(David Berger) Derzeit verstärkt sich der Verdacht, dass sich Coca-Cola von einer Fakewerbung, die den Konzern mit AfD-Bashing in Zusammenhang bringt, nicht wirklich distanzieren will. Anfragen von PP und anderen bleiben unbeantwortet.

Die Sache war eigentlich ganz schnell geklärt: Das Plakat, das wie eine Cola-Werbung aussah und eine Propaganda-Botschaft gegen unsere Parteiendemokratie enthielt, stammt nicht von Coca Cola, sondern aus dem in Berlin weit verbreiteten Harz4-Aktivistenproletariat, das sich gerne mit dem Prädikat Aktionskünstler schmückt.

Nicht selten auch, um durch das Pochen auf die Kunstfreiheit illegale Aktionen durchführen zu können, ohne jemals gerichtlich zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Wenn strafbare Handlungen zu Kunst erklärt werden

Auffälliger Weise wusste die taz heute Morgen – vermutlich durch ihre Kontakt ins linksradikale Milieu hinein – mehr:

„Ein ganz anderes Projekt steckt dahinter: Das jüngst aufgestellte Plakat ist Teil des AfDentskalenders – einer Initiative von Aktivist*innen, die ihrer Ansicht nach noch nicht aktiv genug waren, es vielleicht auch nicht sein wollten, aber dennoch den Wunsch verspürten, etwas besonderes in die Weihnachtszeit zu legen. 24 Türchen stehen für 24 Aktionen, die im Monat Dezember Aufmerksamkeit erzeugen sollen: Gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz – die AfD ist also nicht das Hauptziel, sondern der Aufhänger, der Anfang eines Projektes.

So fiel am Montagmorgen der Startschuss mit dieser ersten größeren Aktion, der jeden Tag eine weitere folgen wird. Außerdem wird dazu aufgerufen, ähnliche Aktionen durchzuführen, sie zu dokumentieren und zur Verbreitung freizugeben. Noch gilt es weitere 20 Türchen bis Heiligabend zu öffnen. Die Crew des AfDentskalenders schreibt auf ihrer Website, dass sie etwas tun wollte, statt „weiter zu schweigen, ohnmächtig zuzuschauen oder in der eigenen Filterblase zu versauern.“

Die Fragen, auf die Coca-Cola nicht antworten will

So weit so gut. Die freilich interessante Frage bleibt nach wie vor offen, zumindest fast: Wie hält es Coca-Cola mit der Demokratie, die auf die Existenz einer pluralistischen Parteienlandschaft in Verbindung mit freien Wahlen existentiell angewiesen ist?

Das Plakat macht schließlich aus seiner indirekten Abneigung gegen die Demokratie keinen Hehl. Und bringt gleichzeitig einen großen Konzern wie Coca-Cola mit seinen linksradikalen Propaganda-Sprüchen in engen Zusammenhang.

Und so sind doch die deutschen Verbraucher sehr daran interessiert, wie Coca-Cola zu unserem Rechtsstaat und unserer Demokratie steht. Auch deshalb habe ich der Presseabteilung des v.a. aus anderen Gründen bereits umstrittenen Getränkeherstellers eine weitere Presse-Anfrage mit folgenden beiden Fragen zugestellt:

1.) Distanziert sich Ihr Konzern von der Aussage des Plakats?
2.) Werden Sie juristisch gegen diesen eindeutig strafbaren Missbrauch Ihres Labels vorgehen?

Bislang sind diese Fragen, die in ähnlicher Form auch zahlreiche andere Journalisten und Politiker an den Konzern geschickt haben, auch unbeantwortet. Und ich vermute auch einmal, dass sie unbeantwortet bleiben werden.

„Nicht jedes Fake muss falsch sein.“

Dafür hat die Werbeabteilung von Coca-Cola – in Person von keinem Geringeren als Patrick Kammerer, dem Director Public Affairs & Communications bei Coca-Cola – einen von der Aktion begeisterten Tweet retweetet und bemerkt: „Nicht jedes Fake muss falsch sein.“

Damit können wir uns denken, was Coca Cola auf unsere Fragen geantwortet hätte. Und auch unsere Leser schicken uns seit gestern Abend nicht nur Coca-Cola-Werbung aus der zeit des dritten Reiches – sondern auch immer wieder Fotos, die zeigen, was sie nun von Coca Cola denken:

Auch bei Linken durch Anbiedern keine Freunde gemacht

Aber auch beim linken Publikum, etwa bei dem stark von Artikeln, die lustig sein sollen, geprägten Blog „Volskverpetzer“ lesen wir:

„Aber vielleicht will der PR-Chef von Coca-Cola auch nur davon ablenken, dass ihr „Glacéau Smartwater“ zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“ gewählt wurde und den „goldenen Windbeutel“ gewonnen hat? Foodwatch kritisiert, dass das Wasser von Coca-Cola satte 1,65€ pro Liter kostet – Dabei allerdings herkömmliches Mineralwasser ist. (Quelle) Dann lieber mit Anti-AfD-Statement in die Presse als mit Verbraucherbetrug, nicht?!“

***

MIT EINEM KLICK KÖNNEN SIE DIESEN BLOG UND DAMIT EINEN UNABHÄNGIGEN JOURNALISMUS UNTERSTÜTZEN:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP