Ein Gastbeitrag von A.R. Göhring

Gelernte DDR- Bürger fühlen sich seit spätestens zwei Jahren häufig in eine Zeit versetzt, die man in den 90ern eigentlich abgehakt hatte. „Ich fühle mich wie in der DDR `86 – man darf nicht alles sagen, aber man merkt, es knallt gleich“, wie mir ein Sachse zum dreißigjährigen „Jubiläum“ 2016 ganz unverblümt mitteilte.

Ein Grund für das ostzonale Revival im Alltag sind die hohlen linken Parolen und Phrasen, die man wieder in erstaunlicher Zahl zu hören bekommt.

Unter Spitzbart und Honni waren es zum Beispiel „Sozialismus“ „Frieden“ und „Antifaschismus“, die aus den roten Medien, in der Schule und aus Verlautbarungen Offiziellen nicht wegzudenken waren. Sozialistisch waren die roten Kleptokraten allerdings sicher nicht; und mit Friedfertigkeit ließen sich die Atomwaffen und die gut organisierten Streitkräfte wie NVA und Rote Armee auch nicht so recht vereinbaren. Und die offiziöse Kranzabwurfstelle beim ehemaligen KZ Buchenwald auf dem Weimarer Ettersberg war eher antifaschistische Camouflage. Die alten NSDAP-Mitglieder im ZK der SED sagten uns etwas anderes.

Heute sind es – erstaunlich ähnlich – linke Begriffe wie „Buntheit“, „Vielfalt“, „Toleranz“, „Weltoffenheit“, und natürlich „Antifaschismus“ oder „Antirassismus“, die bei jeder unpassenden Gelegenheit textbausteinartig und pflichtschuldig wiedergekäut werden.

Nehmen wir einmal den Fall des „rassistischen“ Jura-Professors Thomas Rauscher aus Leipzig, der mit seinen unerlaubten politischen Ansichten den Zorn der Universitätsleitung, des Dekans und natürlich der sozialdemokratischen Wissenschaftsministerin auf sich zog.

Was sagten diese seine Vorgesetzten zu seiner unerlaubt nicht-linken Meinungsäußerung auf Twitter?

Die Parolen-Parade hat schon etwas unfreiwillig Lustiges:

„Die Leitung der Uni hat Rauschers Äußerungen ausdrücklich verurteilt. Wir stehen für …

** Weltoffenheit **

und ** Toleranz **

und stellen uns gegen intolerantes und fremdenfeindliches Gedankengut>“

also für ** Antifaschismus **

„Drygalas Fakultät dazu am Mittwoch: „Die Juristenfakultät Leipzig missbilligt die über Twitter verbreiteten Äußerungen von Herrn Professor Rauscher, die auch in der Öffentlichkeit als

** rassistisch **

wahrgenommen wurden. Lehre und Forschung betreiben wir nach dem Leitbild eines

** weltoffenen **

und ** toleranten ** Miteinanders.“

„Auch Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat die Nase voll und prüft Ermittlungen: <Sachsens Hochschulen sind

** weltoffen **

und international.“

Ob Ministerin Stange, Dekan Drygala und die Unileitung voneinander abschrieben? Oder gibt es längst einen politisch-korrekten Satzbaustein-Generator von Adobe oder Kaspersky? Oder ist der Neusprech so tief drin, dass die Phrasen von alleine kommen? Ich vermute letzteres.

***

Unser Youtube-Tipp zum lustigen Parolengekreische in der Causa Rauscher, bei dem ich ein bisschen geklaut habe: Der Schattenmacher

16 Kommentare

  1. Mich graust es vor den Universitäten, dort lauern die Denunzianten wie einst in der DDR.
    Dank links-grüner Hegemonie ist die hehre Wissenschaft auf den Hund gekommen.
    Die links-grünen Ideologen möchten sich die Sprache unter den Nagel reissen.
    „Weltoffen und bunt“ geht es also zu, wenn z.B. überwiegend junge Männer aus einem gewissen Kulturkreis ins Land kommen.
    Und die wahre Bedeutung des Begriffs „Heimat“ wurde kürzlich von Herrn Maas erklärt.

  2. Eine Regierung von Moskau treuen Vasallen und Todesfälle die nie aufgeklärt wurden auch das war die DDR neben der Völkerfreundschaft mit allen Staaten.Das waren Volksverräter Nr.1. Das nur zu meiner Wut wie heute das SED Regime gefeiert wird.Nur das Allerschlimmste in der Geschichte Deutschland nach dem Krieg ist das eine Kanzlerin früher als Jung FDJ-lerin ( gut angepasste überzeugte Gesinnungsgenossin)zu den führenden Leuten eines demokratischen Deutschlands heute gehören.

  3. Mich dünkt, es handelt sich nicht nur um ein Phänomen des Merkel-Staates und der DDR. Im Dritten Reich schien es, zeitgenössischen Quellen folgend, ganz ähnlich gewesen zu sein, wenn auch mit anderen Vorzeichen.
    Offenbar ist das Phrasengedresche um die Meinungsfreiheit zu unterbinden, ein Kennzeichen aller totalitären Staaten, weltweit.

  4. Habe grad im ARD „Hotel Heidelberg“ gesehen. Wollte für meine Zwangs-Gebühren nur etwas Entspannendes und Kurzweiliges sehen. Aber- als wenn ich es geahnt hätte- Propaganda-TV vom Feinsten!! Böse NAZIS überall, eine couragierte Hotel-Chefin und „die Mehrheit der Aufrechten“ , die den bösen Bösen die Stirn bieten!! Zum Kotzen! Ich würde gerne mal solche Einlagen im Kampf gegen linksversiffte Gutmenschen sehen. Wenn sich die Menschen erheben gegen Terror der ANTIFA z.B. Ob sich mein Traum je erfüllen wird? Mit Sicherheit nicht in MERKell`s Propaganda-Sender ARD. Ich bin wohl im falschen Film. Und in diesem Film wurde im Nachhinein das Entsorgen der deutschen Fahne (sieheMerkel) noch als gute Tat gerechfertigt. So wäscht man Merkel medial sauber.

  5. Etwas Freiheit ist uns NOCH!! geblieben. Da man in keiner Weise etwas kritisches Schreiben durfte geschweige so etwas wie hier veranstalten durfte ohne von der Bildfläche für Jahre in Bützow,Bautzen oder Brandenburg sich für Jahre einzurichten zu dürfen.Dennoch sind die Medien des jetzigen Deutschlands nicht frei.
    Im KIKA werden die Kleinen jetzt darauf vorbereitet in einer Bunten Umgebung zu leben-vor Allen wie schön das ist! Im TV für Erwachsenen werden die Unendlichkeit-Serien auch immer bunter.
    Eine Kultur der Erziehung zum Multikulti ist im Gange.

  6. Apropos Parolen.
    Bin gerade durch Berlin in der U-Bahn gefahren. (ohne 2 Tempelritter als Personenschutz leider).
    Neben mir sitzt ein junges Mädchen mit schwarzen Hidjab, eine Bank weiter kreischen 4 schwarze Schulmädchen durch das Abteil und im U-Bahn- eigenen „TV, Berliner Fenster“ wird mir die Parole
    „BUNTE, TOLERANTE STADT“ um die Ohren geschlagen……
    Tja Leute, wenn ich nicht tolerant wäre, hätte dieses Erlebnis anders ausgehen können.
    Aber wo bleibt die Toleranz mir gegenüber ?

  7. Das mit den Parolen und dem Meinungsdiktat in der Ex-DDR, das stimmt schon. Doch so einiges wäre dort NIE oder nur 1x vorgekommen, nämlich, das sich ausländische Menschen, vom Steuerzahler lebende angeblich Schutzsuchende, gegen die Bevölkerung richten, sie bedrohen und sogar abmessern und in aller Ruhe Parallelgesellschaften gründen. Undenkbar wäre das in der DDR gewesen. Wir waren laut staatlicher Vorgabe; die meisten waren es sowieso; für Frieden und Völkerfreundschaft und auch für humanitäre und wirtschaftliche Hilfe, das ja. Und so kamen ja auch über Jahre Menschen aus ärmeren Ländern wie Kuba oder Vietnam, wurden ausgebildet und anschließend nach Hause geschickt um ihr Land aufzubauen. Nach dem, was heute mit Deutschland passiert, bin ich mir sicher, das war ein viel besserer Weg. Es ist einfach Volksverrat und nichts anderes, wenn eine Regierung meint, Fremdes sei alternativlos schützenswerter als das Eigene. Das wenigstens haben sich die DDR-Bonzen nicht zu Schulden kommen lassen.

  8. Hallo Herr Berger,
    mit diesen Aussagen über „Spitzbart“ und „Honni“- Respektlosigkeit…
    Die Rote Armee und NVA waren Garant das von europ.Boden (!!) kein Krieg angezettelt werden konnte- und die Aussage von NSDAP Mitgliedern in der SED-woher haben Sie diese Weisheiten- da zu wären Quellen angebracht…
    Es nützt Ihren Lesern herzlich wenig,wenn Sie eine unmittelbare Vergangenheit mit den heutigen Zuständen vergleichen wollen! Gerade Sie sollten doch erkennen,dass das was Heute als Link und linke Parolen verkauft werden, eher Erinnerungen an das Hitler-Reich wach werden lassen- und den !!! Ausgang kennen wir.
    Weniger Dreck auf die DDR und mehr Weitblick in die Historie und deren Entwicklung für die nahe Zukunft- wünsche ich Ihnen und verabschiede mich von Ihrer Seite.

    • Überläufer gab es genügend. Beispiel NVA: 6 Generäle wechselten von der Wehrmacht zur KVP, dem Vorläufer der
      NVA. In der Gründungsphase der NVA befanden sich in deren
      Offozierskorps etwa 500 Offiziere der Wehrmacht von denen
      12 den Generals- oder Admiralsrang erreichten. Im Sommer
      1989 wurde der Wehrmachtsleutnant Brühl, inzwischen zum
      General der NVA aufgestiegen, als letzter Wehrmachtsoffizier
      in den Ruhestand versetzt. Waren selbstverständlich alles
      Antifaschisten, da Wehrmachtsangehörige keine NSDAP-
      Mitglieder sein konnten.
      Quelle: WikiProjektNVA.

  9. Wir leben offenbar in einer Wende-Zeit mit „einigen Verwerfungen“, wie sich der Sozialexperimentator Yascha Mounk in den Tagesthemen am 20.2. in den Tagesthemen ganz locker entäußerte.
    Ich hoffe, der Unmut über die derzeitige Politik wird zu vielen weiteren Demonstrationen, trotz Diffamierungen, gegen das Establishment führen.

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