(David Berger) Im Januar 2019 berichtete PP darüber, dass in Stuttgart ein 18-Jähriger von einer Gruppe Jugendlicher mit Messern verfolgt und in den Verkehr einer Bundesstraße getrieben wurde. Polizei und Medien verschwiegen diese Hintergründe, was einfach möglich war, da das Opfer lebensgefährlich verletzt im Koma lag. Doch nun ist der junge Mann aus dem Koma erwacht und kann sich äußern.

Im Januar veröffentlichten wir bei PP einen Leserbrief eines Mannes aus Stuttgart. In ihm berichtete er über einen schockierenden Vorfall in seiner Familie:

„Mein Schwager, 18 Jahre alt, wurde am 02.01., ca. 23:30 im Stadtgebiet Stuttgart von 5-6 ausländischen Männern, davon zwei mit Messer verfolgt. In Panik und Todesangst floh er über die B 10 und wurde von einem Auto erfasst.“

Der junge Mann trug schwerste innere Verletzungen davon und lag lange Zeit im Koma. Der Hergang ist durch eine Zeugenaussage belegt, da seine Freundin währenddessen live am Telefon dabei war. Sie erlitt einen Nervenzusammenbruch.

Folgenden Bericht veröffentlichte dann die Stuttgarter Nachrichten dazu: „Ein Mercedes-Fahrer erfasst auf der B10 in Stuttgart einen 18-jährigen Fußgänger. Dieser wird durch den Unfall schwer verletzt. Warum sich der junge Mann auf der Fahrbahn befand, ist noch unklar.“ Hier wird uns der Vorgang als bloßer Verkehrsunfall „aus ungeklärter Ursache“ verkauft.

Verbreiteten Polizei und „Stuttgarter Zeitung“ gezielt Fakenews?

Ganz dreist wurde es dann in einem Folgeartikel, in dem die Zeitung schrieb, als Leser dort – aufgrund unseres Artikels – anfragten, doch bitte die ganzen Umstände des Unfalls zu veröffentlichen:

„‚Die bisherigen Erkenntnisse deuten eher auf tragische persönliche Umstände hin‘, meldet die Polizei auf ihrer Facebookseite, wo Kommentatoren ebenfalls nach dem Gehalt der Gerüchte fragten. Das könnte auf eine Suizidabsicht des jungen Mannes hindeuten. Er wird im Krankenhaus intensivmedizinisch versorgt und kann nicht befragt werden.“

Nun hat sich die Situation verändert, das Opfer ist aus dem Koma erwacht und bestätigt die Berichte von PP, zeigt aber zugleich, dass die Stuttgarter Zeitung – offensichtlich, weil sie nicht über die Hetzjagd der Jugendlichen mit Migrationshintergrund berichten wollte – Fakenews verbreitete und dabei sogar in Kauf nahm, das Opfer als suizidgefährdet darzustellen.

Wir dokumentieren hier die Aussagen des Opfers:

Ich möchte mich bei allen sehr herzlich bedanken, die Geld für mich gespendet haben, womit ich all die Kosten abdecken kann, die durch meinen Unfall auf mich zu gekommen sind: Es ist in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich, dass man anderen Leuten hilft, vor allem jemand Fremdem! [Anm. Red.: Auch PP hatte zu Spenden aufgerufen]

Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen. Auch Menschen die selber wenig besitzen und jeden Euro selbst gebrauchen können, haben für mich gespendet. Das berührt mich wirklich sehr.

Ich habe monatelange REHAs und ambulante Behandlungen hinter mir. Meine Ausbildung kann ich aktuell nicht fortsetzen und leide immer noch – körperlich und geistig – an den Folgen einer Verfolgungsjagd mitten in Stuttgart. Ich möchte jetzt einfach nur wieder auf die Beine kommen und wieder fit werden so gut es nur geht. Darum kämpfe ich – Tag für Tag.

Ich hab genug Sorgen und mühe mich seit Monaten ab, um wieder wie vorher leben zu können. Erst jetzt merkt man wie gut man es hatte. Schade ist, das erst was passieren muss damit man seine jetzige Lebenslage wertschätzt, so wie ich.

Was in der Nacht des 02.01.19 passiert ist:

Ich bin von der Familie nach dem Abendessen auf dem Neckarweg neben der B10 nach Hause gelaufen. Zu Fuß, um meinem Körper was Gutes zu tun. Dies wurde mir in dieser Nacht zum Verhängnis.

„Plötzlich liefen die Jugendlichen auf mich zu“

Plötzlich tauchte gefühlt aus dem Nichts eine Gruppe Jugendliche auf. Die Situation kam mir komisch vor: Daher hab ich einen kleinen Test gemacht und zwar hielt ich nach einem Stück an und tat so, als wäre ich mit dem Handy beschäftigt. Auch die Jugendlichen haben sofort angehalten; spätestens jetzt würde bei manch einem die Alarmglocken angehen. Mir wurde klar, dass sie etwas von mir wollten. Ich rief eine sehr gute Freundin an. Um mich etwas zu beruhigen. Und um jemanden am Telefon zu haben falls irgendwas passieren sollte. Und ging dabei aber weiter.

Plötzlich liefen die Jugendlichen auf mich zu. Ich sah, dass zwei von ihnen ein Messer zückten. Ich fing selbst an schneller zu laufen, versuchte nicht in Panik zu geraten. Ich merkte, dass ich die Kerle schneller waren als ich – so würde ich nicht entkommen. Ich konnte mich kaum für den Neckar als Fluchtweg entscheiden, da es sehr gefährlich ist, da blind reinzuspringen.

Mir blieben noch zwei Optionen: Der eine Gedanke war, nach vorne weg zu rennen. Um mein Leben zu laufen. Aber einzelne der Jugendlichen waren schneller als ich – und hatten auch eine bessere Kondition. Damit war meine letzte Option seitlich die Bundesstraße zu überqueren, um auf die andere Seite zu gelangen und dann abzuhauen. In der Sekunde entschied ich mich dafür rüber zu rennen.

Auf die Bundesstraße in den fließenden Verkehr gehetzt

Ich stand hinter der Leitplanke. Musste auf die Jugendliche achten und gleichzeitig auf den Verkehr auf der Bundesstraße. Es fuhr aus der ferne zu erkennen ein Auto auf mich zu. Dies war aber noch ein Stück entfernt, wie ich in dem Moment anscheinend falsch abschätzte. Die Jugendlichen waren mir auf der Ferse – jetzt so nah wie noch nie. Daher musste ich mich dafür entscheiden jetzt – wirklich JETZT !! Über die Bundesstraße zu laufen bevor es zu spät sei. Es kam noch ein Auto. Ich hoffte es noch vor dem Auto rüber zu schaffen bevor es zu spät ist. Die Jugendliche wären bei mir gewesen, wenn ich das Auto hätte vorbei fahren lassen. Dann wäre es zu spät gewesen!

Also sprang ich über die Leitplanke. Aber ich hatte mich verschätzt. Das Auto auf der rechten Spur hat mich erfasst. Meine gute Freundin war zum diesen Zeitpunkt immer noch am Hörer. Unser Telefonat lief noch weiter. Sie rief den Krankenwagen und hörte dann alles mit – bis ich zum Schockraum gebracht worden bin. Erst dann legte irgendjemand auf, weil man gesehen hat, dass das Handy weiterlief.

Polizei glaubte der Freundin nicht

Die Polizei glaubte meiner guten Freundin nicht. Sie meinten, ich hätte die Situation erfunden und meine beste Freundin angelogen. Obwohl sie die Verfolgungsjagd und auch die Jugendlichen selbst am Telefon gehört hat. Obwohl in der Nähe der Unfallstelle Bierflaschen gefunden wurden – mit DNA-Spuren, die nicht von mir waren. Bis heute wird behauptet ich hätte mir das Leben nehmen wollen.

Jeder der mich kennt, weiß dass das nicht stimmt: Ich war in einer sehr glücklichen Phase meines Lebens. Hatte gerade erst ein tolles Wochenende in Leipzig verbracht. Genoss mein Leben in vollen Zügen… Bis zu jenem verhängnisvollen Spaziergang. Seitdem ist nichts mehr wie es war. Ich lag eine Woche im Koma. Musste alles wieder neu lernen. Es war eine sehr harte Zeit. Und ist es immer noch.

Polizei und Journalisten:. Wo bleibt Ihre Entschuldigung?

„Und ist es immer noch“ – Wie mögen sich die Verantwortlichen bei der Stuttgarter Zeitung und der Polizei fühlen, angesichts der Falschnachrichten, mit denen sie das Opfer zu einer Art Täter erklärt haben? Nur um die Nachricht „Ausländer hetzen 18-Jährigen ins Koma!“ zu vermeiden?

Wenn sie sich – bei aller vorherrschenden Ideologisierung und sicher auch ihnen Angst machender Gleichschaltung – noch ein wenig Gewissen und Menschlichkeit bewahrt haben, wäre jetzt de Stunde gekommen, sich öffentlich bei dem Opfer zu entschuldigen. Und endlich die Fahndung nach den Tätern aufzunehmen!

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