Volksaufstand! Freiheitskampf! In den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der DDR zu einer Welle von Streiks, Demonstrationen und Protesten. PP-Chefredakteur David Berger hat vor dem heutigen 17. Juni 2019 mit dem Brandenburger AfD-Vorsitzenden Andreas Kalbitz über den Gedenktag gesprochen. Kalbitz meint: „Jede Generation muss wieder neu für ihre Freiheit kämpfen.“

Philosophia Perennis (PP): Herr Kalbitz, der 17. Juni 1953 liegt lange zurück. Warum ist der Gedenktag für Sie heute noch wichtig?

Andreas Kalbitz: Es ist der Geist der Freiheit, der die Bürger am 17. Juni 1953 in der DDR auf die Barrikaden getrieben hat. Das ist der gleiche Freiheitsdrang, der dann 1989 das SED-Regime endgültig zu Fall brachte. Heute, 30 Jahre später, kämpfen wir wieder um unsere Freiheit.

„Schauen Sie sich die linksextremen Schlägertrupps der Antifa an, die Jagd auf Andersdenkende machen.“

PP: Heute?

Kalbitz: Ja, richtig! Wir kämpfen zum Beispiel für unsere Meinungsfreiheit, die immer stärker eingeschränkt wird. Denken Sie nur an das totalitäre Netzwerkdurchsetzungsgesetz und die zahlreichen politischen Zensurmaßnahmen im Internet. Schauen Sie sich die linksextremen Schlägertrupps der Antifa an, die Jagd auf Andersdenkende machen.

Wir kämpfen auch für den Erhalt unseres Rechtsstaats, denn Freiheit kann es nur geben, wenn Recht und Gesetz für alle gelten. Die illegale Masseneinwanderung und die sich anschließende Folgekriminalität haben viele Menschen arg daran zweifeln lassen, ob in diesem Land wirklich noch Recht und Gesetz für alle gelten.

Denken Sie auch an die Freiheit, die uns Eigentum gibt! Wer fährt nicht gern mit seinem Auto an die Ostsee? Wer freut sich nicht über die Sicherheit, die uns Erspartes auf dem Konto gibt? Und was machen die Altparteien? Die verbieten unsere Diesel-PKW und vernichten unser Bankguthaben durch eine Niedrigzinspolitik, die nur der Euro-„Rettung“ dient.

PP: Und wie führen Sie ihren Freiheitskampf heute?

Kalbitz: So, wie es das Grundgesetz vorsieht: Wir haben vor gut sechs Jahren die Alternative für Deutschland gegründet und zeigen ganz konkret durch unsere Politik, dass es eine freiheitliche Alternative zur freiheitsfeindlichen Politik der Altparteien gibt.

„Die Deutschen im Osten lassen sich ihre Freiheit nicht so schnell nehmen“

PP: Im Osten Deutschlands scheint Ihre freiheitliche Politik auf fruchtbaren Boden zu fallen. Bei den anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen wird die AfD nach aktuellen Umfragen bei jeweils mehr als 20 Prozent liegen.

Kalbitz: Ja, die Deutschen im Osten lassen sich ihre Freiheit nicht so schnell nehmen. Ihnen steckt noch die Erfahrung der DDR in den Knochen. Wofür sind sie 1989 auf die Straßen gegangen? Um sich heute wieder vorschreiben lassen zu müssen, was sie sagen und denken dürfen? Um sich heute als Nazis beschimpfen lassen zu müssen, nur weil sie die illegale Masseneinwanderung nach Deutschland und deren Folgen kritisieren? Nein! Das lassen die sich nicht gefallen!

PP: Und warum gehen die Menschen im Westen nicht in gleichem Maße auf die Barrikaden?

Kalbitz: Im Westen zählen seit den 1950er Jahren nur Konsum und Wohlstand. Wobei ich überhaupt nichts gegen Wohlstand habe. Aber der Wohlstand, der Konsum und die Werbung haben viele Westdeutsche auch blind gemacht. Blind für die kontinuierliche Einschränkung ihrer Freiheitsrechte. Ich nenne das auch gerne Wohlstandsverwahrlosung. Dort gehen nur noch wenige für ihre Grundrechte und Ideale auf die Straße.

PP: Moment! Wir haben in westdeutschen Großstädten gerade Tausende Schüler gesehen, die an den „Fridays for future“ für die Rettung des Weltklimas auf die Straßen gegangen sind!

Kalbitz: Die derzeitigen linksliberalen Eliten sind ja nicht dumm. Natürlich wissen die, dass man die Jugend schnell für idealistische Ziele begeistern und einspannen kann. Sie missbrauchen die Schüler politisch, denn es geht es ihnen nicht wirklich um die Rettung von irgendeinem Weltklima.

PP: Sondern?

Kalbitz: Es geht um handfeste politische und kommerzielle Interessen. Die Schüler sind dabei nur Mittel zum Zweck: Politisch geht es darum, die Grünen mit maximalem Erfolg in die Parlamente und Regierungen zu bringen. Und es geht darum, neue Steuern einzuführen. Ganz aktuell: die CO2-Steuer. Kommerziell geht es um eine ganze grüne Industrie, die mit angeblich klimarettenden Produkten groß Kasse machen will.

PP: Haben Sie dafür ein Beispiel?

Kalbitz: Nehmen Sie nur die aktuellen Elektroautos, deren Produktion und Betrieb unglaublich viel Energie kosten und die alles andere als umweltfreundlich sind. Oder diese Windräder, die überall hingestellt werden, die angeblich so tollen sauberen Strom produzieren und das Klima retten sollen. Tatsächlich verschandeln die unsere Landschaft und töten, ja zerhacken buchstäblich, Tausende nützliche Insekten und Vögel – pro Tag! Echter Umweltschutz sieht anders aus!

„Der Schutz unserer Umwelt ist uns eine Herzensangelegenheit“

PP: Was verstehen Sie denn unter Umweltschutz?

Kalbitz: Frische Luft, sauberes Wasser, gesunde Lebensmittel aus regionaler Erzeugung, lebendige Tiere und Pflanzen, natürliche Landschaften mit Seen und Wäldern – das alles wünschen wir AfD-Mitglieder uns für unsere Heimat. Der Schutz unserer Umwelt ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir denken in Generationen und wollen unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Heimat hinterlassen.

Wir sehen eine gesunde und artenreiche Umwelt als Lebensgrundlage für alle Menschen und zukünftige Generationen. Daher sind Vorkehrungen zu treffen, wichtige Güter, wie Boden, Wasser, Luft, Landschaft, Tiere und Pflanzen, zu schützen. Schwerpunkte der AfD-Umweltpolitik sind deshalb u.a., den Landschaftsverbrauch zu vermindern, die Schadstoffeinträge in Böden und Gewässer zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Auch ein effektiver Lärmschutz gehört dazu und effektiver Tierschutz durch die Reduzierung und Vermeidung von Tiertransporten und Massentierhaltung.

„Die AfD ist ein Freiheitsprojekt“

PP: Abschließend nochmal zum Ursprungsthema zurück: der 17. Juni und der Freiheitskampf. Was kann uns der 17. Juni heute noch sagen?

Kalbitz: Dass der Geist der Freiheit sich nicht dauerhaft unterdrücken lässt. Früher oder später bricht er sich seine Bahn. Die AfD ist ein solches Freiheitsprojekt, das gegen die Unfreiheit der angeblich alternativlosen Entscheidungen von Angela Merkel & Co. seit Jahren erfolgreich demokratisch vorgeht. Unsere AfD ist eine freiheitliche Bürgerbewegung, die in der Tradition des 17. Juni 1953 und des 9. November 1989 steht.

PP: Vielen Dank, Andreas Kalbitz.

Das Interview mit dem AfD-Bundesvorstandsmitglied und Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz führte PP-Chefredakteur Dr. David Berger.

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