Am Wochenende wird Berlin einmal mehr zum Aufmarschgebiet für Judenfeinde aus ganz Deutschland, wenn Anhänger des islamistischen Regimes in Teheran zu ihrem alljährlichen Al-Quds-Tag einladen.

Am Al-Quds-Tag, einem unbestrittenen Exportschlager der Mullah-Tyrannei, wird in aller Welt zum Abschluss des Ramadan ein Ende der »jüdischen Besetzung« Jerusalems herbeigefleht.

Hass auf Juden und Israel

Und obwohl längst die Kunde davon, dass diese Aufmärsche geprägt sind von Hass auf Juden und Israel, zu den Behörden der deutschen Hauptstadt vorgedrungen sein sollte, haben sie sie einmal mehr genehmigt. Im vergangenen Jahr beispielsweise wurde offen zum Boykott von Juden aufgerufen, Teilnehmerinnen forderten, »hört auf den Palästinensern das anzutun, was euch angetan wurde [sic!]«.

Dass mit solchen Sprüchen der Holocaust verharmlost und der organisierte millionenfache Mord an Juden durch Deutsche und ihre Helfershelfer geleugnet wird, war denn 2018 auch kein Grund, die Haß-Demonstration nach ihrem Beginn aufzulösen. Am Al-Quds-Tag demonstriert Deutschland, was von Sonntagsreden zu halten ist, die versprechen, »bei uns« sei »kein Platz für Antisemitismus«.

Dialogmöglichkeiten für die Steinmeiers und Maas dieser Republik

Kürzlich gratulierte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Islamischen Republik zum Jubiläum, Außenminister Heiko Maas schickte Staatssekretär Niels Annen zur Party in der Berliner Dependance Teherans. »Wir brauchen das Offenhalten von Dialogmöglichkeiten mit Teheran«, so das deutsche Motto. Am Sonnabend werden wohl wieder fleißig Dialogmöglichkeiten geschaffen und bewahrt.

Der Beitrag erschien zuerst bei haolam

Ergänzung: Deutlicher als in den Vorjahren meldet sich nun auch der umstrittene „Zentralrat der Juden“ in der Sache zu Wort. Der „Tagesspiegel“ meldet:

„Vor dem Al-Quds-Marsch am Sonnabend in Berlin hat der Zentralrat der Juden in Deutschland ein härteres Vorgehen gefordert. Sollte sich die Islamisten-Demonstration, bei der alljährlich zur Vernichtung Israels aufgerufen wird, nicht verbieten oder verhindern lassen, müssten die Behörden strikte Auflagen erlassen und Verstöße konsequent ahnden.“

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