anstrengungen der Altvorderen nach Krieg und Zerstörung erlangtes Gut – sondern als quasi göttliches Privileg, als unverdiente Laune des Schicksals, eben nur „zufällig“ auf der richtigen Seite der Erde geboren zu sein, während andere dieses Glück eben nicht hatten.

Deutschland erneut im fatalen Größenwahn

Und deshalb meinen sie in ihrem hypermoralischen Machbarkeitswahn, es sei ihre Pflicht (und zudem für völlig unbedenklich), das vermeintlich unverdient Vorgefundene mit allen zu teilen – wo auch immer sie gerade herkommen. Dieser Größenwahn ist die Ursache für unsere zukunftsvergessene, schrankenlose Sozialpolitik, für die Duldung ungesteuerter Migration und für den Missionseifer, von Deutschland aus die Welt ökologisch, klimatisch und humanitär zu einem besseren Ort zu machen.

Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er bekanntlich aufs Eis. Genau dahin hat uns der anhaltende Linkskurs der deutschen Politik in 20 Jahren geführt: aufs Glatteis. Und das wird genau unter unseren Füßen brechen.

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