Ein Gastbeitrag von Marcel Goldhammer

Wie die Historikerin und Hochstaplerin Marie Sophie Hingst (31) mit ihrem christlich-deutschen Namen und ihrer öko-deutschen Unfrisur jahrelang Medien und Öffentlichkeit, ja zeitweise sogar die Shoa- Gedenktstätte Yad Vashem mit ihrer erfundenen jüdischen Identität, Holocaust-Familiengeschichte und diversen Charity-Wolkenschlössern täuschen konnte, gibt nun vielen ein Rätsel auf.

Mir nicht.

In der Unrühmlichsten aller Zeiten brüsteten sich manche Deutsche damit, sie könnten angeblich Juden riechen. Nun, nach gelungener Entnazifizierung und jahrzehntelanger Umerziehung zum reinrassigen, geschlechts- und klimaneutralen Gutmenschen, scheint den Deutschen sogar der Geruchssinn für eine Volksgenossin der Untergattung “Kraeuterhexis maerchentantensis” abhanden gekommen zu sein.

Als ich vor weit über einem Jahrzehnt, als Jugendlicher nach Jahren des Lernens und Lebens mit der Jüdischen Gemeinde und nach einer nicht ganz unblutigen Beschneidung im Jüdischen Krankenhaus von Berlin, nach Ansicht meines Rabbiners nun so weit war zum Judentum überzutreten, freute ich mich auf den sogenannten “Giur”, wie ein Schneekönig.

So stand ich eines kühlen Herbstmorgens nach einer ausführlichen Befragung meiner Motive und einer nachsichtigen Überprüfung meines theologischen Fachwissens, nackert wie Adam

im Garten Eden vor 4 reifen Rabbinern im Keller einer Synagoge und stieg in das jüdische Ritualbad, die Mikwe, gespeist

von “lebendigem” Regen- und Grundwasser. Nach altem Brauch tauchte ich einmal komplett unter, sprach ein Gebet, tauchte noch zwei mal unter und wurde somit offiziell Teil der Israelitischen Glaubensgemeinschaft. Glücklicherweise erlitt ich keine Amnesie bei meinem Tauchgang, durch die ich die Kindheitsgeschichten von Oma und Opa über ihre Zeit bei BDM und Hitler-Jugend vergessen hätte.

Ich verfiel auch nicht der Hybris zu glauben, dass sich durch die Konversion meine Mitgliedschaft in der Schicksalsgemeinschaft des Deutschen Volkes erledigt hätte oder dass ich nun von einer moralisch nicht vererbbaren Generationenschuld befreit sei. Und schon gar nicht überfiel mich die obszöne Anmaßung, dass ich per Ritualbad und Übertritts-Urkunde plötzlich in die historische Opfergemeinschaft der 6 Millionen ermordeten Juden Europas eingetreten wäre.

Jedoch fühlte ich mich von da an mehr denn je verpflichtet,

dem Jüdischen Volk zu dienen,

seinen Nutzen zu mehren,

Schaden von ihm abzuwenden,

die Bibel und die Gesetze des abrahamitischen Bundes zu wahren und zu verteidigen.

So oder so ähnlich wünschte ich es mir heutzutage auch für Deutschland von der Bundeskanzlerin…

Genau das Gegenteil hat das evangelische Fräulein Hingst, die nie konvertiert ist, bewirkt, genau das Gegenteil bewirkt Frau Merkel seit 2015.

Ein Grund warum ich nicht überrascht vom taktlosen Verhalten des schlecht frisierten Flunkermariechens aus Sachsen-Anhalt bin, ist weil mir während meines Religionsunterrichts im “fliegenden Klassenzimmer” des Rabbiners so einige gestörte Existenzen auf esoterischen Selbstfindungstripps über den Weg gelaufen sind, von denen glücklicherweise keine den Weg in den Keller der Synagoge zur “Mikwe” fand.

Trotz biodeutscher Abstammung hat das Fräulein Hingst sicher nicht die olfaktorische Fähigkeit Juden zu riechen, war aber wohl clever genug zu wissen, dass die meisten Rabbiner tiefe Menschenkenntnis besitzen und ein weises Gespür für psychisch auffällige Schuldkult-Trullas im Ökolook haben, deren nostalgisch-verklärter Philo-Semitismus zum Himmel stinkt.

Ein weiterer Grund, warum es für die ausgebuffte Trophäensammlerin aus Wittenberg Preise wie “Bloggerin des Jahres” und „Future of Europe“ zu gewinnen gab, liegt in der Tragik des Deutschseins an sich und der tendenziell schädlichen Abneigung vieler Deutscher gegen sich selbst und dem Nicht-Hinterfragen von “Political Correctness” und ihren Autoritäten (Politiker, Lehrer, Journalisten, Pfarrer).

Aus dem Blickwinkel meiner gelungenen Einwanderung und Integration in den modernen und patriotischen Staat Israel bedarf es hier in Deutschland dringend einer nationalen Therapie!

Denn wenn ich in einer Schicksalsgemeinschaft oder im metaphorischen Sinne, einer großen Familie lebe, in der ich mich selbst und meine Nächsten ob der baren Abstammung nicht ausstehen kann, kommt langfristig nichts gutes dabei raus. Dieser Auto-Rassismus endet in einer gespaltenen Persönlichkeit der Gesellschaft und irgendwann in Mord und Totschlag – vor allem wenn es um die zeitweilige Aufnahme oder gar Integration neuer Mitglieder in diese “unglückliche große Familie” geht.

Über ihren Anwalt teilte das uneinsichtige Fräulein Hingst dem “Spiegel” mit , dass ihre Blogbeiträge “ein erhebliches Maß an künstlerischer Freiheit für sich in Anspruch nähmen”.

Mut hat sie – wenn auch nicht zur Wahrheit.

Es fehlte eigentlich nur noch, Claas Relotius hätte ihr eine Dornenkrone aufgesetzt und sie wäre blutverschmiert mit ihrem selbstaufgebundenen Kreuz vom alten Augustiner-Kloster der Lutherstadt Wittenberg auf Knien bis nach Schweden gerobbt, um dort mit Greta Thunberg den Literatur -und Friedensnobelpreis zu erhalten.

Nein – zum Glück kamen gewissenhafte Ahnenforscher und Archivare, die Ungereimtheiten in den Schwindelbiografien auf ihrem Blog entdeckten, diese nachprüften und ihr angeblich existierendes indisches Waisenhaus, die frei erfundenen Holocaust-Biographien aller ihrer Urgroßeltern, den Sexualkunde-Unterricht für syrische Flüchtlinge, ja ihren gesamten Lügenturm zu Babel, mit dem Sie engelsgleich dem Herrn im Himmel so nah sein wollte, zum Einsturz brachten.

Eine ihrer einzigen und tatsächlich vollbrachten Gutmensch-Taten, dürfte ihr Engagement für den damals zu Unrecht in türkischer Haft sitzenden deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel gewesen sein, welcher mit Sätzen wie: „Der baldige Abgang der Deutschen ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird.“, wohl aus ihrer von deutschem Selbsthass und imaginärem Opfer-Narzissmus geplagten Seele spricht.

Dem jüdischen Volk und den jüdischen Deutschen im Besonderen hat Fräulein Hingst mit ihrer arglistigen Täuschung schwer geschadet. Es ist nicht so, als sei jüdisches Leben in Deutschland seit 2015, mit dem Einfall von über einer Million meist antisemitisch sozialisierter und überdurchschnittlich gewaltaffiner Migranten sicherer geworden. Im Gegenteil. Suzanna F. (i.sel.A.), das 14-jährige jüdische Mädchen aus Mainz, welches vom muslimisch-irakischen Flüchtling Ali B. zuerst erwürgt und dann tot vergewaltigt wurde, ist uns allen noch in bleibender Erinnerung.

Marie Sophie Hingst machte sich aus Eigennutz zum nützlichen Kuckucksei für Antisemiten, Holocaust-Leugner und Israel-Hasser.

Im Interview mit Manuel Koch bei der Preisverleihung zur “Bloggerin des Jahres 2017” lauteten zwei ihrer im Nachhinein offenbarenden Sätze:

“Es ist wichtig, daß wir uns Geschichten erzählen. Die Botschaft muss da sein”.

Die deutsche Justiz und ein psychiatrischer Gutachter sollten die wahre Geschichte des Fräulein Hingst nun weiter erzählen.

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Zum Autor des Artikels: Marcel Goldhammer wurde in Deutschland geboren und im Säuglingsalter bei der kirchlichen Trauung seiner Eltern evangelisch getauft. Er ging in Brandenburg zur Waldorfschule, konvertierte 2006 zum Judentum und wanderte nach wilden Jahren als Schauspieler, Model und Teilzeit-Student in Berlin, Tokio und Peking 2013 nach Israel aus. 
 Er ist deutscher und israelischer Staatsbürger und absolvierte seinen Pflicht-Wehrdienst bei der Israelischen Armee in der internationalen Pressestelle (IDF Spokesperson’s Unit) in Jerusalem.

Er ist Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der CDU und der Jungen Union. 
 Im Jahr 2018 gewann er den 2. Platz im Jungautoren-Wettbewerb der JUNGEN FREIHEIT.

Hier geht es zum Blog des Autors.

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