Geht es nach der Stadt Wien, soll das seit 2013 geplante und mittlerweile fertiggestellte Denkmal für den polnischen König Jan Sobieski am Wiener Kahlenberg nun doch nicht aufgestellt werden. In den polnischen Medien wird bereits über eine mögliche Rücksichtnahme auf die türkische Bevölkerung in Wien spekuliert.

Die Plattform „Gedenken 1683“ fordert eine rasche Aufklärung dieses Falls. Vor wenigen Tagen berichteten zahlreiche polnische Medien über die Weigerung der Stadt Wien, das seit 2013 geplante und mittlerweile fertiggestellte Denkmal für den polnischen König Jan Sobieski zu errichten.

Fragwürdiger Denkmalbeirat

Auslöser für den medialen Wirbel war die Beantwortung einer von „Polonika.at“ gestellten kritischen Anfragean den Wiener Landtag durch den Landtagspräsidenten Ernst Woller (SPÖ). Dieser beruft sich darin auf eine negative Entscheidung eines erst 2017 eingesetzten Denkmalbeirates der Stadt Wien und verweist auf Gespräche zwischen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), der Denkmalinitiative und des Krakauer Bürgermeisters um eine Lösung für das Problem zu finden.  Die vermeintliche Abmachung, das Denkmal nach Krakau umzusiedeln, dementieren die Vertreter des Komitees zur Errichtung des Denkmals jedoch. Sie zeigen sich vor allem verärgert und fühlen sich von der Stadt Wien im Stich gelassen.

 „Anti-Türkische“ Untertöne?

Worauf die negative Entscheidung des Beirats gründet, erwähnt Ernst Woller, der 2013 noch selbst an der Grundsteinlegung des Sockels teilnahm, jedoch nicht. Laut dem polnischen Radio „Polskie Radio“ gäbe es Hinweise, dass eine vermeintlich „anti-türkische Wirkung“ des Denkmals der Grund für die Entscheidung gewesen sein könnte.Auch der Vorsitzende des Komitees äußerte diese Vermutung. Ob dies tatsächlich zutrifft, ist jedoch nicht klar. So soll es weder vom Denkmalbeirat noch von zuständigen Politikern eine schriftliche Begründung für die negative Entscheidung geben.

Plattform „Gedenken 1683“ verurteilt Vorgänge

Die Plattform „Gedenken 1683“, die sich laut Eigenaussage der „Pflege des kulturellen Gedächtnisses an die Zweite Wiener Türkenbelagerung“ widmet, verurteilt das undurchsichtige und vor allem unprofessionelle Vorgehen der Stadt Wien scharf:

„Es darf nicht passieren, dass ein 2013 genehmigtes und mittlerweile fertiggestelltes Denkmal von einem erst 2017 gegründeten Beirat nachträglich und ohne ersichtlichen Grund abgelehnt wird. Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die in den letzten Jahren Zeit, Energie und Geld in die Realisierung des Denkmals investiert haben“, so Philipp Huemer, der Sprecher der Plattform.

Sollte die von Vertretern der polnischen Seite geäußerte Vermutung stimmen, dass das Denkmal aus Sicht der Verantwortlichen der Stadt Wien möglicherweise eine „anti-türkische Stimmung“ verbreiten würde, wäre dies ein handfester Skandal:

„Die Befreiung der Stadt Wien im Jahr 1683 ist ein zentrales Ereignis der österreichischen und europäischen Geschichte. Die aktive Verhinderung eines Denkmals daran, aus Rücksicht auf vermeintliche Befindlichkeiten einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, wäre ein verheerendes Signal und definitiv ein Schritt in die falsche Richtung“, so Philipp Huemer weiter.

Aufruf zu Gedenkzug

Man selbst werde die Erinnerung an die Schlacht am Kahlenberg gerade angesichts dieser Vorgänge weiterhin hochhalten:

„Ich lade nun gerade all jene, die über diese fragwürdige Entscheidung der Stadt Wien zurecht enttäuscht sind, am 8. September zu unserem Gedenkzug am Kahlenberg ein. Zeigen wir gemeinsam, dass unsere Identität nicht verhandelbar ist und setzen wir ein notwendiges Zeichen FÜR eine positive Erinnerung an 1683!“, so Philipp Huemer abschließend.

Der Treffpunkt für den Gedenkzug ist am Samstag, den 8. September, um 18:30 Uhr vor der Josefskirche am Kahlenberg. Die Veranstalter empfehlen die Anreise mit dem PKW über Klosterneuburg. Für einen gesicherten Parkplatz wird gesorgt sein.

Die Türken vor Wien: Gedenkzug anlässlich der Schlacht am Kahlenberg

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44 Kommentare

  1. „Geschichtsklitterung“ ist nicht neu. Ereignisse weglassen oder Opferzahlen „ändern“… . Immer wieder gebraucht, um gewisse Ideologien zu fördern, durchzusetzen oder zu verhindern. Der WACHE Bürger ist gefragt, mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen. Und ggf. Korrektur anzumahnen. (Drohung mit dem „Verfassungsschutz“ (Beobachtung) hin oder her.) Wir leben in „interessanten“ Zeiten!

  2. …und gleichzeitig werden Moscheen eröfnet,die nach osmanischen Eroberern benannt werden – „Die Moscheen sind unsere Kasernen… die gläubigen unsere Soldaten“. In NRW allein gibt es zahlreiche „Fatih“ bennante Moscheen: Vom Arabischen fataha – „öffnen, erobern“
    Diese Dhimmis kotzen mich einfach nur noch an!

    • Gerade habe ich mir die Mühe gemacht, bei Wikipedia nachzuschauen und die gelisteten Fatih-Moscheen zu zählen: 52 alleine in Deutschland eine in Wien. Sie beziehen sich alle auf Mehmed II Fatih ( = der Eroberer), der 1453 Konstantinopel eroberte und dabei mit widerwärtiger Grausamkeit vorging. Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, hier Moscheen nach ihm zu benennen.

      • Es sind noch mehr. Ich hatte vor ein paar Wochen eine konkrete Fatih-Moschee gesucht, habe aber leider vergessen, wo das war, und sie war in dieser Liste nicht dabei, aber auf Google-Maps habe ich sie gefunden.

      • Um so schlimmer – und unbegreiflich, dass Deutschland sich diese Provokation widerspruchslos gefallen lässt. Man sollte vor jeder dieser Moscheen ein Plakat anbringen, das über die Bedeutung des Namenspatrons aufklärt. Wahrscheinlich wird man dann aber wegen Volksverhetzung zu einer saftigen Strafe verurteilt.

  3. In Wien gibt es zur Erinnerung an die Beendigung der Türkenbelagerung 1683 einen „Türkenschanzpark“ mit vielen schönen Bäumen aus aller Welt. 2017 wurde einer der schönsten, eine völlig gesunde riesige Deutsche Eiche eines Tages umgeschnitten und entfernt. Wer das wann mit welcher Begründung veranlasst hat, wurde diskutiert, aber nie
    publiziert .

    • Das ist mal eine an Deutlichkeit nicht mehr zu überbietende symbolische Handlung, wenn im „Türkenschanzpark“ die deutsche Eiche entfernt wird.

      • lächerlich das hat sicher nichts mit symbolik zu tun wissen sie wie oft in dem Park ein Baum fällt

      • Ich halte den Vorwurf auch für ein bisschen weit hergeholt. Wer sagt denn: „Ha, da steht eine Eiche, die muss weg wegen ihrer völkischen Symbolik,“ ? Vielleicht war sie morsch, das sieht man nicht unbedingt von Außen, aber das hätte man den Bürgern deutlich vermitteln können und sollen.

  4. Wir senden völlig falsche Signale an die Unterwerfungsideologie!
    In Wien soll ein Denkmal verhindert werden und bei uns stellt man
    eine Statue von Erdolf auf.
    Verstehe einer das. Ich nicht.

  5. Der Irrsinn feiert nicht nur in Germany fröhliche Urständ, Österreich will anscheinend nicht zurückstehen. Überall vorauseilender Unterwerfungseifer. Ganz falsche Signale , ihr lieben Gutmenschen, ganz, ganz falsche !

  6. Das geht aber schnell. Zwei christliche Oberhirten legen das Kreuz ab. Politiker freuen sich über Moscheen, die ungeniert die Namen bedeutender türkischer Eroberer tragen. Die Erinnerung an die Rettung der Stadt Wien vor den Türken ist den Wienern peinlich.

  7. …daß man sie brauche, um sonst nicht Durchsetzbares realisieren zu können.
    Und Merkel ist froh, daß ihre Theorie von der „Demokratie als Randnotiz der Geschichte“ (sinngemäß 2005 auf der Veranstaltung „50 Jahre CDU“ so verkündet) Realität geworden ist.
    Gnade uns allen Gott, falls man das so noch sagen darf…

  8. Es scheint, als ob die EU tatsächlich einen Plan hat: Die autochthonen Einwohner solange durch die Invasoren piesacken lassen und alles totschweigen und jede Notwehr dagegen kriminalisieren. Und wenn die „schon länger und leider immer noch hier lebenden“ dann durchdrehen und es zu echten Ausschreitungen kommt, dann hat man endlich die Krise von der Schäuble mal sagte….

  9. PS.: Polen brauchte damals Wien nicht, aber Sobieski mobilisierte ein gewaltiges Heer um das Abendland zu schützen- schöner dank an die Gefallenen aus dem linksversifften Wien, das ihm damals sein dekadenter A.. gerettet wurde. Echte Völkerverständigung der politisch korrekten Art. Dummerweise hat Unterwerfen im osmanischen Reich nie zu Gleichberechtigung sondern nur zu Überleben geführt.

    • Das gewaltige Heer bestand aus 27 000 statt der versprochenen 40 000 Mann; das Fußvolk beteiligte sich überhaupt nicht, die Reiterei (mit dem Federschmuck) erst ab Mittag an der Kahlenbergschlacht und blieb schon wenig später im bereits verlassenen türkischen Lager hängen, wo es viel Interssantes zu sehen gab – weswegen der Begründer des Kaffehauses nicht Müller oder so, sondern Koltschitzky heißt

    • Fortsetzung. Das Heer worde kommandiert von dem deutschen Reichsmarschall Karl V. Herzog von Lothringen, die Truppen waren Österreicher, Bayern, andere Süddeutsche, Westdeutsche, zusammen keine 80 000 Mann. Meine Leute aus Brandenburg-Preußen durften wegen eines Vertrages mit Ludwig XIV. von Frankreich, der den Fall Wiens sehnsüchtig erwartete, noch nicht dabei sein, kamen aber 1Jahr später. Sobie

      • Oh, noch ein Karl V.
        Ich kenne nur „Karl der Fünfte wurde nicht gefragt, hat Süleyman von Wien verjagt“, aber das war ein paar Jahre nach der Ersten Wiener Türkenbelagerung.

    • Leider geht’s hier verkehrtherum, der Anfang ist unten. Fortsetzung: Sobieski hatte die Türken einmal in Podolien – darum gig es Polen – besiegt, was ihm die Krone einbrachte, danach aber lauter Niederlagen kassiert, weswegen er Frieden schloß und sich dem später angegriffenen deutschen Kaiser Leopold I. anschloß die militärischen Leistungen der Polen waren erbärmlich, aber 1699 bekamen sie Podol

    • Polen hatte damals ein Problem mit Sklavenjägern aus dem Osmanischen Reich. Daher war damals auch für Polen wichtig, die Osmanen abzudrängen.

  10. Gut so, schaffen wir die letzten Spuren unseres kulturellen Erbes ab, damit die nächste türkische was auch immer Ministerin noch realistischer behaupten kann, dass es bei uns niemals Kultur gab. Vielleicht sollten die Verantwortlichen doch lieber in die Türkei ziehen und auf den Koran schwören oder bei H…bo auf eine Tüte Goldbären, wenn das, was ihre Vorfahren geleistet haben, so schlimm ist.

    • Maja, ich befürchte, daß hier alle Messen gesungen sind. Die Deutschen haben ihre Chance 2017 vergeigt – und die Niederländer, Schweden und Franzosen schon früher. 80 % haben den Ernst der Lage in ganz West- und Nordeuropa offensichtlich nicht einmal ansatzweise begriffen. Und dann mit durchgeschnittener Kehle fällt das Verstehen von einfachen Zusammenhängen noch schwerer….

  11. Ich bin in der Nähre der schlesischen Stadt Tarnowitz geboren.Jedes Jahr wird im Herbst ein Straßenzug gefeiert zu Ehrung des Königs Sobieski.Er hat in der Altstadt im J 1683 übernachtet, während er auf dem Weg nach Wien war.Da in Polen ist die Tradition noch lebendig.Nur hier im Westen wird alles abgeschafft.Schlimm für die Christen.

  12. Passt doch lueckenlos ins bild : der islam bestimmt die richtung . Nichts geschieht mehr gegen die mohamedaner .Nur noch willfæhrig ducken und kuschen . Der koran verlangt dieses vorgehen : schritt fuer schritt die eigenen interessen durchsetzen,immer vorwærts ,nie zurueck.

  13. Ohne die gewonnene Schlacht am Kahlenberg gäbe es unsere freiheitliche Kultur in Europa überhaupt nicht.
    Die gesamte menschheitliche Entwicklung wäre vermutlich im 16. Jhd stehengeblieben oder hätte sich sogar wieder rückwärts entwickelt.
    Die Ideologie (Idiotie) eines Mohammed lässt keine gedeihliche Entwicklung der Menschheit im Sinne von „Aufklärung“ zu.

  14. Wenn das so stimmt ,ist das für mich als „waschechten“ Ösi“ eine Ohrfeige !
    Nicht nur Europa schaffte sich schon ab ….

  15. Und was ist mit den vielen Moscheen welche nach Islamischen Eroberern oder Christenschlächter benannt sind?? Das beleidigt die einheimische Bevölkerung nicht??

    • Die Menschen sind so ahnungslos; einige Kollegen (Dipl.-Ings.) versuchen mir jeden Tag zu erklären, wie gut es uns doch allen gehe. Es gäbe keine Islamisierung und „Mensch bleiben“ wäre für uns das Allerwichtigste: Sinngemäß also die Invasoren hegen und pflegen und den bösen „Rechten“ nicht glauben. Denn: „Hört auf Mutti, sie hat immer Recht und will nur euer Bestes…!“

  16. Es kann da etwas nicht stimmen keine Privatinitiative kann an den Wiener Landtagspräsident Anfrage stellen offenbar bestand bei der Fertigstellung des Denkmals noch keine Genehmigung durch die Behörden bestanden sonst hätte sich der Beirat nicht damit befasst warum wurde also die Geschichte fertiggestellt ohne Genehmigung

  17. Tja, nun sind die Türken nicht mehr nur VOR Wien, sondern IN Wien.
    That makes the difference.

    Egal, das Denkmal muß UNBEDINGT aufgestellt werden.
    Übrigens, wie präzise doch die deutsche Sprache ist: Denk mal!! Genau, denkt mal.

    • Ja, sie haben aus der Niederlage gelernt und sind listiger geworden: Sie kommen einfach ohne Waffen, da kann man nicht gegen sie kämpfen.

  18. Das Denkmal zu verweigern, ist so absurd, wie wenn eine amerikanische Stadt mit Rücksicht auf ihren deutschen Bevölkersanteil ein Denkmal für Eisenhower ablehnen würde, nur weil der erfolgreich gegen Nazi-Deutschland gekämpft hat.

    • Mmh, also Eisenhower? Der den Deutschen Soldaten den Kriegsgefangenen-Status aberkannte, sie dann einfach DEF nannte und zu Hunderttausenden verrecken ließ? Eine kritische Sicht gegenüber der Propaganda unserer Befreier wäre angebracht.

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