Manfred Weber (CSU) will sich für einen Baustopp der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 einsetzen, wenn er nach der EU-Wahl am 26. Mai zum EU-Kommissionschef gewählt wird. Die Pipeline soll russisches Erdgas nach Europa befördern. Weber sagte nun der Zeitung Polska Times: „Als Chef der EU-Kommission werde ich alle Vorschriften anwenden, um Nord Stream 2 zu blockieren.“

Philosophia Perennis (PP) hat ein exklusives Kurzinterview mit dem AfD-Europaabgeordneten und Spitzenkandidaten für die Europawahl Prof. Dr. Jörg Meuthen zu diesem aktuellen Thema geführt.

PP: Die AfD ist für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Warum?

Jörg Meuthen: Weil diese Erdgas-Pipeline wichtig für unsere Versorgungssicherheit ist. Die europäische Eigenproduktion an Erdgas sinkt. Der Bedarf bleibt aber gleich. Wir brauchen also zusätzliches Erdgas.

PP: Und warum ist der CSU-Politiker Manfred Weber jetzt plötzlich gegen Nord Stream 2? Sogar die von der Union aus CDU und CSU geführte Bundesregierung war doch eigentlich dafür?

Meuthen: In Mittel- und Osteuropa gibt es einige Gegner des Projekts. Bei denen schleimt sich Manfred Weber ganz devot ein, damit sie ihn nach der Europawahl im Mai zum EU-Kommissionspräsidenten wählen.

PP: Aber das ist doch gegen die deutschen Interessen?!

Meuthen: Ja, richtig. Manfred Weber setzt die Energieversorgungssicherheit Deutschlands und ganz Europas aufs Spiel, um EU-Kommissionschef zu werden.

PP: Und wie bewerten Sie das?

Meuthen: Webers Politik dient weder dem Interesse Deutschlands, noch dem Interesse Europas. Sie dient einzig seinem eigenen Interesse. Wer Machtstreben vor unser aller Versorgungssicherheit stellt, der hat an der Spitze der EU-Kommission nichts verloren!

PP: Vielen Dank für das Gespräch, Herr Meuthen!

Das Gespräch mit Prof. Dr. Jörg Meuthen führte PP-Chefredakteur Dr. David Berger.

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