(Gotttfried Curio) Innenminister Seehofer hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2018 vorgestellt und gibt sich bester Dinge: warum ist er so zufrieden? Die Zahl der angezeigten Straftaten sei 2018 zurückgegangen: weniger Diebstähle von Fahrrädern und weniger Ladendiebstähle. Der Umfang des Dunkelfelds der nicht angezeigten Delikte bleibt jedoch offen und verzerrt die Statistik.

Gewachsen ist hingegen – im siebten Jahr infolge – die Rauschgiftkriminalität (plus 6,1 Prozent auf 350.662). Bedenklich ist zudem der drastische Anstieg um knapp 40 Prozent beim Widerstand gegen die Staatsgewalt, also gegen Polizisten und Vollstreckungsbeamte; etwa bei Abschiebungen – weshalb viele davon abgebrochen werden müssen.

Was erst gar nicht in der Statistik auftaucht: die Gefahrenabwehr durch rund-um-die Uhr-Überwachung von Gefährdern muss permanent geleistet werden; dieses Problem verstärkt sich noch durch die zahlreichen IS-Rückkehrer.

NRW: Zahl der Morde und Mordversuche um 24 Prozent gestiegen

Und was geschieht dann wirklich – vor Ort? Im Landkreis Dachau beträgt der Anteil ausländischer Tatverdächtiger 41,5 Prozent; über 11 Prozent aller Tatverdächtigen sind Asylsuchende, Personen mit Flüchtlingsstatus oder Personen ohne Aufenthaltsberechtigung. In Nordrhein-Westfahlen ist die Zahl der Sexualstraftaten um 9,2 Prozent gestiegen, die der Morde und Mordversuche gar um 24 Prozent – und von den Tatverdächtigen hatten 31,8 Prozent keinen deutschen Pass. In Ostbrandenburg sind die Sexualstraftaten in einem Jahr um rund 40 Prozent gestiegen; überproportional viele – nämlich jeder Fünfte – Tatverdächtige waren nichtdeutscher Herkunft.

So ist es wenig  verwunderlich, dass das subjektive Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung – vor allem bei Frauen – zugenommen hat.

Mehrfachstraftäter aus den Maghreb-Staaten, aus Libyen und Zentralafrika

Obwohl die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 30,5 Prozent gestiegen ist, lässt Seehofer die Grenzen dennoch weiterhin sperrangelweit offen; und dies, obwohl er  beteuert, es müsse alles „Menschenmögliche für die Sicherheit unserer Bevölkerung“ getan werden.

Dabei gibt es immer mehr Ausländer aus den Maghreb-Staaten, aus Libyen und Zentralafrika, die als Mehrfachstraftäter in Erscheinung treten. Wenn wir nicht noch mehr Mehrfach- und Intensivtäter unter den ‚Flüchtlingen‘ haben wollen, muss früher zum Mittel der Abschiebehaft und der Abschiebung gegriffen werden.