Ein Erlebnisbericht

Ich denke, dass dieses Schreiben den nichtsahnenden Menschen erneut die Augen öffnet und für bereits Erwachte weitet.  Gehäuft bin ich als Student auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, oft ist dies die Straßenbahn. Besonders ist mir dabei in den letzten Monaten aufgefallen, dass immer mehr „Schutzsuchende“ diese ebenso benutzen. Teilweise ohnehin schon überfüllten Bahnen hilft dies nicht gerade, vor allem alten Leuten macht es zu schaffen.

Von teilweise extrem lautem Gerede der „Schutzsuchenden“, sowie Transport von großen Kinderwägen – entsprechend der Kinderschar – einmal abgesehen, fand zur späten Nachmittagsstunde am Dienstag den 5.2.2019 in einer Straßenbahn etwas statt, was ich mir so nicht auszumahlen vermochte.  Während der Großteil der Fahrgäste durch Kopfhörer die Realität kaum vernahm, hatte ich meine glücklicherweise nicht in Benutzung.

In der Nähe meines Ziels passierte dann das, was das Herz eines „besorgten Bürgers“ vor Angst nur schneller schlagen lässt. Während alle dicht gedrängt nebeneinander standen, ertönte auf einmal in gut hörbarer Lautstärke ein inbrünstiges „Allahu Akbar“ (mehrfach und singend) aus dem Lautsprecher eines Handys. (Ich vermute, dass es von einem „Schutzsuchenden“ kam, denn andere Schlüsse machen kaum Sinn).

Mein Puls schnellte in die Höhe

Ich war absolut erschrocken, mein Puls schnellte in die Höhe und ich schaute mich sofort um und versuchte zu identifizieren, woher der Klang kam. Ich weiß, dass diese Worte normal für Muslime sind, jedoch laut im öffentlichen Raum, mehrfach, aus einem elektronischen Gerät kommend? Das erschien mir nicht mehr normal. Um mich herum sah ich bildlich nur Schlafschafe. Ich war das eine schwarze Schaf und suchte den Wolf in der Herde. Aufgrund der Massen in der Bahn, konnte ich diesen nicht identifizieren. Alle möglichen Gedanken schossen in meinen Kopf, vor allem aber: Wie komme ich hier raus?

Dies war nicht mehr möglich und ich musste bis zu meinem Ziel durchhalten. Bilder von Anschlägen zogen an meinem geistigen Auge vorbei – sollte ich Teil eines solchen werden? Glücklicherweise nicht – noch nicht? Ist man mental inzwischen schon so beeinflusst?

Wo bleiben die „Hatespeech“-Detektive der Neuzeit?

Interessanter Fakt am Rande – mein Ziel war eine Vorlesung über das Christentum, im Rahmen meines Studiums. „Wird es das Christentum in den nächsten Jahren noch geben?“, frage ich mich schon seit geraumer Zeit und seit gestern noch mehr! Sind wir inzwischen soweit, dass Allah in der Straßenbahn verkündigt werden muss? Vor allem im öffentlichen Raum? Eben jene Öffentlichkeit, die gerade bei letztlichen Terroranschlägen immer wieder Brennpunkt war? Wo bleiben die „Hatespeech“-Detektive der Neuzeit und setzen sich für die Christen ein, die in dieser Straßenbahn teilweise diskriminiert wurden? Andersherum: Rufen wir permanent Jesus aus? Und würden wir da nicht schief angeguckt werden? Wie weit sind wir inzwischen dies überhaupt ertragen zu müssen und uns nicht dagegen zu wehren?

Ich werde mir nicht nachsagen lassen einen Straßenbahnabteil nur für „Schutzsuchende“ zu befürworten – das werden mir Einige gerne unterstellen – ich möchte, dass sich in diesem Land an geltende Gesetze & Ordnung gehalten wird.

… sonst ist man schnell ein „Nazi“

Mir berichten ständig befreundete Kommilitoninnen von ihren Erlebnissen in der Straßenbahn. Oft erwähnt werden: Blickattacken (gierige/arrogante Blicke) der „Schutzsuchenden“, gelegentliche Anrempler, die nur „ausversehen“ entstanden und meist mit süffisantem Grinsen auftreten, Randale bei Kartenkontrollen, wenn ein Bußgeld droht, weil erneut keine Karte gekauft wurde und meist polizeilich endet, oder auch allgemein asozialem Verhalten in Einkaufsläden.

Diese Berichte erhalte ich natürlich nur unter vorgehaltener Hand – sonst ist man an einer Universität schnell ein „Nazi“. Ich selbst bin froh ein Mann, vor allem Deutscher, zu sein und deshalb vorerst „nur“ Allahu Akbar Rufe wahrzunehmen, aber wer weiß, was uns demnächst droht.

Wer in diesem Land die Kriminalisierung klein redet, sogar leugnet, der lebt entweder nicht in dieser Realität, oder will sie nicht wahrhaben. Von Zeit zu Zeit fragen mich eben erwähnte Kommilitoninnen, wie man Pfefferspray erwerben könne, was die Basics der Selbstverteidigung sind, die ich aufgrund erhöhter Kriminalisierung seit Monaten lerne und dies wohlgemerkt aus eigener Tasche bezahle, um mich zu schützen. Besonders für zukünftige Lehrer wird dies in Zukunft ein wichtiges Thema werden.

Als angehender Pädagoge sehe ich, dass vor allem in der Bildung dringend Geld benötigt wird. Besonders schmerzen da die Summen, die unsere Regierung für „Schutzsuchende“ ausgab und ausgeben wird. Laut Focus online sind dies 43,25 Milliarden Euro und in den nächsten vier Jahren weitere 80 Milliarden Euro! (Bericht: Die bisherigen Kosten der Flüchtlingskrise in Deutschland, vom 18.05.2018).

Tragbare Zustände, in sämtlichen Bereichen, sind dies schon lange nicht mehr. Angekommen am Ziel, erblicke ich noch Reste der weihnachtlichen Merkel Poller – Welch Ironie, denn wirklichen Schutz gibt es nicht.