(David Berger) Die Springer-Presse ist begeistert. Die schwarzgrüne Koalition, von der man dort seit vielen Jahren träumt und die Merkel nicht hingekriegt hat, soll jetzt ein anderer schaffen: Friedrich Merz.

Die „Welt“ schriebt heute Morgen: „Die Grünen sind die Partei der Stunde, Friedrich Merz ist vielleicht die Zukunft der CDU. Geht da was? Der Bewerber für den Parteivorsitz lobt die Partei, die er früher überaus kritisch sah. Mit einem Grünen ist er besonders eng.“

Sehr offen und sehr liberal

Ausgangspunkt für die Sektlaune in der Redaktion am Sonntagmorgen ist ein Interview, das Merz, der heute seinen Geburtstag feiert, der „Bild am Sonntag“ gegeben hat (der weniger intellektuell daher kommenden Volksversion der „Welt“).

Früher habe er ein etwas gespaltenes Verhältnis zu den Grünen gehabt, aber das sei heute ganz anders geworden. Die Grünen von heute seien ganz anders geworden, sie seien „sehr bürgerlich, sehr offen, sehr liberal und sicherlich auch partnerfähig“. Gelernt habe er das in seiner Männerfreundschaft mit Cem Özdemir: „Wir kennen uns ganz gut und wir teilen in vielen politischen Fragen eine Meinung.“

Ist Nähe zu Linksextremen die neue „Liberalität“?

Falls mal wieder ein Herrenabend auf Cems Balkon stattfindet, sollte man dazu ausnahmsweise auch mal eine Frau einladen: die Spitzenkandidatin der Grünen für den Europawahlkampf, Ska Keller.

Die kann dann nämlich Merz zeigen, was man inzwischen in Merkels Deutschland, das Merz gerne weiterführen will, unter liberal und bürgerlich versteht. Zeigt diese doch eine auffällige Nähe zu linksradikalen, ja teilweise sogar linksextremen und gewalttätigen Organisationen wie der sog. „Antifa“.

Ska Keller: EU-Spitzenkandidaten der Grünen mit auffälliger Nähe zu Linksextremen

Macht aber nichts, schließlich sind die Grünen ja auch gegen die AfD. Und genau auf diesem kleinsten Nenner wird sich auch Merz einfinden. Von einem ähnlichen Hunger nach Macht getrieben wie die Frau, die er ablösen soll. Wie die Konservativen Merz als ihren Heilsbringer feiern können, wird immer mehr zum großen Rätsel. Mehr als die männliche Version von Merkels Kammerzofe Kramp-Karrenbauer hat er nicht zu bieten.

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