In die Ruhe der anstehenden Weihnachtstage platze es heute Morgen wie eine Bombe: Adrian F. Lauber, der mutige Kämpfer gegen den Antisemitismus und die Islamisierung Deutschlands gibt frustriert auf. Traurig dokumentieren wir hier sein Abschiedsschreiben

Ich habe eine Mitteilung zu machen, die mir nicht leicht fällt, aber sie muss sein. Falls sich da draußen jemand wundert, warum in letzter Zeit keine Texte mehr von mir kommen, soll er wissen, warum.

Ich ziehe mich aus der politischen Debatte, soweit sie Deutschland bzw. die hiesige Migrationskrise betrifft, zurück. Ob ich mich in Zukunft wieder in sie einschalten werde, kann ich heute nicht sagen. Ich sehe nicht mehr, welchen Sinn es haben sollte.

Ich habe es immer so gehalten, dass ich den Lesern nichts erzähle, wovon ich nicht selbst überzeugt bin. Sie sollten sich darauf verlassen können, dass ich sie nicht anschwindle – dass ich das meine, was ich sage, und dass ich durch Recherchen belegen und untermauern kann, was ich meine. Dass ich etliche Male geirrt habe, ist ein anderes Thema. Aber auch das, was sich später als Irrtum herausgestellt hat (beispielsweise meine Bewertung des syrischen Herrschers Assad, wie ich sie zu facebook-Zeiten formuliert habe), war zu dem Zeitpunkt, als ich es schrieb, ehrlich gemeint.

Nun würde ich dem Leser sehr gern mehr „Durchhalteparolen“ liefern und den Glauben, dass Deutschland noch zu retten ist, aber ich kann es nicht, weil ich selbst nicht überzeugt bin.

Die unbestritten bemerkenswerten Erfolge unabhängiger Medien wie Philosophia Perennis und Jürgen Fritz Blog, die ihre Leserzahlen redlich verdienen, und der Newcomer-Partei AfD innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums täuschen nicht darüber hinweg, dass das bei weitem nicht ausreicht, um eine echte Wende in diesem Land herbei zu führen. Die Mehrheit der Parteien hat sich selbst offenbar ganz freiwillig dermaßen auf links-grünen Einheitskurs gebracht, dass es heutzutage keinen wesentlichen Unterschied mehr macht, ob man CDU oder grün wählt. Egal, was man bestellt. Es wird das Gleiche serviert. Ein Großteil der Medien applaudiert erwartungsgemäß – wenn man bedenkt, wie stark links-grüne Ideologie in den Zeitungsredaktionen überrepräsentiert ist, keine allzu große Überraschung.1

Und mit der Wahl AKK’s zur CDU-Vorsitzenden2 und der sowieso vorab absehbaren Unterzeichnung des UN-Migrationspakt, der entgegen aller Beteuerungen der Großen Vorsitzenden selbstverständlich bindend sein soll3, hat die Politik demonstriert, dass alles genauso weitergehen bzw. noch viel schlimmer werden soll.

Merkels Größenwahn hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Den Planeten will sie besser machen, sagt sie.4 Am deutschen Wesen soll wieder mal die Welt genesen und das wird erwartungsgemäß brutal enden. Die blutigen Details malt Euch selbst aus. Wenn der ideologische Wahn dieses Land einmal gepackt hat, dann macht es vor nichts mehr Halt. Alles wird bis in die letzte Konsequenz durchgezogen und dass die hiesigen Untertanen bereit sind, ihrer Führung bis zum totalen Zusammenbruch zu folgen, hat man in der Geschichte auch schon erleben dürfen.

Man wird einfach weiter gnadenlos vollendete Tatsachen schaffen und den Pakt möglichst schnell in nationales Recht umsetzen. Ich rechne damit, dass noch viel mehr illegale Einwanderer ins Land gelassen werden, dass es keine Abschiebungen geben wird (auch dann, wenn man bei den Betreffenden weiß, dass es sich nicht um Flüchtlinge handelt) und dass möglichst großzügig deutsche Pässe verteilt werden, damit das, was begonnen wurde, auch möglichst rasch unumkehrbar wird.

Es hilft ja nichts, sich die Dinge schön zu reden. Wenn wir die Demographie anschauen, ist Europa im Allgemeinen bzw. Deutschland im Speziellen eine absterbende Kultur. Und ich behaupte, dass dieser Trend so anhalten wird. Warum auch sollte es bei der Schneeflöckchen-Generation jetzt plötzlich eine Trendwende geben? Familien gründen, dafür Verantwortung übernehmen und die „Selbstverwirklichung“ womöglich in irgendeiner Weise behindern oder beschränken, Gott bewahre! So weit kommt’s noch!

Die Bevölkerung in Teilen der islamischen Welt bzw. vor allem in Afrika explodiert derweil. Der Islam wird die zahlenmäßig größte Weltreligion werden, worüber Allah sich freuen kann. Es wird auch weiterhin massiven Migrationsdruck in Richtung Europa bzw. vor allem nach Deutschland geben. Die älter und kleiner werdenden Populationen des Alten Kontinents dürften dem über kurz oder lang nicht viel entgegen zu setzen haben. Mag überspitzt sein, aber ich sehe vor meinem geistigen Auge gerade eine mit Krückstöcken und Rollatoren bewaffnete Seniorentruppe am Strand stehen und am Horizont sieht man bereits eine unüberschaubar große Zahl von Booten voller junger, kräftiger Männer heran schippern.

Und Deutschland sendet weiterhin das Signal, dass jedermann, der kommt, auch bleiben darf, völlig egal, ob er als Flüchtling im Sinne des Grundgesetzes anerkannt wird oder nicht.

Aktuell sieht es wie folgt aus: Afrikas Population wird sich bis 2050 auf 2,4 Milliarden verdoppeln. Bis dahin wird jedes zweite Neugeborene der Welt in Afrika das Licht selbiger erblicken.5

Europa wird unweigerlich schrumpfen und altern, auch das steht fest. Wenn die Millionen Auswanderungswilligen, die es in Afrika gibt und die noch sehr viel mehr werden werden, sich in Bewegung setzen wollen, werden sie kommen.6

In Deutschland hat die Merkel’sche Grenzabschaffung die Gesellschaft gespalten. Der eine Teil ist vollends im neudeutschen Größenwahn aufgegangen, er folgt blindlings dem von „Mutti“ ausgegebenen Slogan „Wir schaffen das!“ und fühlt sich trotz des Selbsthasses, der ihn antreibt, über den Rest der Welt erhaben. Wir haben die Moral gepachtet – im Gegensatz zu den ganzen Nazis um uns herum, die partout nicht begreifen wollen, dass die islamische Masseneinwanderung Europa in jederlei Hinsicht bereichert und besser macht. Und die komischen Yankees von jenseits des Atlantiks können wir eh vergessen. Diese Donut-Fresser und Coca-Cola-Säufer haben doch von gar nichts eine Ahnung und wählen sich auch noch so einen Deppen wie den Donald mit seiner bescheuerten Frisur ins Weiße Haus! Wir Deutschen wissen am besten, was allen frommt. Die Mini-Merkel AKK will unser Wertesystem zum Standard überall in der Welt machen. Wir haben diesbezüglich ja auch einiges zu bieten! Schließlich werden wir auch von der unfehlbaren Großen Vorsitzenden regiert, deren Weisheit sogar die größten Denker Griechenlands (Sokrates, Platon, Aristoteles und Rehhagel) ziemlich blass aussehen lässt! Gott, was geht’s uns gut! Zu schade für den Rest der Welt, dass es so ein Prachtexemplar wie unsere Angela nur einmal gibt!

Der andere Teil der Gesellschaft will das alles nicht, ist frustriert und wütend, teilweise auch schon radikalisiert.

Der Gutmensch-Teil der Gesellschaft hat sich aus der Realität verabschiedet. Bei all den Debatten über Flüchtlinge vermisse ich es immer wieder, dass versäumt wird, die weitaus größte Flüchtlingsgruppe in diesem Land endlich beim Namen zu nennen. Ich meine natürlich die Wirklichkeitsflüchtlinge.

Was nicht in ihr Weltbild passt, wird mit aller Vehemenz abgewehrt und abgeschmettert. Es findet kein Austausch, keine Debatte statt, denn die würde beim Sich-Gut-Fühlen nur stören. Ich erinnere mich an einen Artikel des geschätzten Dushan Wegner, in dem er beschreibt, wie er einer Gutmensch-Bekannten einfach mal ein paar Zahlen zur Bevölkerungsexplosion in Afrika nannte und von ihr wissen wollte, ob Deutschland all diese Menschen in die Sozialsysteme einwandern lassen solle. (Sinngemäß wiedergegeben) Laut Wegner hat seine Bekannte darauf ungefähr – heulend! – folgendes geantwortet: „Ihr Rechten immer mit Euren Zahlen!“

„Ihr Rechten“, zu dem Dreck fällt mir einfach nichts mehr ein. Es gibt da draußen Tatsachen, die sind und bleiben Tatsachen und sie interessieren sich einen feuchten Kehricht für unsere Gesinnung oder politische Positionierung. Völlig egal, ob Ihr grün, rot, blau, schwarz, gelb oder überhaupt nicht wählt: Afrikas Bevölkerungsexplosion und der existenziell bedrohliche Migrationsdruck auf Europa sind Fakten. Ebenso ist die fundamentalistische, imperialistische Natur des wörtlich befolgten Islam ein Fakt. Ebenso ist es ein Fakt, dass durch Studien umfassend dokumentiert ist, dass es eben nicht eine kleine Minderheit ist, die fundamentalistischen Auffassungen anhängt.7 Ebenso ist es ein Fakt, dass die Islamisierung in großen Teilen Westeuropas in vollem Gange ist. Ebenso ist es ein Fakt, dass sie Homophobie, Judenhass, Gewalt, rückständige, frauenverachtende Menschenbilder und mehr antiaufklärerisches Gedankengut mit sich bringt.

Aber die Erzählung von Dushan Wegner hat mich an eigene Erlebnisse erinnert. Ich schrieb schon einmal über einen linken Freund von mir, der offenbar gewissen Einsichten durchaus zugänglich ist und zumindest in Ansätzen gemerkt hat, was hier falsch läuft. Aber weil er es überhaupt gewagt hatte, in Gedanken für eine strenge Anwendung geltenden Rechts und Ausweisung von Kriminellen aus diesem Land zu sein, glaubt er allen Ernstes, er sei jetzt nach rechts außen abgedriftet.

Das scheint mir symptomatisch. Die Deutschen bzw. zu viele von ihnen sind so perfekt abgerichtet, dass sie Angst haben vor ihrem eigenen Schatten, dass sie beim kleinsten Anflug von Selbstbehauptungs- und Überlebenswillen die Nazis vor Augen haben.

Ich habe diesem Freund, wie Ihr wisst, einen längeren Brief mit Argumenten gegen seine Fehlvorstellungen geschrieben. Den Brief habe ich Euch – in anonymisierter Form – als Argumentationshilfe auch weitergeleitet. Den hat er nicht gelesen und mir eine Erklärung gegeben, die zwar kurzfristig akzeptabel gewesen wäre, aber nicht mehr über einen Zeitraum von Monaten (so lange ist es ja schon her, dass ich ihn geschrieben und abgeschickt habe) noch akzeptabel ist. Wenn er wollte, hätte er ihn längst lesen können. Da er das wohl nicht will, gehe ich davon aus, dass die Ideologie die Oberhand gewonnen und er sich für die Flucht aus der Realität entschieden hat. Sei es wie es sei. Es interessiert mich nicht mehr.

So werden die Deutschen weiterhin vor lauter Angst vor sich selbst auf der Stelle treten und wahnsinnig mutig ihren Widerstand gegen den toten Hitler leisten, immer donnerstags um halb acht das nächste 1933 verhindern und indessen weiter fröhlich Islam-Fundamentalismus und Judenhass importieren und ganz nebenbei ihre Heimat irreparabel kaputt machen. Die Banalität des Guten und der Triumph des guten Willens im Sinne Eike Geisels werden ihren grausigen Höhepunkt erleben. Und die Deutschen werden demonstrieren, dass sie eben nicht oder nur mangelhaft aus der Geschichte gelernt haben. An ihrem Umgang mit dem Themenkomplex Antisemitismus, mit Juden und Israel kann man das bereits sehr deutlich sehen. Ich habe viele Male darüber geschrieben.

Leider wird mir das, was ich geschrieben habe, schon wieder bestätigt. Dass der Judenhass auch dank des Islam-Imports immer stärker wird, ist nichts Neues. Ausgerechnet die Chef-Importeuse Angela Merkel wagte es zum 80. Jahrestag der „Reichskristallnacht“, vor dem erstarkenden Judenhass in Deutschland zu warnen. Wie kann diese Person noch in den Spiegel schauen, ohne sich selbst in selbigem anzuspucken?!

Just an jenem 9. November brachte die FAZ einen Bericht aus Frankreich, in dem sich der Antisemitismus seit Jahren wie eine Seuche in den Köpfen ausbreitet und aus dem seit Jahren ein schleichender jüdischer Exodus stattfindet. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 ist dort die Zahl antisemitischer Delikte nochmals um fast 70 Prozent gestiegen.8

In diesem Monat wurden die Ergebnisse einer EU-Umfrage veröffentlicht, die in mehreren Ländern durchgeführt wurde. Jüdische Mitbürger wurden zu ihren Erfahrungen mit dem heutigen Antisemitismus befragt. (Befragt wurden 16.395 Juden in zwölf europäischen Ländern, darunter über 1.000 aus Deutschland.) Auch zu ihren Erfahrungen mit antisemitischen Übergriffen und von wem sie ausgingen. Nach Angaben der Befragten verhielt es sich so: in 31 Prozent der Fälle kamen die Übergriffe oder Bedrängungen von radikalen Muslimen, in 21 Prozent der Fälle von Linken oder Linksextremen und in 13 Prozent der Fälle von Rechtsextremen. Ein Drittel der Befragten gab an, dass sie die Auswanderung erwägen, weil sie fühlen, dass es für Juden in Europa nicht mehr sicher ist.9

Wieder einmal zerfällt der Mythos, dass Antisemitismus eine exklusive Domäne von Rechtsextremen sei, zu Staub. In Deutschland wird die Realität durch die Statistik grob verzerrt. Offiziell gehen bei uns über 90 Prozent der antisemitischen Delikte auf das Konto von Rechtsextremen, aber wie einige Zeitungen dankenswerter Weise berichtet haben, basiert diese Zahl auf einer sträflichen Ungenauigkeit. Wenn nämlich keine näheren Details über die Täter bekannt werden, werden antisemitische Delikte bei uns automatisch als „politisch motivierte Kriminalität rechts“ verbucht. Es wird also automatisch davon ausgegangen, dass Antisemitismus prinzipiell rechts außen zu finden ist. Wenn er woanders doch mal auftaucht, sind das bloß Abweichungen von der Regel. Nichts könnte falscher sein. Die Gefahr von rechts außen existiert und natürlich muss man sie beim Namen nennen und bekämpfen, aber sie ist heute nicht die größte.

Die Juden sehen – völlig zu Recht – den Antisemitismus im Aufwind. Am häufigsten in Frankreich (93 Prozent der Befragten), am seltensten in Ungarn (71 Prozent der Befragten). 95 Prozent der französischen Juden sehen Antisemitismus als großes soziales Problem, 85 Prozent der deutschen Juden ebenso. Ausgerechnet Deutschland, das alle paar Wochen wahnsinnig mutig Hitlers Machtergreifung nachträglich verhindert, spielt also in der Oberliga der europäischen Länder, in denen Juden sich nicht mehr sicher fühlen. Laut besagter Studie haben in keinem anderen Land so viele Juden angegeben, im vergangenen Jahr persönlich Erfahrungen mit Antisemitismus gemacht zu haben, wie in Deutschland! (41 Prozent der Befragten; weit über dem EU-Schnitt von 28 Prozent) 75 Prozent der deutschen Befragten geben an, dass sie öffentlich lieber auf das Tragen jüdischer Symbole verzichten. Sie haben also Angst, auf der Straße als Juden erkannt zu werden. (Und das Grauenhafte ist: sie haben zu Recht Angst!)10

Der Antisemitismus-Forscher Dr. Manfred Gerstenfeld bemängelt, dass die Methodologie der Studie nicht die notwendigen Kriterien erfüllt, die erfüllt sein müssten, damit die Studie auch repräsentativ ist.

Doch trotz vorhandener Mängel spielt auch Gerstenfeld die Wichtigkeit dieser Studie und ihrer Ergebnisse nicht herunter. (Abgesehen davon, dass das nicht die einzige Studie ist, die zu derartigen Ergebnissen geführt hat.) Im Gegenteil, er kommt zu dem Schluss, dass Antisemitismus ein integraler Bestandteil europäischer Kultur geblieben ist.11

Und so bitter die Erkenntnis ist: es stimmt. Er hat völlig Recht mit dem, was er schreibt. Der Judenhass gehört seit vielen Jahrhunderten sozusagen zur „kulturellen DNA“ Europas, wie es Henryk Broder mal metaphorisch formuliert hat.

Noch vor vier, fünf Jahren hätte ich gesagt, dass sich das Thema mit Auschwitz im Prinzip erledigt hat. Auch ich hätte gesagt, außerhalb von neonazistischen Randgruppen dieser Gesellschaft gibt es keinen ernst zu nehmenden Antisemitismus mehr.

Überhaupt habe ich so einige Ansichten gehabt, von denen ich rückblickend denke: Mein Gott, was hast Du da bloß verbrochen?

Ich habe allen Ernstes gedacht, Auschwitz hätte allen eine Lehre sein müssen. Ich habe gedacht, es müsste sich nach dem, was geschehen ist, ganz von selbst verstehen, dass Antisemitismus nie wieder eine hof- und salonfähige Haltung sein kann. Ich habe völlig falsch gelegen.

Der Antisemitismus ist durch Auschwitz bestenfalls gedeckelt worden. Es war sozusagen nicht mehr politisch korrekt, antisemitisch zu sein. Das ging einfach nicht mehr. Es war und ist bis heute nicht möglich, sich noch offen als Antisemit zu bekennen. Es ist tabuisiert – und zwar zu Recht. Aber das uralte antijüdische Ressentiment will trotzdem raus und sucht sich neue Ventile. Und es richtet sich jetzt vor allem gegen den „kollektiven Juden“ Israel.

Die Wahnvorstellungen von Juden als finsteren, blutrünstigen, dämonischen, gegen den Rest der Welt verschworenen Gestalten haben sich so tief in die europäische Kultur hinein gefressen, dass es selbst umfassende Aufklärungsarbeit dagegen nicht anzukommen scheint. Der Glaube an finstere, dämonische Mächte, die hinter allen Übeln stecken, die man sich nicht anders zu erklären weiß, scheint fast so etwas wie ein menschliches Grundbedürfnis zu sein. Und irgendwann hat man sich die Juden als den Übeltäter ausgeguckt, dessen Urheberschaft für das Böse plötzlich alles zu erklären schien – und das Gefühl, den einen Feind ausgemacht zu haben, an dem man seine eigene Wut, seinen Hass, seine Vernichtungsphantasien, vielleicht auch Minderwertigkeitskomplexe und was auch immer sonst ausleben kann, das haben Max Horkheimer und Theodor Adorno in „Elemente des Antisemitismus“, wie mir scheint, gut beschrieben:

„Der eigentliche Gewinn, auf den der Volksgenosse rechnet, ist die Sanktionierung seiner Wut durchs Kollektiv.“ 12

So hat blanker Neid beim Judenhass auch immer wieder eine Rolle gespielt, wenngleich man ihn keineswegs darauf reduzieren kann. Das wäre viel zu simpel.

Nein, man ist nicht einfach neidisch auf die großen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolge von Juden. Es geht um viel mehr als das. „Für die Faschisten sind die Juden nicht eine Minorität, sondern die Gegenrasse, das negative Prinzip als solches; von ihrer Ausrottung soll das Glück der Welt abhängen.“, schreiben Horkheimer und Adorno.13 Genau das praktizierten die Nazis, wie ich in meiner Arbeit über Auschwitz‘ Platz in der deutschen Identität beschrieben habe, so abartig und krankhaft das ist: eine Art „Weltreinigungsprogramm.“ Das ist auch einer der Faktoren, der den Holocaust von anderen Fällen von Genozid unterscheidet.

Früher hat man an Dämonen und an Hexen geglaubt und Menschen, die der Hexerei beschuldigt wurden, ermordet. So genannte Hexen und Ketzer wurden für alle möglichen Dinge verantwortlich erklärt, die man sich nicht anders zu erklären vermochte.

Nun hätte man ja eigentlich meinen können, dank der Aufklärung müsste solches Denken jedenfalls im Westen überwunden sein, aber das ist es nicht. Der „ewige Jude“ ist für die Antisemiten so etwas wie der „ewige Dämon“ in der Welt. Die finstere Macht, die hinter allem Bösen steckt.

Im Mittelalter gab es den theologischen Antijudaismus. Juden galten als „Mörder Christi“ (der selbst Jude gewesen war, aber wenn solche Details das eigene Weltbild stören, lässt man sie eben weg), wurden verteufelt, ausgegrenzt, als Menschen zweiter Klasse mit weniger Rechten gehalten. (Wobei es natürlich auch sonst im Mittelalter noch keine Vorstellung von angeborenen Menschenrechten und keine Rechtsgleichheit gab. Es war ja eine feudale Ständegesellschaft und Rechtsungleichheit war normal. Ein Adelsmann konnte sich Dinge erlauben, für die man einem Leibeigenen den Kopf abgeschlagen hätte.)

Schon bald entzündeten sich die Phantasien des Volkes und alle möglichen diabolischen Machenschaften wurden den Juden angedichtet. Mal waren sie Kindermörder, die das Blut der Gemeuchelten in ihren Matzen verarbeiteten und verspeisten. Mal waren sie die Brunnenvergifter, die für die Pest verantwortlich waren. Es gab keine Phantasie, die zu abartig war.

Der moderne Antisemitismus, dessen theoretische Grundlagen u. a. der Atheist Wilhelm Marr in bewusster Abgrenzung zum religiösen Antijudaismus entwickelt hat, ist eine Weiterentwicklung der alten Feindschaft. Für den modernen Antisemiten spielt die jüdische Religion eigentlich keine Rolle mehr (oder nur noch eine marginale), Juden werden jetzt als fremde Rasse ausgegrenzt, als „Parasiten“, die ihren „Wirt“, die jeweilige Mehrheitsbevölkerung eines Landes, „aussaugen“ und ausbeuten. Juden sind für Antisemiten per Definition „Fremdkörper“, die gegen den Rest der Menschheit sind und sich über sie erheben. Alte judenfeindliche Stereotype von früher finden in diese modernisierte, biologistische Version des Judenhasses auch Eingang, aber darüber hinaus entsteht nun auch die Wahnvorstellung von der jüdischen Weltverschwörung. Es gibt im Prinzip nichts mehr, woran nicht ein Komplott der Juden schuld sein soll. Bei Marr nur am angeblich bösen Kapitalismus, bei späteren Antisemiten gibt es nichts Nennenswertes mehr, woran sie nicht schuld sind.

Schon der Antijudaismus hat sich immer wieder mörderisch – in Pogromen – ausgewirkt, der moderne Antisemitismus tat es noch viel blutiger und fand seinen Höhepunkt im Holocaust.

Antijudaisten lassen Juden ja vielleicht noch den Ausweg, zu einer anderen Religion zu konvertieren. Antisemiten lassen ihn keinen Ausweg mehr. Juden müssen weg, weil sie aus antisemitischer Sicht, um Horkheimer und Adorno nochmal zu zitieren, „die Gegenrasse, das negative Prinzip als solches“ sind.

Seit dem Holocaust ist es jedenfalls in der westlichen Welt nicht mehr möglich, sich als Antisemit zu bekennen. Das geht nicht.

Da gibt es eine Blockade. Einerseits ist der Hass da und will raus. Andererseits ist doch ein Bewusstsein dafür da, dass dieser Hass so nicht mehr geäußert werden darf. So versteigern sich Antisemiten von heute zu gedanklichen Verrenkungen der absurdesten Art. Ich habe es vor nicht allzu langer Zeit im Gespräch mit einem Antisemiten selbst erlebt. Ich habe es erlebt, wie diese Person u. a. zu mir gesagt hat „Das jüdische Volk ist unser Feind“ (wörtliches Zitat!), ich habe an meine Person gerichtete antisemitisch konnotierte, sehr entlarvende Fragen gehört („Wieso redest Du so? Hast Du etwa jüdische Vorfahren?“), weil ich Juden und Israel verteidige und gegen die antisemitischen Vorstellungen argumentierte (in dem naiven Glauben, Argumente würden etwas bringen), ich habe Tiraden gehört, die auch bei Houston Stewart-Chamberlain oder im „Stürmer“ hätten stehen können. Aber in derselben Unterhaltung auch die Beteuerung, man sei doch keineswegs Antisemit. Überhaupt nicht! Nicht einmal Leute, die es offensichtlich doch sind, wollen das heutzutage zugeben. (Es hätte nur noch gefehlt, dass mir mein Gesprächspartner zum Abschluss versichert hätte: „Ich hab‘ doch ganz viele jüdische Freunde und die sind genau meiner Meinung!“)

Die Vorstellung vom blutrünstigen, bösen, teuflischen, gegen den Rest der Menschheit verschworenen Juden, ist so alt, so zählebig, dass sie nicht einmal nach den Verbrechen Hitler-Deutschlands endlich als das erkannt wurde, was sie ist – sie hat sich ganz einfach auf Israel übertragen. Jetzt ist Israel der Kindermörder, das rachsüchtige, blutrünstige Monster, das genozidale Vernichtungskriege führt, das sich gegen den Rest der Welt verschworen hat, das die ganze Welt als finsterer Strippenzieher in seinem Sinne lenkt und manipuliert, das „Groß-Israel“ erobern will und hinter den ganzen Kriegen im Orient steckt und so weiter und so fort.

Auch das sind nichts als Phantasien, wie ich in meinen Arbeiten über Israel ausführlich aufgezeigt habe.

Wer an einem ganz konkreten Beispiel studieren will, wie die Übertragung des Judenhasses auf Israel vonstatten ging, dem empfehle ich, sich mit dem Gedankengut des ehemaligen Linksextremisten und heutigen Rechtsextremisten Horst Mahler zu befassen. Wie ich in meinem Artikel über die 68er Revolution schon herausgearbeitet habe, war ein wesentlicher Teil der linksextremen Berufsrevolutionäre – vor allem die RAF – zutiefst antisemitisch. Sie gehörte zu jener Sorte von Deutschen, die den Juden Auschwitz nie verzeihen werden, worauf ich noch zurückkomme.

Horst Mahler war bekanntlich auch Mitglied der RAF und hat später die Wanderung von links außen nach rechts außen vollzogen. Bemerkenswert ist dabei, was in seinem Gedankengut im Kern gleich geblieben ist – und bis heute ist das eine Schnittmenge dieser beiden Extreme. Der Judenhass. Als Neonazi sagt Mahler: „Na, das sind die Juden halt. Ganz klar. Er ist der Herr im Hintergrund über alle Herren, nicht? Der Jude trachtet danach, sich zum Fürsten seiner Herren zu machen. Trachtet danach, die Weltherrschaft zu erlangen. Das ist moralisch gar nicht zu verurteilen. Das ist eine Feststellung. Und die Frage, wie sich die Volker dazu verhalten, ob sie sich das gefallen lassen oder nicht, ist für mich die entscheidende Frage“

Aber schon als Linksextremer hat er Vielsagendes von sich gegeben.

Es ist mittlerweile schon elf Jahre her, da gab Mahler ein langes Interview, das es in sich hat, wenngleich aufmerksame Zeitgenossen schon eher hätten wissen können, wie er tickt.14

Ich werde den Inhalt hier nur in Auszügen wiedergeben. Der Link zum kompletten Interview findet sich im Quellenverzeichnis.

Er wurde gefragt: „War die RAF, was Ihre Positionen angeht, dass die Juden des Teufels sind, waren Andreas Baader, Ensslin, Meinhof auch Ihrer Meinung, damals schon?“

Mahler antwortete: „Ja, sicher.“

Doch leider waren die armen RAF-Jungs und -Mädels aufgrund des Holocaust von einem Schuldgefühl geplagt. Als sie sich in Ausbildungscamps der PLO in Jordanien für den bewaffneten Kampf ausbilden ließen, kamen die palästinensischen Genossen, wie Mahler berichtet, begeistert mit Hitler-Fotos herbei und lobten den Führer als „guten Mann.“ Das sei „für uns schwierig“ gewesen, sagt Mahler. Klar, ein braver Antifaschist, der was auf sich hält, hat mit Nazis und ihrem Gedankengut nichts zu tun ……….. oder?

Da wäre ich mir nicht so sicher, liebe Linke. Horst Mahler sagte über jene Zeit, die Sechziger / Siebziger Jahre: „Damals war das, was Sie jetzt unter Antijudaismus verstehen, der Antizionismus und die Kritik an der Politik Israels als eines jüdischen Staates im Verhältnis zu seinen Nachbarn. Das war uns präsent, und insoweit sind wir dann auch in der Kritik an den Juden sehr weit gegangen für damalige Verhältnisse.“

Mahler selbst räumt also ein, dass der Antizionismus – und das bedeutet nichts anderes als die Gegnerschaft zur Existenz Israels – nur die Fortsetzung eines viel älteren Ressentiments ist! (Und wer mal gründlich darüber nachdenkt, wird das auch einsehen. Keinem anderen Land, nicht mal denen, die von den übelsten Despoten regiert werden (im Gegensatz zur Demokratie Israel), wird das Existenzrecht abgesprochen. Will mir irgendjemand erzählen, es sei ein Zufall, dass sich der Vernichtungswunsch rein zufällig gegen den einen Staat richtet, der jüdisch ist?)

Richtig interessant wird es, als Mahler erklärt, wieso er sich der RAF und dem Kampf gegen Israel zugewandt hat.

Er sagte: „Ich muss Ihnen sagen, weswegen ich […] in diese Entwicklung RAF eingetreten bin, weil im jüdischen Gemeindehaus am 9. November 1969 eine Plastikbombe, also ‚Pattex-Bombe’, gefunden wurde. […] Eine Gruppe, die ich kannte, hat sie dort deponiert, um gegen Israel zu demonstrieren. Und dann habe ich gesagt: ‚Das geht nicht, das ist ein völlig falscher Weg. Mit unserer Vergangenheit können wir das nicht machen.’ Und dann habe ich also meine Vorstellungen entwickelt, wie man es machen müsste, und dann hat mein Gesprächspartner gesagt: ‚Ja, wenn du das so weißt, warum tust du es nicht?’ Das war für mich praktisch zwingend der Befehl, es zu tun.“

Das ist vielleicht eines der ehrlichsten Eingeständnisse, die ein Post-Auschwitz-Antisemit je abgelegt hat.

Mahler spielt darauf an, dass am 9. November 1969 ein gewisser Albert Fichter, ein Mitglied der linksextremen Tupamaros West-Berlin, eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße (Charlottenburg) deponiert hatte, die zum Glück nicht hochging. Falls jemandem die Tragweite entgangen sein sollte, sage ich es ganz langsam zum Mitschreiben: zum 31. Jahrestag der „Reichskristallnacht“ wollten selbst ernannte deutsche Antifaschisten ein jüdisches Gemeindehaus brennen sehen.

Mahlers Gedanken dazu könnten entlarvender nicht sein.

„Mit unserer Vergangenheit können wir das nicht machen“, Anschläge auf Juden und jüdische Einrichtungen begehen. Lasst Euch das auf der Zunge zergehen. Er sagt nicht, man darf das nicht machen, weil es verbrecherisch ist, weil es unmenschlich ist, weil Antisemitismus eine grauenhafte Wahnvorstellung ist, die sich immer wieder mörderisch auswirkt – er sagt, wegen unserer Vergangenheit können wir das nicht machen!

Da ist also etwas blockiert. Eigentlich will das Ressentiment raus, aber dann kommt der Gedanke an den Führer und an Auschwitz und plötzlich ist man sehr beschämt. Da wird es, um Mahler nochmal zu zitieren, „schwierig.“ Doch siehe da! Es gibt ja einen Ausweg: Juden auf deutschem Boden angreifen und umbringen, das geht jetzt zwar nicht mehr ohne Weiteres, aber wenn der Hass sich ein neues Objekt sucht und politisch korrekt artikuliert wird, dann sieht alles plötzlich anders aus. Da kann man Antisemit sein UND auf der Seite des Guten sein. Wenn das mal kein Jackpot ist!

So wandte sich Mahler der RAF und dem Israel-bezogenen Judenhass, auch bekannt als Antizionismus, zu. Gemeinsam mit Ulrike Meinhof und Genossen phantasierte er sich Israel als die jüdische Neuauflage des Dritten Reiches herbei, um seinen Wahn zu rationalisieren. Die braven, bestens geläuterten deutschen Antifaschisten, die richtig was aus der Geschichte gelernt hatten, schütteln die Vergangenheit ab und kämpfen gegen diejenigen, die nicht aus der Geschichte gelernt haben: die Nazis in Israel, die das palästinensische Volk ausrotten wollen und die Speerspitze des bösen Imperialismus sind. Juden auf deutschem Boden töten, das geht nicht mehr – aber im Nahen Osten, da geht es! Da ist es ein antifaschistischer Widerstandskampf!

Doch Halt, es gab da auch eine Ausnahme, fällt mir gerade ein. Als palästinensische Terroristen vom „Schwarzen September“ 1972 die israelische Olympia-Mannschaft auf deutschem Boden – in München, um genau zu sein – als Geiseln nahmen und ermordeten, wurde das von der RAF als antifaschistische, antiimperialistische und internationalistische Aktion begrüßt.15 Schließlich hatten es Palästinenser gewissermaßen stellvertretend für Deutsche erledigt, die es nicht selbst auf deutschem Boden hätten machen können, weil das – nun ja – „schwierig“ gewesen wäre.

Mahlers und seiner Genossen Vorstellung von Israel als neuem Dritten Reich und Völkermörder war schon damals eine lupenreine Projektion. Mit der Realität hatte es nichts zu tun. Deutsche, die unfähig waren, rational mit der Vergangenheit umzugehen, projizierten zwecks ihrer eigenen Reinwaschung die Verbrechen des eigenen Landes in Israel hinein. Übrigens nicht nur in Israel, parallel auch in Amerika. In linken Parolen wie „USA-SA-SS!“ wurde das sehr deutlich.

Es ist schon etwas dran an dem, was Henryk Broder gesagt hat. Israel und Amerika sind die zwei Länder auf der Welt, mit denen die Deutschen noch Rechnungen offen haben. Israels bloße Existenz erinnert uns Arme an die unselige Vergangenheit, Amerika hat uns von den Nazis befreien müssen und dass so ein Kaugummi kauender Neger aus Alabama den hoch gebildeten deutschen Studienrat aus Aachen, wie Broder sagte, überhaupt erst befreien musste, dass er das nicht selbst geschafft hat, ist schon eine tiefe Kränkung gewesen. Da spielen auch über Generationen tradierte antiamerikanische Ressentiments, tief verinnerlichtes, abfälliges Denken über Amerika, eine Rolle.

Und im Weltbild der selbst ernannten Anti-Imperialisten verbanden sich diese zwei Stränge. Die jüdische Weltverschwörung erlebte ihr Comeback. Wieder mal sind die Juden an allem Schuld. Amerika und seine Außenpolitik werden doch sowieso von den bösen zionistischen Strippenziehern gelenkt und gegen diese Streitmacht der Finsternis wehrt sich der gute deutsche Antifaschist, der brav was gelernt hat.

Das hat auch Horst Mahler über seine RAF-Zeit gesagt. Er bestätigte, wie gesagt, die Frage des Interviewpartners, ob er und seine Genossen der Auffassung gewesen seien, „dass die Juden des Teufels sind“, ergänzte dazu aber: „Sondern für uns war damals der Begriff „der US-Imperialismus“, und jetzt sieht man klarer, was der US-Imperialismus ist, und insofern: Der Feind ist derselbe. Die Mittel, ihn zu  bekämpfen, haben sich gewandelt mit Erkenntnissen, die aus diesem Prozess erwachsen sind.“

Aufgemerkt: der Feind ist derselbe wie früher! Die Juden und natürlich stecken sie hinter dem „US-Imperialismus.“ Juden in Deutschland ermorden, das geht nicht. Da hängen, um bei Mahlers Sprachgebrauch zu bleiben, „schwierige“ Erinnerungen dran. Die Methoden des Kampfes mussten sich ändern, also musste der antizionistische und „antiimperialistische“ Krieg eröffnet werden.

Wenn plötzlich einerseits die Juden, an denen sich Deutschland auf das Schlimmste versündigt hat, und andererseits die ehemaligen Befreier, die die Nazis besiegt haben, als die Wiedergänger der Nazis dargestellt werden, als Menschen, die genauso böse Dinge tun wie der Führer und seine Gefolgsleute, ist das Balsam für die Seele derjenigen, die mit der Geschichte nicht umgehen können.

Schon damals zeigte sich, dass ein Teil dieser Gesellschaft zwar einerseits von tiefer Scham, andererseits aber auch von einer Art von nationalistischem Trotz erfüllt war, von einem Bedürfnis, aufzurechnen und sich selbst rein zu waschen. Ihr seid doch genau solche Schweine gewesen bzw. seid es jetzt geworden, lasst uns in Ruh mit Hitler! Wir haben – im Gegensatz zu Euch – aus der Geschichte gelernt und jetzt zeigen wir Euch, was ‘ne Harke ist. Da war sie wieder zu erkennen, die von Theodor Adorno diagnostizierte deutsche Neigung zu Selbstvergötzung und kollektivem Narzissmus.

„Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen.“, hat Zvi Rex gesagt. Vor Jahren hätte ich das wahrscheinlich ziemlich empört zurückgewiesen oder zumindest als krasse Übertreibung abgetan.

Heute erkenne ich. Verdammt nochmal, es stimmt! Es ist alles wahr!

Denn der Post-Auschwitz-Antisemitismus, der Gutmensch-Antisemitismus, der Schuldabwehr-Antisemitismus, die groteske Gleichsetzung der Demokratie Israels mit dem Dritten Reich, das Herbeihalluzinieren eines Völkermords an den Palästinensern (die zu den am schnellsten wachsenden Populationen der Welt zählen und materiell erheblich besser leben als viele andere Araber), diese Überzeugungen sind keine Phänomene vom Rand der Gesellschaft! Sie gehören längst zur Mitte der Gesellschaft und sind vielerorts hof- und salonfähig. Zahlreiche Studien belegen das.

Zur Zeit der Zweiten Intifada (2000-2005), die von Jassir Arafat und seinen Genossen vom Zaun gebrochen worden war, nachdem der PLO-Chef kurz zuvor das Angebot zur Gründung eines eigenen Staates Palästina ausgeschlagen hatte, führte das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld eine Meinungsumfrage durch. 68,3 Prozent (!) der befragten Deutschen meinten, Israel, das sich gegen die Intifada zu wehren wagte, führe einen „Vernichtungskrieg.“16

Weitere Umfragen zeigten immer wieder, dass viele ganz normale Menschen zwar keineswegs Horst Mahlers Gedankengut insgesamt teilen, keineswegs linksextreme oder rechtsextreme Fanatiker und Gewalttäter sind, sehr aber wohl für die Schuldabwehr durch Projektion empfänglich sind. Das ist längst ein Massenphänomen und kein Randphänomen in dieser Gesellschaft. In den Umfragen der jüngsten Vergangenheit waren es immer wieder so zwischen 20 und 40 Prozent der Befragten, die meinten, Israel mache mit den Palästinensern im Prinzip dasselbe wie die Nazis mit den Juden.17

Manchmal wird das Ressentiment auch nur zwischen den Zeilen, mehr oder weniger subtil artikuliert, wenn deutsche Medien wieder und wieder Israel zum Aggressor umdeuten, wenn es sich gegen den Terror etwa der Hamas zu wehren wagt, die in ihrer Charta die Zerstörung Israels und die Tötung aller Juden fordert.

Dass Israel in Deutschland seit langem zu den unbeliebtesten, zum Teil regelrecht verachteten Ländern gehört, ist kein Zufall.18 Israel ist der eine jüdische Staat und ihn zu dämonisieren und zu verteufeln, dient dem Ausgleich des „Schuldhaushalts.“ Wir bzw. unser Land hat an den Juden ein Verbrechen begangen, das so abseitig und entsetzlich ist wie man es sich nur vorstellen kann, wenn die Juden aber – in der Wahnvorstellung vieler Zeitgenossen – solch ein Verbrechen jetzt selber an anderen begehen, brauchen wir uns nicht mehr so schlecht zu fühlen. Wir sind quitt.

Dieses Motiv ist schon früh erkennbar geworden beispielsweise in Gestalt des Linksextremisten Dieter Kunzelmann, der über den „Judenknax“ wehgeklagt hat, von dem sich Deutschland befreien müsse, um gegen das – in seiner Wahnvorstellung – faschistische Israel kämpfen zu können.

Nach dieser kruden Logik haben die Deutschen nicht etwa ihren jüdischen Opfern, sondern sich selbst was angetan, unter dem sie bis heute zu leiden haben. So entsteht auch nach Auschwitz wieder eine neue Form von Antisemitismus. Der Antisemitismus, der den Juden Auschwitz übel nimmt! Der Antisemitismus von Leuten, die nicht rational mit der Geschichte, wie sie nun einmal war, umgehen können.

Das Leitmotiv des Abschüttelns von Schuld und der Erhebung gegen die bösen Juden, die – wie immer – an allem schuld sind, zieht sich auch durch Horst Mahlers Leben. Auch nach seiner Wandlung vom Linksextremen zum Neonazi ist es ganz deutlich erkennbar. Nur macht er sich als Nazi gar nicht mehr die Mühe, seinen Antisemitismus als Kampf gegen das böse, böse Israel zu verkleiden. Er sagt noch offener als früher, was er denkt. Er habe schon immer für die „Freiheit des deutschen Volkes“ gekämpft, nur habe heute die „jüdische Gräuelpropaganda gegen das deutsche Volk“ keine Macht mehr über ihn.

Mahlers Nationalismus unterscheidet ihn natürlich von heutigen antinationalen Linksextremen, aber was den Israel-Hass und seine tiefer liegenden Gründe angeht, hat sich seit seiner RAF-Zeit nicht allzu viel verändert.

Viele andere sind gewiss keine Horst Mahlers, aber inzwischen so weit, dass sie zugeben, dass es auch ihnen keineswegs „nur“ um Israel geht. „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ Dieser Aussage stimmten laut einer Meinungsumfrage der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburgs im Jahr 2004 38,4 % der Befragten zu.19 Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie, die 2017 veröffentlicht wurde, stellte u. a. auch diese Frage und diesmal stimmten 40 Prozent zu (2014 waren es noch 28 Prozent gewesen).20

Es geht also wieder mal um Judenhass, nichts anderes. Der Israel-Hass ist nur eine leicht camouflierte Neuauflage des uralten Ressentiments.

Und er bringt nicht nur Israel in Gefahr, sondern auch Juden außerhalb Israels. Wenn inzwischen ein beträchtlicher Teil dieser Gesellschaft so weit ist, dass er glaubt, Israel – und gemeint ist, seien wir ehrlich: „die Juden“ – seien ja irgendwie selber schuld am zunehmenden Judenhass, dann bedeutet das, dass ein großer Teil dieser Gesellschaft mit dem Massenimport von islamischem Judenhass – gelinde gesagt – vermutlich kein allzu großes Problem hat. Denn die Juden sind ja wieder mal selber an allem schuld! Wenn sie sich gefälligst benehmen würden, wäre doch alles ganz anders! Dann hätten alle muslimischen Einwanderer sie total lieb und alle Einheimischen auch, echt jetzt!

Und die Politik hat offenbar nicht vor, diesen Import und die Selbstzerstörung des Landes aufzuhalten, ganz im Gegenteil.

Da sie sich erkennbar für das „Weiter so“ bzw. für das „Noch viel mehr davon“ entschieden hat, könnte wohl nur noch eine Rebellion von unten dem Zerstörungskurs ein Ende setzen. Will sagen: vielleicht so etwas wie die deutsche Auflage der Gelbwesten.

Aber ich glaube nicht, dass es sie geben wird.

Die Deutschen sind zu gut dressiert und zukünftige Historiker werden sich vielleicht mal intensiv die Köpfe darüber zerbrechen, wie es trotz mehr oder weniger freiheitlicher Verhältnisse gelungen ist, sie in der Mentalität von folgsamen Untertanen festzuhalten. (Wobei: wenn ich daran denke, was für ideologisch verzerrte Weltbilder den Schülern in diesem Land eingebläut werden – da ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgemacht habe, ist es nicht so lange her, dass ich das Bildungswesen von innen erleben durfte –, wundere ich mich nicht gar so sehr darüber.)

Gerade gestern hatte ich wieder so ein Erlebnis mit braven Mitbürgern, die meinten, radikal-islamischer Terror sei nun mal jetzt die Normalität in diesem Land. So what? Man hat sich doch längst an derartige Nachrichten gewöhnt. Ist halt so. Und ich rede hier nicht von Kleinkindern! Bei solchen, die es noch nicht besser wissen können, hätte ich für derartige Aussagen ein gewisses Verständnis gehabt. Ich rede von Leuten, die mehr als alt genug sind, um zu wissen, dass es vor gar nicht langer Zeit keineswegs Normalität in diesem Land war.

Aber der brave Deutsche passt sich an und folgt seiner Regierung in den Ruin.

Ich gehe davon aus, dass sie sich eher gegenseitig befetzen werden als sich gegen die Politik zu wehren, die ihr Land kaputt macht. Wenn ich sehe, wie noch so zaghafte Bekundungen des Unmuts mit drei bis vier Mal so großen Gegendemos „gegen rechts“ beantwortet werden, wenn ich mir die Erfolge der Grünen anschaue, finde ich es bestätigt.

Ich halte nichts von simplifizierten Weltbildern, die aus dem Volk das arme Opfer machen. „Wir kleinen Leute“ sind angeblich gut und „die da oben“ sind so böse und schaden uns. Nein, zu dem, was jetzt in Deutschland passiert, gehören mindestens zwei Seiten. „Die da oben“ werden auch von irgendjemandem gewählt und wenn ich sehe, welche Erfolge die Grünen laut Meinungsumfragen verbuchen können, wenn ich sehe, wie die ehemals konservative CDU sich selbst völlig entkernt und überflüssig gemacht hat, muss ich notabene zu dem Schluss kommen, dass ein erheblicher Teil dieser Gesellschaft das, was passiert, auch ganz genauso bzw. noch viel intensiver will und vollends einverstanden ist mit dem Gesinnungspolizistentum à la Maas und Kahane gegen Abweichler – mit der Demontage des eigenen Landes.21 (Besagter linker Freund von mir hat mir auch mal ins Gesicht gesagt, dass er meinen Rauswurf bei facebook völlig berechtigt fand. Er ist wohl ein typisches Beispiel dafür, dass die Deutschen ein gestörtes Verhältnis zur Freiheit haben. Was die Harmonie stört, muss weg. So erkläre ich mir auch den in weiten Teilen hysterischen Umgang mit der AfD, an der man ja weiß Gott eines kritisieren kann (was ich selbst ja auch tue, obwohl ich die Partei gewählt habe; ich bin nicht mit allen Personen und Positionen einverstanden), aber eine sachliche Auseinandersetzung mit Inhalten findet häufig gar nicht statt. Die pure Existenz einer Gruppierung, die den Konsens in Frage stellt, scheint als Provokation wahrgenommen zu werden. Man will keinen Streit und keine Debatte. Von der Hose bis zum Weltbild muss alles geschlossen sein.)

Da die Deutschen damit beschäftigt sind, sich gegenseitig zu bekämpfen, da der Riss durch diese Gesellschaft nicht mehr reparabel erscheint, halte ich die Prognose von Jürgen Fritz, dass es eine erneute Spaltung Deutschlands geben könnte, für durchaus realistisch. Ich halte es für möglich, dass sich einzelne Bundesländer von der Republik abspalten werden, wobei der größere Teil dieses Landes bis dahin aufgrund der demographischen Verhältnisse zum „Islamischen Bund“ geworden sein wird.22 Wenn die Masseneinwanderung so weitergeht, ist das absehbar.

In gewisser Weise wär eine erneute deutsche Teilung ein Zurück zur Normalität. In über tausend Jahren deutscher Geschichte hat es einen einheitlichen Nationalstaat ja nur relativ kurze Zeit gegeben. 1871 bis 1945 und dann erst wieder seit 1990. Territoriale Zersplitterung im Herzen Europas war eigentlich normal und vielleicht wird sie wiederkommen.

Nun ja.

Mein letzter Besuch in der Heimat meiner Familie väterlicherseits hat mich völlig niedergeschmettert – besonders im Vergleich zum Besuch in der Heimat meiner Familie mütterlicherseits in Polen. Dort, wo meine väterlichen Vorfahren herkamen, ist der Islam bereits in einem solchen Ausmaß präsent und die heimatliche Kultur so offensichtlich am Verschwinden, dass ich mir sagen musste, dass die Sache gelaufen ist. Der politische Islam ist auf der Siegerstraße unterwegs. Er hat die Demographie auf seiner Seite, den Lebenswillen und den Willen zur Macht und nicht zuletzt auch noch den Großteil der deutschen Politiker.

Was sehr schmerzlich ist und was ich mir in meiner doch zumindest bis 2001 schönen Kindheit nie hätte vorstellen können, dass ich es erleben werde, ist das Verschwinden von Heimat.23 Ich bin jetzt 29 Jahre alt und wenn Allah es will, lebe ich vielleicht noch einige Jahrzehnte, wenn keine tödliche Krankheit oder ein Unfall oder sonst etwas dazwischen kommt. Ich bin nicht in der Lage wie einige alte Leute, die ich kenne, die meinen, das sei ja alles ganz schlimm, aber das dicke Ende würden sie zum Glück nicht mehr erleben. (Da wäre ich mir nicht so sicher.) Ich hätte natürlich gerne eine Heimat, aber ich mache jetzt gerade den Prozess der Loslösung davon durch und muss den Schmerz darüber auszuhalten lernen, dass ich keine mehr haben werde. Es gibt ja zig Millionen, die aus unterschiedlichsten Gründen ohne Heimat leben müssen. Verglichen mit denen, die aufgrund von Krieg und ethnischen Säuberungen ihre Heimat unwiederbringlich verloren haben, habe ich ja ein Luxusproblem!

Wie sehr der Bezug zu meiner verschwindenden Heimat ramponiert ist, merke ich zum Beispiel daran, wie gleichgültig es mir ist, dass Weihnachten vor der Tür steht. Soweit das möglich ist, lasse ich es einfach an mir vorüber rauschen und ignoriere es.

Aber Weihnachten hin, Ostern her, auch sonst fühle ich mich in diesem Land bereits völlig fremd und fehl am Platz.

Das Grausame ist, dass die Politik – ob nun wissen- und willentlich, lassen wir an dieser Stelle mal beiseite – Zustände schafft, die eine Eskalation und politische Radikalisierung stetig wahrscheinlicher machen.

Anabel Schunke hat zutreffend darauf hingewiesen, dass die Politik der grenzenlosen Einwanderung auch und gerade den gut integrierten Menschen aus dem islamischen Kulturkreis schadet. Je mehr Islam-Fundamentalisten hergeholt werden, desto größer wird der Druck auf jene, die als „Abtrünnige“, als „Verräter“ wahrgenommen werden. Darüber hinaus fällt natürlich das Verhalten von Fundamentalisten und Kriminellen unweigerlich auf diejenigen zurück, die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen.

Um es an einem konkreten Beispiel zu sagen: Wenn mir heutzutage eine Gruppe junger Männer entgegen kommt, die dem Aussehen nach vermutlich Araber oder von arabischer Herkunft sind, rechne ich regelmäßig mit der Möglichkeit, dass es gleich knallt und ich mich mit der Faust gegen einen Übergriff zur Wehr setzen muss.

Wenn mir auf der Straße Chinesen oder Chinesischstämmige entgegen kommen, habe ich solche Gedanken noch nie gehabt, aber diese Gesellschaft hat nun mal unterschiedliche Erfahrungswerte mit unterschiedlichen Einwanderergruppen.

Einerseits ist es normal, vorsichtig zu sein, andererseits ist es erschreckend, dass man beim Anblick bestimmter Menschen fast schon automatisch Gedanken bekommt, wie ich sie eben umrissen habe. Und mit Sicherheit habe ich Leuten, die so an mir vorüber gingen, gedanklich schon Unrecht getan. Das waren möglicher Weise ganz nette Leute, die völlig in Ordnung waren und niemandem was Böses wollen. Aber wem sieht man das schon auf den ersten Blick an?

Und ganz schnell kommen wir in einen Zustand der inneren Zersplitterung und „Retribalisierung“ der Gesellschaft.24

Anders als es Peter Struck gemeint hat, wird Deutschland eines Tages vielleicht doch noch am Hindukusch verteidigt – nämlich dann, wenn Hindukusch-ähnliche Verhältnisse in diesem Land hergestellt sind. Verschiedene Ethnien, Stämme und Clans werden sich in Dauerkonflikten befinden, die auch immer wieder gewalttätig ausgetragen werden und zumindest Teile des Landes werden bald aussehen wie ein „failed state“ mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Da wir ja nicht irgendwelche Einwanderer, sondern vor allem muslimische Einwanderer en masse hierher holen, wird das umso wahrscheinlicher.

Koexistenz mit Muslimen ist unter heute herrschenden Bedingungen wohl nur möglich, wenn Einwanderung aus diesem Kulturkreis massiv begrenzt wird und wenn jegliche Unterwanderung durch den politischen Islam konsequent und strengstens unterbunden wird. Ginge es nach mir, dürften die Türkei, der Iran, Saudi-Arabien und andere Regimes, deren Werte den unseren feindlich gegenüber stehen, unter keinen Umständen mehr Imame nach Deutschland schicken und den Dschihad exportieren.25

Moscheen dürfte es hierzulande nur geben, wenn keine ausländischen Förderer und Betreiber dahinter stehen, weil das Risiko, dass wir politisch unterwandert werden, sonst einfach zu hoch wäre. Ich erinnere zum Beispiel daran, dass Moscheen in Deutschland schon als Spitzel-Stützpunkte des türkischen Geheimdienstes genutzt werden!26 Auch die iranischen Mullahs, die Israel ausradieren und die Islamische Revolution exportieren wollen, haben ihre Läufer hier im Lande.27

Ferner müsste es Pflicht sein, dass in den Moscheen, die bleiben, auf Deutsch gepredigt wird. (Wenn es im Islam nur um Liebe und Toleranz gehen soll, sollte es doch zumutbar sein, dass Worte gesprochen werden, die wir alle verstehen. Da gibt’s doch nichts zu verbergen.)

Koexistenz mit Muslimen auf Augenhöhe geht angesichts der weiten Verbreitung fundamentalistischer Auffassungen heute wahrscheinlich nur, wenn die Muslime eine friedliche Minderheit in einem westlichen Land sind und wenn der politische Islam konsequent aus Deutschland bzw. aus Europa ferngehalten wird. Sobald der Islam aber Macht bekommt – u. a. durch die zahlenmäßige Stärke fundamentalistisch gesonnener Anhänger, die durch mehr und mehr Einwanderung stetig erhöht wird – , ist es aus mit Toleranz und Koexistenz. Und wer Koran und Hadithen studiert hat, weiß auch, dass der Islam – wörtlich befolgt – nicht vorsieht, mit irgendwas anderem auf Augenhöhe zu koexistieren. Er ist eine Religion, aber mangels Säkularisierung und Privatisierung eben auch eine Herrschaftsideologie, die höchstens die anderen „Völker des Buches“ (Juden, Christen) duldet – das aber auch nur, wenn sie Menschen zweiter Klasse (Dhimmis) unter islamischer Oberhoheit sind. (Juden heutzutage allerdings praktisch gar nicht mehr, der Antisemitismus ist in der islamischen Welt integraler Bestandteil der politischen Kultur und seit den Vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde das Judentum aus der islamischen Welt fast vollständig getilgt.28 Das Wiederaufflammen des islamischen Fundamentalismus hat auch die im Islam selbst angelegte Judenfeindschaft neu belebt, hinzu kam das moderne antisemitische Gedankengut aus Europa, dessen Verbreitung erst vom Dritten Reich, später von der Sowjetunion gefördert wurde. Heute ist Antisemitismus integraler Bestandteil der politischen Kultur in der Region. Es geht im Kern nicht um den Israel-Palästina-Konflikt, es geht um wahnhaften Judenhass, nichts anderes!)

Die Reform-Muslime und die ungläubig Gewordenen aus der islamischen Welt wissen, was schief läuft. Sie haben verstanden und wehren sich gegen Fundamentalismus und das Festhalten am Opfer-Narrativ, demzufolge der böse Westen am Elend der muslimischen Welt schuld sein soll.29 Das ist gut. Aber leider gehört es zur realistischen Einschätzung, dass diese Leute nicht zahlreich genug sind. Auf absehbare Zeit sehe ich keine Chance auf eine grundsätzliche Modernisierung in der islamischen Welt. Sollte sie überhaupt möglich sein, wird das lange dauern. Heute sehen wir die Resurgenz des Islam. Wir sehen einst als moderat geltende Länder wie die Türkei und Indonesien zum Fundamentalismus zurückkehren. Wir sehen Afghanistan, den Iran oder Algerien, wo die Frauen vor fünfzig, sechzig Jahren im Grunde so rum liefen wie bei uns, heute aber islamisch korrekt verhüllt und unterdrückt sind.30

Der Islam scheint sich durchzusetzen und zum wiederholten Male bedroht er auch Europa, wie es schon seit der großen Islamischen Expansion immer wieder der Fall war. Die Kreuzzüge kamen erst nach vierhundert Jahren islamischer Eroberungs- und Raubzüge gegen das Abendland und nachdem der Islam den Großteil der ehemals christlichen Welt vereinnahmt hatte. Eine gute Zusammenfassung dieser Geschichte und der Verharmlosung des Islam durch heutige linke Ideologen erschien vor kurzem in der Jerusalem Post bzw. bei Heplev auch in deutscher Übersetzung.31

Wenn der Islam Macht bekommt, kann er nicht auf Augenhöhe koexistieren. Er bekommt Macht u. a. durch zahlenmäßige Überlegenheit. Insofern dürfte es – auch und gerade im Interesse freiheitlich gesonnener Einwanderer wie Imad Karim, Bassam Tibi, Hamed Abdel-Samad und wie sie alle heißen – keine islamische Masseneinwanderung hierher geben, weil der hierher importierte Fundamentalismus dann alle Ansätze von Befreiung unter sich begräbt.

Aber, liebe Leser, alles, was ich eben vorgetragen habe, ist nach dem heute vorherrschenden Narrativ rechtsradikale Hetze. Haltet Euch tunlichst fern von mir und meinen Ideen! Am besten rufe ich bei der Amadeu-Antonio-Stiftung an und erstatte schon mal Selbstanzeige, bitte um Aufnahme in die Datenbank der Neuen Rechten und übe in bester sowjetischer Tradition öffentlich Selbstkritik.

Ich habe versucht, dem auf den Grund zu gehen, was mit dieser Gesellschaft los ist, warum gerade Deutschland wieder in ideologischen Wahn abgleitet und eine solche zerstörerische Energie entfaltet.

Wenn ich über die hiesigen Zustände wettere, bin ich manchmal so leichtfertig, diese Politik bzw. diejenigen, die sie machen, als „krank“ zu bezeichnen. (Ob ich das auch schriftlich getan habe, weiß ich gerade nicht. Mündlich aber auf jeden Fall.)

Ich muss es mir endlich angewöhnen, solche Aussagen zu unterlassen, denn damit tue ich vielen Leuten Unrecht.

Ich habe zeitweise aus nächster Nähe mit psychisch Kranken zu tun gehabt und eins kann ich aus meiner Erinnerung sagen: keiner von denen war auch nur annähernd so „krank“ oder gar gefährlich wie die so genannten „Normalen“ dieser Gesellschaft. Im Gegenteil, im Vergleich zu den Leuten, die dieses Land regieren und zu Grunde richten, und ihren zahlreichen Mitläufern waren sie von einer geradezu ergreifenden Harmlosigkeit. Insofern kann ich dem Psychiater Manfred Lütz nur zustimmen: wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.32

Kein so genannter „Kranker“, den ich bisher gesehen habe, wäre auf die Idee gekommen, dieses Land zu zerreißen, zu destabilisieren, massenhaft Islam-Fundamentalismus, Judenhass, Homophobie, Kriminalität etc. etc. hierher zu holen und dann mit einem Achselzucken zu sagen „Jetzt sind sie halt da, ist mir doch alles egal.“ Auf so etwas kommen nur kerngesunde Menschen wie die Große Vorsitzende oder Katrin Göring-Eckardt. Kein Kranker ist so krank!

Gesunde können die verrücktesten und verantwortungslosesten Dinge tun, die Existenz und Zukunft einer ganzen Kultur und ihrer freiheitlichen Werte vernichten, aber sie haben nicht die geringste Aussicht darauf, je in eine Psychiatrie eingewiesen zu werden. Dafür sind sie einfach viel zu normal.

Bei all dem ist auch der Kultur-Relativismus der heutigen Linken zu berücksichtigen. Er hat sich so umfassend durchgesetzt, dass alles beliebig, alles austauschbar, alles gleich gültig und damit eben auch gleichgültig geworden ist.

Symptomatisch scheint mir der Weihnachtsgruß der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die schrieb: „Egal woran Sie glauben … wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Start ins neue Jahr.“

„Egal woran Sie glauben“ … Wirklich? Auch dann, wenn jemand glaubt, dass die Juden unser Unglück sind, wie es sehr viele in einer antisemitischen politischen Kultur sozialisierte Menschen tun? Auch dann, wenn jemand glaubt, dass man Andersgläubige unterwerfen oder gar umbringen sollte?

„Egal woran Sie glauben“, dieser eine Halbsatz bringt die ganze Mentalität des sterbenden Deutschland auf den Punkt. Es ist alles wurscht, alles kann beliebig ausgetauscht werden. Es gibt keine Unterschiede zwischen Kulturen und Wertesystemen, im Prinzip ist alles dasselbe.

Dushan Wegner fragt mit Recht: „Ich sage es vorsichtig: Wenn zwei Nationen zur Auswahl stünden, wobei die eine »Ist mir egal!« ausruft, ihre Grenzen öffnet und ihre Flughäfen zu Bauruinen verkommen lässt – die andere aber »ihre Kreise ordnet«, selbst wenn die Ist-mir-egal-Nation sie dafür ausschimpft – auf welche Nation würden Sie wetten?“ 33

Ganz klar. Ganz sicher nicht auf das Ist-Mir-Alles-Egal-Deutschland.

Nun ja, komme ich mal langsam zum Ende:

Mit Politik befasse ich mich natürlich in Zukunft auch. Ich könnte gar nicht anders. Ich bin halt ein Politik- und Geschichts-Freak. Natürlich schreibe ich weiterhin über Weltpolitik, über den Orient, über Israel, über Antisemitismus und wie man ihn bekämpft – eben über das, was mir eben am Herzen liegt. Wenn jemanden das interessiert, werde ich ihn auch dran teilhaben lassen.

Aber an einer Beteiligung an der deutschen Migrationsdebatte sehe ich keinen Sinn mehr, weil ich nicht sehe, dass es etwas bringt. Es ist zu vielen alles egal, wie ich auch in meinem Umfeld feststellen darf. Diese Gesellschaft muss wohl einfach mit Schmackes auf die Schnauze fallen und selbst dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass das, was angerichtet wurde, korrigierbar ist. Die Deutschen sind so duldsam, dass – sollte es ihnen eines Tages wirklich mal reichen – es bis dahin wohl zu spät ist. Die Zeit arbeitet jedenfalls gegen sie.

Wenn ich daran denke, dass es bereits Versuche illegaler Einwanderer gegeben hat, Abschiebungen mit Gewalt zu verhindern34, will ich mir nicht ausmalen, was hier noch alles losgehen könnte – vor allem dann, wenn der deutsche Staat eines Tages nicht mehr die Mittel haben sollte, all die Einwanderer in die Sozialsysteme zu versorgen und somit die Lage mehr oder weniger ruhig zu halten.

Wenn die Lage nicht mehr ruhig zu halten ist, werden hier Dinge passieren, die sich wohl keiner hat vorstellen können – und hinterher wird es heißen, keiner habe was gewusst, keiner habe was kommen sehen.

Ich jedenfalls kann kein Durchhalten und keinen Optimismus predigen, wenn ich nicht davon überzeugt bin. Ich sehe mich all dem machtlos gegenüber, was mich auch deshalb so wütend macht, weil ich gehofft hatte, im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten an einem Umdenken und am echten Lernen aus der Geschichte mitwirken zu können.

Ich ziehe mich aus der innerdeutschen Diskussion zurück. Ob ich irgendwann wieder daran teilnehme, weiß ich nicht. Ich muss einige Veränderungen vornehmen. Näher erläutern will ich das an dieser Stelle nicht.

PS: Ich habe volles Verständnis dafür, wenn ich für viele nach dieser Ankündigung „unten durch“ sein sollte. Ich akzeptiere das.

Quellen:

  1. Philosophia Perennis, 22.12.2018: „Relotius ist nur eine Spitze des rotgrünen Journalisten-Eisbergs“ von Daniel Matissek https://philosophia-perennis.com/2018/12/22/relotius-ist-nur-eine-spitze-des-rotgruenen-journalisten-eisbergs/
  2. Philosophia Perennis, 30.11.2018: „Kramp-Karrenbauer will „Wertesystem“ Merkels zum „Standard überall in der Welt“ machen“ von David Berger https://philosophia-perennis.com/2018/11/30/kramp-karrenbauer-will-wertesystem-merkels-zum-standard-ueberall-in-der-welt-machen/

Jürgen Fritz Blog, 20.12.2018: „AKK = Absolut keine Kompetenz in Wirtschaftspolitik?“ von Jörg Meuthen https://juergenfritz.com/2018/12/20/absolut-keine-kompetenz/

  1. vera-lengsfeld.de, 13.12.2018: „Versicherung der Bundesregierung war ein Fake: UN-Pakt ist rechtlich bindend“ https://vera-lengsfeld.de/2018/12/13/versicherung-der-bundesregierung-war-ein-fake-un-pakt-ist-rechtlich-bindend/
  2. Dushan Wegner, 10.12.2018: „UN-Migrationspakt: Merkels Politik der verbrannten Erde“ https://dushanwegner.com/verbrannte-erde/
  3. MENA Watch, 27.7.2018: ‘Die Sprechblase des Jahres: „Fluchtursachen bekämpfen“‘ von Thomas Eppinger https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/die-sprechblase-des-jahres-fluchtursachen-bekaempfen/
  4. Basler Zeitung, 28.9.2018: „Millionen Afrikaner sitzen auf ihren Koffern“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/das-beste-aus-der-zeitung/millionen-afrikaner-sitzen-auf-ihren-koffern/story/21579288

Basler Zeitung, 28.9.2018: „Die grosse Völkerwanderung“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/europa/die-grosse-voelkerwanderung/story/23505365

  1. Pew Research Center, 30.4.2013: „The World’s Muslims: Religion, Politics and Society“ http://www.pewforum.org/2013/04/30/the-worlds-muslims-religion-politics-society-overview/

Welt Online, 6.10.2014: „Das Funktionärsproblem im deutschen Islam“ von Hamed Abdel-Samad https://www.welt.de/debatte/kommentare/article132932718/Das-Funktionaersproblem-im-deutschen-Islam.html

TruthRevoltOriginals: „Ben Shapiro: The Myth of the Tiny Radical Muslim Minority“ (Veröffentlicht: 15.10.2014) https://www.youtube.com/watch?v=g7TAAw3oQvg

Basler Zeitung, 13.3.2017: „Die Rückkehr des Judenhasses“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/standard/die-rueckkehr-des-judenhasses/story/17648613

Pew Research Center, 9.8.2017: „Muslims and Islam: Key findings in the U.S. and around the world“ by Michael Lipka http://www.pewresearch.org/fact-tank/2017/08/09/muslims-and-islam-key-findings-in-the-u-s-and-around-the-world/

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.11.2018: „Fast 70 Prozent mehr antisemitische Übergriffe“ https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/antisemitismus-in-frankreich-fast-70-prozent-mehr-uebergriffe-15882247.html
  2. Tablet Magazine, 20.12.2018: „What the EU Survey Reveals About European Anti-Semitism“ by James Kirchick https://www.tabletmag.com/scroll/277657/what-the-eu-survey-reveals-about-european-anti-semitism
  3. Bild Online, 9.12.2018: „Neue Schock-Studie der EU: „No-go-Areas“ für Juden in Deutschland“ von Filipp Piatov, Hans-Jörg Vehlewald https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/no-go-areas-fuer-juden-in-deutschland-neue-schock-studie-der-eu-58925048.bild.html
  4. The Begin-Sadat Center for Strategic Studies, 20.12.2018: „Anti-Semitism Is an Integral Part of European Culture“ by Dr. Manfred Gerstenfeld (BESA Center Perspectives Paper No. 1,041) https://besacenter.org/perspectives-papers/antisemitism-europe-culture/
  5. Max Horkheimer, Theodor W. Adorno: „Elemente des Antisemitismus. Grenzen der Aufklärung“ http://copyriot.com/sinistra/reading/agnado/adorno01.html
  6. ebd.
  7. archive.org: „Full text of „Friedman-Michel-Interview-mit-Horst-Mahler-und-Sylvia-Stolz““ https://archive.org/stream/Friedman-Michel-Interview-mit-Horst-Mahler-und-Sylvia-Stolz/FriedmanMichel-InterviewMitHorstMahlerUndSylviaStolz200789S.Text_djvu.txt
  8. nadir.org: „Die Aktion des Schwarzen September in München: Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes“ https://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/011.html
  9. Lizas Welt, 19.7.2006: „Neighborhood Bullies“

https://lizaswelt.net/2006/07/19/neighborhood-bullies/

  1. Gatestone Institute, 18.4.2016: „False Moral Equivalence as a Tool to Demonize Israel“ by Manfred Gerstenfeld and Jamie Berk https://www.gatestoneinstitute.org/7813/israel-moral-equivalence
  2. Focus Online, 12.7.2014: „Kritik oder Antisemitismus: Warum hassen so viele Deutsche Israel?“ von Michael Wolffsohn https://www.focus.de/politik/experten/wolffsohn/zwischen-kritik-und-antisemitismus-warum-hassen-so-viele-deutsche-israel_id_3983132.html
  3. Tapfer im Nirgendwo, 25.8.2016: „Linker Judenhass – Eine Geschichte der Verharmlosung“ von Gerd Buurmann https://tapferimnirgendwo.com/2016/08/25/linker-judenhass-eine-geschichte-der-verharmlosung/
  4. The Jerusalem Post, 6.5.2017: „Study: 40% of Germans Hold Modern Antisemitic Views“ by Benjamin Weinthal https://www.jpost.com/Diaspora/Study-40-percent-of-Germans-hold-modern-antisemitic-views-489919
  5. Dushan Wegner, 16.11.2018: „23% für die Grünen ist ein Alarmsignal“ https://dushanwegner.com/mit-sekten-reden/
  6. Jürgen Fritz Blog, 22.8.2018: „2077: Ein Blick zurück aus der Zukunft“ von Jürgen Fritz https://juergenfritz.com/2018/08/22/2077/
  7. Tichys Einblick, 1.7.2016: „Ihr nehmt mir meine Heimat“ von Anabel Schunke https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ihr-nehmt-mir-meine-heimat/
  8. Philosophia Perennis, 9.4.2018: „Masseneinwanderung: Die „Retribalisierung“ der westlichen Gesellschaften“ von Alexander Meschnig https://philosophia-perennis.com/2018/04/09/masseneinwanderung-die-retribalisierung-der-westlichen-gesellschaften/
  9. Basler Zeitung, 11.10.2016: „Die verdeckte Islamisierung Europas“ von Bassam Tibi https://bazonline.ch/ausland/europa/die-verdeckte-islamisierung-europas/story/14767918
  10. Focus Magazin, Nr. 27 / 2015: „Erdogans Schattenkrieger: So ungeniert spioniert Erdogan seine Gegner aus – mitten in Deutschland“ von Josef Hufelschulte, Axel Spilcker https://www.focus.de/politik/ausland/politik-und-gesellschaft-erdogan-und-seine-schattenkrieger_id_4776655.html
  11. Jüdische Rundschau, 6.7.2015: „Das Islamische Zentrum Hamburg“ von Ulrike Becker http://juedischerundschau.de/das-islamische-zentrum-hamburg-135910120/

Jüdische Rundschau, 6.4.2018: „Die Iran-Connection in Deutschland“ von Susanne Baumstark http://juedischerundschau.de/die-iran-connection-in-deutschland-135911959/

  1. Edy Cohen: „There Was a Jewish Nakba, and It Was Even Bigger than the Palestinian One“ (The Tower Magazine, Issue 39, June 2016) http://www.thetower.org/article/there-was-a-jewish-nakba-and-it-was-even-bigger-than-the-palestinian-one/
  2. MEMRI TV: „The Most Honest Arab Muslim On Planet Earth“ (Youssef Al-Husseini, ON TV (Ägypten), 19.6.2017) https://www.youtube.com/watch?v=q9ZSII3qADI

MEMRI TV: „A Wise Honest Arab Muslim Man Tells Muslims The Truth About Themselves – A Must See“ (Al-Arabiya TV, 26.2.2010) https://www.youtube.com/watch?v=hZZMXV_PRXk

  1. Samuel Schirmbeck: „Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen: Warum wir eine selbstbewusste Islamkritik brauchen“, Orell Füssli 2016 https://www.amazon.de/islamische-Kreuzzug-ratlose-Westen-selbstbewusste/dp/3280056365
  2. Abseits vom Mainstream – Heplev, 14.12.2018: „Die fatalen Folgen der Neuschreibung der Geschichte des Westens und der Muslime“ von Raymond Ibrahim (The Jerusalem Post) https://heplev.wordpress.com/2018/12/14/die-fatalen-folgen-der-neuschreibung-der-geschichte-des-westens-und-der-muslime/
  3. Manfred Lütz: „Irre – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen – Eine heitere Seelenkunde“, Gütersloher Verlagshaus, 20. Aufl. 2009 https://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Normalen-Seelenkunde/dp/3579068792
  4. Dushan Wegner, 19.12.2018: »Egal woran Sie glauben«

https://dushanwegner.com/egal-woran-sie-glauben/

  1. n-tv, 2.5.2018: „150 Migranten bedrohen Polizei: Afrikaner verhindern Abschiebung mit Gewalt“ https://www.n-tv.de/politik/Afrikaner-verhindern-Abschiebung-mit-Gewalt-article20415488.html