(David Berger) Nach der Kritik des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ an dem bekannten Dominikanerpater Prof. Wolfgang Ockenfels hat sich nun auch der Predigererorden, genauer die Dominikanerprovinz Teutonia, von der Position Ockenfels‘ zur AfD distanziert. 

Anlass der Kontroverse war die Mitgliedschaft des bekannten Wissenschaftlers und Geistlichen im Kuratorium der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Werden Hasspredigten gegen die AfD zur wichtigsten Aufgabe katholischer Priester?

Die Stellungnahme der Ordensleitung liest sich wie ein Text der Amadeu-Antonio-Stiftung zum Themenkomplex AfD und Migration.

„Uns geht es nicht um die Sache“

Nationalistische Tendenzen würden „zunehmend über die Idee eines gemeinsamen Europas gestellt – so auch festgehalten im Grundsatzprogramm der AfD“, zeigt sich Provinzial Pater Peter Kreuzwald, der das Schreiben unterzeichnet hat, besorgt. Die AfD sehe alles zu einfach und instrumentalisiere die Flüchtlingspolitik mit „vereinfachter Polemik“. In der AfD sieht der Hochwürdige Herr einen „wachsenden Gebrauch einer verrohenden und plakativ-vereinfachenden Sprache der Abgrenzung und Abschottung, die bisweilen gar in offene Feindseligkeit mündet.“

Und kontert: „Dabei kann nicht oft genug deutlich gemacht werden, dass es nicht um eine ,Sache‘ geht, sondern um Menschen.“  Als Predigerorden sei „es unsere Aufgabe, in einer vernünftigen Sprache differenziert und ausgewogen die gegenwärtigen Herausforderungen ins Wort zu bringen.“

Weltfremde Worte aus Klostermauern

Die zitierten Stellen sind keine „Einzelfälle“ oder Ausrutscher. Auf weite Strecken liest sich das Papier von Kreuzwald entweder komplett nichtssagend oder wirr und undifferenziert. Man merkt: Hier schreibt einer, dem das politische Denken nicht in die Wiege gelegt wurde, der im Kloster von der Realität der Menschen offensichtlich sehr wenig mitbekommen hat und überdies mit pastoralen Modevokabeln wild um sich wirft, um die fehlende Botschaft irgendwie zu kaschieren.

Viel ist es nicht mehr, was der einst so renommierte Dominikanerorden in Deutschland an intellektueller oder spiritueller Kapazität aufzuweisen hat. Umso bedauerlicher, dass er sich nun auch noch eine der wenigen verbliebenen Hoffnungsgestalten zur Ordnung rufen will. So werden sich die überall in Deutschland immer leerer werdenden Dominikanerkonvente kaum wieder füllen … Aber als Alternative bietet sich ja dann die lukrative Unterbringung von jungen unbegleiteten Flüchtlingen in den Klostermauern an.

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41 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Berger,
    die Haltung des Provinzoberen des Dominikanerordens verwundert mich nicht. In unserem Land ist man von Seiten der Klerikal-Oberschicht gänzlich auf Linie der Bundeskanzlerin. Bei mir in München wurde einem Salesianerpater seitens seines Hausoberen verboten Mission und Evangelisation gegenüber den im Salesianum lebenden muslimischen Flüchtlingen zu betreiben.

  2. Der griechisch-orthodoxe Bischof Ambrosios von Kalavrita hat den griechischen Premierminister beschuldigt, an den schweren Bränden in Griechenland mitschuldig zu sein. „Der atheistische Premier Alexis Tsipras zieht den Zorn Gott auf uns herab.“, … (kath.net). Dominikus beschuldigt seinen Orden …

  3. Die dicken Klostermauern sollten doch den Neugästen richtigen Schutz bieten, nur dort kann man keine Subkultur, Dealen, Messergebrauch u.a. praktizieren. Und dann noch bei den Ungläubigen wohnen, das verbietet der Koran, jeden Freitag über TV-Antenne und Betstunde daran neu erinnert. Was soll das alles, der Islam will sich nicht integrieren lassen, begreifen wir das denn nicht?

  4. 13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi.
    14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.
    15 Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.

    2 korinther 13 14 15

  5. Hier soll wohl eine der wenigen Lichtgestalten des Ordens entsorgt werden. Freilich zugunsten eines „weltoffenen“ und „toleranten“ Image des Dominikanerordens, wo es natürlich ohne eine Distanzierung von der AfD nicht geht, wenn man in dem linksgrünen Spiel mit dabei sein möchte.

  6. Ich glaube, daß man das dumme Gehabe und Gerede, nun auch der Kirchen, in Zeiten der mittlerweile sogar globalen Gleichschaltung, nicht wirklich ernst nehmen sollte. Die, die der Gleichschaltung heute frönen, hatten es auch 1933 schon getan. Von Kirchen bis zu Fussballvereinen. Aktuelles Beispiel die Eintracht Frankfurt. Dem Gleichschaltungschaos folgte immer Einsicht. Also einfach ignorieren!

  7. Diese Leute hören und lesen nur die Lügenpresse,wo soll die Erleuchtung herkommen,außerdem will die AfD die Kirchensteuer abschaffen,dass macht denen Angst.Die Flüchtlinge sind zum täglichen Geschäft geworden und eine gute Ablenkung von den vielen Austritten und bei dem Papst—was soll da werden ,es tummeln sich soviele linke Uboote in den Kirchen

  8. Gespensterglauben ist bekanntlich eine Geisteskrankheit. Es ändert auch nichts, dass Geisteskranke sich untereinander organisieren und Einzelne von ihnen wie Parasiten die anderen aussaugen und abzocken. Ein vernünftiges Gespräche ist mit solchen Leuten bekannterweise nicht möglich. Könnte man mit ihnen vernünftig reden, dann gäbe es diese Gruppe gar nicht.

  9. Der Stadtdekan von Stuttgart, der von Fürth, der von Würzburg, der von … Sie alle durften als Minenhunde ihrer Bischöfe sich mit Rot auf der Straße gemein machen.
    „Ist es wieder so wie 1933?“, fragte Ignatz Bubis. Ja, aber es geht mal anders herum. Kürzlich las ich, dass Bischöfe 1944 nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wegen der Rettung des Führers Dankgottesdienste abhielten.

  10. Soso, um Menschen geht es…Warum dann bei den Hiesigen (Notleidenden) nicht? Warum wurde dann Kindesmissbrauch nicht sofort gestoppt/aufgearbeitet? Usw. Mehr Heuchelei geht nicht..
    Gott geht es aber um die Sache. Seine Gerechtigkeit gibt „den unverlierbaren Maßstab für jede nur mögliche Gerechtigkeit unter den Menschen“. (Kathpedia)
    Und dazu siehe z.B. Pastor Tscharntkes „Flüchtlingspredigten“.

  11. Erzbischof Zollitsch gab im April 2013, nachdem sich in seinem Bistum der AfD-Landesverband Baden-Württemberg bildete, ein Interview, in dem er behauptete, die AfD schüre Vorurteile. Alle 3 gewählten AfD-Landessprecher waren Katholiken darunter 2 Mitglieder des Cusanuswerks, der Studienförderung der Kath. Bischöfe. Zollitsch hat nie mit ihnen gesprochen. Die Amtskirche ist Expertin für Vorurteile.

  12. Alle Flüchtlingsunterkünfte schließen und die Insassen bis zur baldigen Abschiebung in kirchlichen Gebäuden unterbringen! Die Kosten für den ganzen Flüchtlingszirkus aus der Kirchensteuer begleichen. Die Gehälter für die Bischöfe etc. auf franziskanisches Niveau absenken.

  13. Ja ja, die Katholische Kirche und ihr verschobenes Weltbild und Selbstverständnis…

    Die werden auch noch wach, wenn die ersten Pfaffen von irgendwelchen Musels abgestochen werden…, Frankreich und der ermordete Priester, das war alles noch zu weit weg, um den Verstand einzuschalten, bzw. eingeschaltet zu lassen…

    …die evangelische Kirche ist auch nicht besser…!

    Alles Schmierentheater…!

    • Sind die französischen Kirchen denn wach geworden?
      Nachdem 2015 muslimische Bootsflüchtlinge Christen über Bord geworfen hatten und in Italien verhaftet worden waren, tat Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon das mit den Hinweis ab, auf den Booten sei viel Stress, wozu mir auch nur einfiel, ich hätte zuerst die Raucher über Bord geworfen.

  14. Ich gewinne auch zunehmend den Eindruck, als habe in den letzten Jahren eine Art Transformation hinter Kirchen- und Klostermauern stattgefunden. Diese altgedienten ‚Neo-Geistlichen‘ erscheinen mir heute irgendwie ‚irdischer‘, geistig und geistlich verwandelt, massiv politisch ambitioniert und exponiert.

  15. Als einer, der als Benediktiner ins Kloster eintreten wollte und der sich über die Jahre den Kontakt mit dem Kloster und dem Novizenmeister erhalten hat, war ich vor 2 Jahren vor den Kopf gestoßen als ich die Realitäts fernen Äußerungen zur sogen. FlüchtlingsKrise dort vernahm. Sehr viele in den Kirchen drehen ab und zeigen, wie sehr man die Nachfolge Christi als Moralismus missbrauchen kann.

  16. Die Merkel System muss eine irre Angst davor haben, das immer Menschen in Deutschland aufwachen und sich ihre eigene Meinung bilden zum Thema Asyl und was das für unsere Bevölkerung letztendlich bedeutet. Jetzt werden die Amtskirchen und die Pfarrer auch dazu benutzt, Abweichler des Merkel Systems zu Stigmatisieren.

  17. Wenn die Verrohung der AfD so weit ginge, wie die der RK Kirche im Mittelalter müsste man sich tatsächlich ernsthafte Sorgen machen. Aber den Vorsprung, den hier die RK Kirche hat ist uneinholbar. Andererseits macht die AfD den Menschen klar, welche Lumpen + Nichtsnutze in Soutanen in unserer Zeit herumlaufen. Marx, das vollfette, feige klerikale Ekel ist das abschreckendste Beispiel.

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