(David Berger) Mit einem Schreiben an Markus Söder hat die Präsidentin der Desiderius-Erasmus-Stiftung Erika Steinbach den ihr von Ministerpräsident Seehofer verliehenen Bayerischen Verdienstorden gestern zurückgegeben.

Auslöser war das inzwischen jeden Rahmen des politischen Anstands sprengende Verhalten der CSU im Landtagswahlkampf. Im Bezug auf die AfD hatte die CSU vor einigen Tagen erklärt, „brauner Schmutz“ habe in Bayern nichts verloren.

Die CSU habe nicht verstanden, dass sie damit sich selbst beschimpfe, denn keine Partei stehe ihr derzeit inhaltlich näher als die AfD. Diese sei „Fleisch von ihrem Fleische“, so Steinbach.

Bayerns AfD-Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Martin Sichert hat sich angesichts dieses Schritts erfreut gezeigt:

„Erika Steinbach zeigt wahre Größe. Sie steht zu Ihrer Meinung und verzichtet auf einen Verdienstorden, der ihr vom Altparteien-System verliehen wurde. Einem System, das die eigenen Werte wie Toleranz, Respekt und demokratisches Miteinander mit Füßen tritt.“

Erika Steinbach stehe damit im krassen Gegensatz zu Leuten wie Juli Zeh oder Dunja Hajali, die mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden.