Die Zahl sogenannter Flüchtlinge, die sich über das Mittelmeer via Italien Eintritt in die EU verschaffen wollen, ist im ersten Quartal 2019 um sage und schreibe 91 Prozent zurückgegangen. Die Invasoren bevorzugen zunehmend die Spanien-Route.

Wegen »schlechter Wetterbedingungen« im östlichen Mittelmeerraum gelangten nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur »Frontex« im April weniger Migranten auf illegalem Weg in die EU. Die Zahl der festgestellten Grenzübertritte auf den Hauptmigrationsrouten sei im Vergleich zum März um knapp ein Fünftel auf 4.900 zurückgegangen, teilte »Frontex« diese Woche in Warschau mit.

Allerdings: Die Zahlen waren auch im gesamten bisherigen Jahresverlauf (und unter besseren Wetterbedingungen) rückläufig. Sie betrugen mit 24.200 registrierten Fällen rund ein Drittel weniger als in den ersten vier Monaten des Jahres 2018.

Offensichtlich hat sich die Politik des italienischen Innenministers Matteo Salvini (Lega), entschlossen gegen das Schleuserunwesen vorzugehen und keine illegalen Anlandungen mehr zu dulden, in Migrantenkreisen herumgesprochen.

»Flüchtlinge« bevorzugen Spanien-Route

Unverkennbar bevorzugen »Flüchtlinge« aus aller Herren Länder statt Italien jetzt zunehmend Spanien als Einreiseland in die EU: Nach amtlichen Angaben reisten dort allein im April rund 900 potenzielle neue Merkel-Gäste ein – doppelt so viele wie im Monat zuvor! Seit Januar lag die Zahl mit mehr als 6.300 Fällen sogar um fast ein Drittel höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die meisten »Flüchtlinge« auf der Spanien-Route kamen demnach aus Marokko, Guinea, Mali und der Elfenbeinküste.

Was für ein Gegensatz: Auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien hingegen sank die Zahl festgestellter illegaler Grenzübertritte im April um die Hälfte (!) auf etwas über 200. In der bisherigen Jahresbilanz waren die Zahlen mit 880 registrierten Fällen im Vergleich zu 2018 sogar um sage und schreibe 91 Prozent niedriger! Die meisten Invasoren auf dieser Route waren demnach Tunesier und Algerier.

Salvini plant Rückführungsprogramm

Der italienische Innenminister Matteo Salvini feilt unterdessen weiter an einem neuen Sicherheitspaket zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung, das der Ministerrat noch vor den EU-Parlamentswahlen verabschieden soll. So plant der Lega-Chef die Einrichtung eines Fonds mit Fördergeldern für Länder, die aktiv mit Italien bei der Heimführung ihrer Migranten zusammenarbeiten. Die Mittel dafür sollen im Rahmen von Initiativen zur Unterstützung afrikanischer Länder lockergemacht werden.

Salvini will damit Kritik entgegenwirken, es würden zu wenige abgewiesene Migranten zurückgeführt. Der Lega-Chef forderte von seinem Regierungspartner in Rom, der »Fünf Sterne-Bewegung«, Loyalität im Kampf gegen die illegale Einwanderung ein: »Wenn jemand den Zeiten der ›offenen Häfen‹ nachtrauert, soll er es offen sagen«, erklärte Salvini, dessen Partei laut Umfragen bei der Europawahl stärkste politische Kraft im Land werden dürfte. (lol)

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Der Beitrag erschien zuerst beim Deutschland-Kurier, dessen nun mehrmals täglich aktualisierte Internetpräsenz wir unbedingt empfehlen können!

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