„Kindermund tut Wahrheit kund“, heißt es. Fragt sich nur, welche Wahrheit, und wer den Kindern die Wahrheit vermittelt.

Ein Ereignis anlässlich der Hessenwahl hat mir vor Augen geführt, dass sich bewahrheitet hat, was der SPD-Mann Olaf Scholz, der listig dreinblickende Glatzenmann mit der stupsnasigen Kinderoptik, der Junior-Opa mit dem stets freundlichen Smileygesicht, einst gefordert hat:

„Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern“.

Eine ganz private Beobachtung machte mir klar, dass nicht die SPD der Sieger bei dem hehren Ziel der Indoktrination von Kindern ist. Jemand anders zeichnet sich schon ab: Es sind die „Demokratie sichernden“ öffentlich-rechtlichen Medien.

Der Abend bei uns verlief, wie das an einem Wahlabend üblich ist. Spätestens bei der Tagesschau will man wissen, wo’s jetzt langgeht mit der CDU und den anderen Parteien, wie das Frontpersonal wohl auf die zu erwartenden Ergebnisse reagiert und welche Parteienkonstellationen denkbar sind. Die Familie, dabei mein ältester Enkel, 10 Jahre alt und seit diesem Schuljahr Gymnasiast, sitzt beisammen.

Außer der eingebleuten Polit-Phraseologie  haben die machthungrigen Machtverlierer nicht viel zu sagen:

„Gibt es nichts zu beschönigen/ erst einmal genau analysieren / mit jeder demokratischen Partei [außer der AfD!] sprechen …“ .

Das hat mich nicht beeindruckt, das ist das üblich Nichtssagende. Die eigentliche Überraschung des Abends war der Kommentar meines Tochterkindes.

Als der Spitzenkandidat der AfD von Hessen, Rainer Rahn, im Bild erscheint, um seine Stellungnahme zum Ergebnis der AfD abzugeben, kommentiert mein Enkel spontan: „Der hat ja schon einen Hitlerbart.“