„Im Parlament ein Mann, privat auch mal Frau“, so titelt die Süddeutsche Zeitung gestern und stellt Markus Ganserer, MdL der grünen Fraktion im Bayerischen Landtag als erste „Transgender-Person“ in deutschen Parlamenten vor.
Ein Zwischenruf.

Bereits der zweite Absatz enthält FakeNews. Es sei, so die Süddeutsche gänzlich ungegendert, das „erste Coming-out eines Parlamentariers“ in Deutschland. Falsch. Nico Wittmann, 2016 als Nina Wittmann in die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg eingezogen, hat sich Anfang des Jahres 2018 geoutet. Das Problem für die SZ dabei ist wahrscheinlich seine Parteizugehörigkeit: AfD.

Auch der restliche Bericht strotzt vor Klischees und -viel schlimmer noch- ist ein einziges Dokument der Genderideologie.

Dass die Autorin dem Thema Geschlechtsidentität völlig unbedarft gegenübersteht halte ich für verantwortungslos. So liefert sie Nahrung für Vorurteile und zwar gegenüber transsexuellen und intersexuellen Menschen.

Markus Ganserer, der grüne MdL, fühlt sich vom Transsexuellengesetz „pathologisiert“

Das nennt man dann wohl eine gefühlte Pathologisierung. Warum? Weil das Transsexuellengesetz nicht für Menschen wie ihn gemacht ist. Markus Ganserer ist, wie in einer Diskussion in Deutschlands größtem Forum für alle, deren Bezeichnung mit T beginnt, etwas Altbekanntes:

„Ich sehe hier auch nur einen Transvestiten, der sich durch nichts von anderen unterscheidet“

…schreibt ein User.

Und genau das ist es. Markus Ganserer lebt dies „zweimal im Monat aus“. Viel Spaß, warum auch nicht? Nicole Höchst, MdB (AfD) hat in diesem Zusammenhang einmal von den Freiheitsrechten des Einzelnen gesprochen, die es zu respektieren gelte.

So ist das im Land des Grundgesetzes und die Europäer gehen damit größtenteils entspannt um. Er sollte nur aufpassen, dass er keiner Gruppe der von seiner Partei so hofierten, Menschen über den Weg läuft, für die das Unzucht ist. Kann dumm enden sonst.

Genderideologie diskriminiert Transsexuelle und Intersexuelle

Besser als wie im oben angesprochenen Forum kann man die Kritik kaum ausdrücken.

Der Begriff Transgender in seiner Verwendungen den deutschen Medien (!) wirft jemanden, der sich zweimal im Monat als Frau stylt mit IS/TS in einen Topf und tut so, als wären da große Gemeinsamkeiten oder als wäre es das Gleiche. Das sorgt dafür, dass die 80% noch weniger eine Chance haben zu verstehen

TS steht für Transsexualität, also die biologische Tatsache, dass Genetik und Gehirnstruktur gegengeschlechtlich sind, IS steht für Intersexualität, also Genvarianten des Geschlechtschromosoms.

Süddeutsche als Botschafterin der Genderideologie

Die Süddeutsche spricht aber von „weiblicher Identität“ und von einem „Wechsel zwischen den zwei Geschlechtern Mann und Frau“. Der Text strotzt nur so von Vorurteilen wie man sieht. Nur: den meisten Nichtbetroffenen, also 99,7%, fallen diese Vorurteile und Falschaussagen nicht auf.

Und sie nehmen es als Faktum und für transsexuelle und intersexuelle Menschen ist es unmöglich gegen diese Medienmacht erfolgreich aufzuklären.

Die Falschdarstellung der Süddeutschen Zeitung

Markus Ganserer hat keine weibliche Identität oder er stellt sich anders dar, als er ist. Wer eine weibliche Identität hat, will diese leben. Die Transitionsphase kann dabei sicher länger dauern. Es gibt Viele, die sich zuerst falsch einschätzen. Das merkt man erst, wenn man es lebt.

Typisch für Transvestiten, Crossdresser, Transgender, also der Spaß an der Verkleidung bzw. dem temporären Rollenwechsel ist eben die zeitliche Grenze und die Ablehnung von Hormontherapie und geschlechtsangleichenden OPs. Eben weil sie keine -zu ihrer Genetik- gegengeschlechtliche Identität haben.

Aus diesem Grund wechselt er auch nicht zwischen Mann und Frau. Er wechselt nur kurzzeitig die sozialen Rolle. Deswegen wird er nicht zur Frau. Niemand wechselt zwischen Mann und Frau, einfach weil das nicht geht.

Somit ist die Stilisierung zum Opfer des Transsexuellengesetzes  (TSG) auch völliger Unsinn. Er beansprucht eine Opferrolle und zwar ohne jeden Grund. Ein Transgender will keine Namens- oder Geschlechtsänderung und er braucht auch keine. Was soll dann im Pass stehen? Markus Ganserer (jeden zweiten Samstag:Marta Ganserer)?

Es gibt keine Geschlechtsänderung

Abgesehen davon, gibt es keine „Geschlechtsänderung“. Man ändert das eigene Geschlecht nicht, sondern man wird sich lediglich der eigenen Geschlechtsidentität bewußt, was ein langer und emotional extrem anstrengender Selbstfindungsprozeß ist.

Die Geschlechtsidentität aber ist, so Stand der Forschung, durch das Gehirn festgelegt und zwar bereits vor Geburt, also unveränderliches biologisches Merkmal. Nichts von wegen Montag so und Freitag, weil Lady’s Day ist, anders.

„Süddeutsche“ transphob

Da sieht man, wohin der Wirrwarr der LSBTI*-Begrifflichkeiten führt. Eine Identität kann man nicht im Wochenrhythmus ändern. Eine Identität ist da. Wieder einmal herrlich ist auch die übliche Konzentration auf die soziale Rolle dabei.

Wen die Süddeutsche aber zum Opfer macht, das sind transsexuelle und intersexuelle Menschen, die ein Anrecht darauf haben, dass ein wahrheitsgemäßes Bild von ihnen in der Öffentlichkeit gezeigt wird und dass nicht durch völlig undifferenzierte und ideologiegetriebene Artikel Vorurteile geschürt werden.

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