Das Stabbing (Zustechen mit Messern) scheint in Großstädten wie Berlin so zugenommen haben, dass die Polizei in Berlin inzwischen in ihren Meldungen von einem Tag (hier der letzte Samstag) gleich mehrere Vorfälle eines Abends zusammenfasst.

So vermerkt der Polizeibericht vom 16. Dezember 2017 bezirksübergreifend für die Stadtteile Neukölln/Spandau/Tempelhof-Schöneberg: „In den Ortsteilen Neukölln, Staaken und Tempelhof wurden ein Jugendlicher schwer und drei Männer durch Messerstiche leicht verletzt.“

„Auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Hermannplatz griffen drei Unbekannte gegen 18.20 Uhr einen 16-Jährigen an. Sie schlugen auf den Jugendlichen ein, der zunächst in einen wenige Meter entfernt liegenden Minimarkt flüchtete. Das Trio holte jedoch den 16-Jährigen ein und brachte ihn zu Boden. Dort traten und schlugen die Täter auf ihn ein. Einer der Schläger zog ein Messer hervor und stach mehrmals dem Jugendlichen in den Oberkörper. Anschließend flüchtete das Trio unerkannt vom Tatort. Mit mehreren Stichverletzungen kam der Schwerverletzte zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 führt die Ermittlungen und die Fahndung nach den drei Unbekannten.

Vor einem Lokal im Loschwitzer Ring sollen zwei Männer im Alter von 27 und 33 Jahren gegen 22.20 Uhr in Streit geraten und sich gegenseitig mit Flaschen gegen den Kopf geschlagen haben. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge hatten beide Männer ein Messer bei sich, mit dem sie sich gegenseitig verletzt haben sollen. Die 45-jährige Begleiterin des 33-Jährigen soll nun dazwischen gegangen sein, woraufhin ein bislang unbekannter Begleiter des 27-Jährigen sie mit einer Schusswaffe bedrohte und sie damit gezwungen haben soll, fernzubleiben. Die Frau gab später an, dass der Mann im Anschluss in unbekannte Richtung flüchtete. Beide Streithähne mussten in Krankenhäusern ambulant behandelt werden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge ging es bei dem Streit um Geld. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2.

Im Nackenheimer Weg attackierten zwei Unbekannte gegen 22.40 Uhr einen 25-jährigen Mann. Während einer der beiden Männer ihn von hinten festhielt, stach der zweite mit einem Messer zu. Anschließend flüchtete das Duo unerkannt. Derzeit unklar sind die Hintergründe des Übergriffs. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 4 führt die Ermittlungen und die Fahndung nach den beiden Unbekannten.“

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psychopolitBitte Wegschauen! – philosophia perennisMaik MugatoTristesse der Zensur. Dunkle Zeiten. – philosophia perennisceterum_censeo Recent comment authors
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psychopolit
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psychopolit

Stand irgendwo, wie die Männer aussahen, Herkunft usw.? die Verletzten Opfer leben ja noch, waren vielleicht in der Lage, auszusagen? Männer, alles Männer…

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[…] erreichen uns Meldungen von Mord und Totschlag und Messerstechereien. Sollte das der Preis sein, für ein „friedliches Europa oder ist es gewolltes Politikversagen? Im […]

Maik Mugato
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Maik Mugato

Wurde schon diskutiert, Messer zu verbieten? Diese offensichtlich psychisch kranken Messer haben auf der Straße nix zu suchen, wie ihre Kollegen aus dem PKW-und LKW-Sektor!

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[…] wie Meldungen zur Gewalt auf unseren Straßen eklatant zu unterdrücken. Am Wochenende sind wieder in Neukölln ein Sechzehn- und ein […]

ceterum_censeo
Gast
ceterum_censeo

Aber dies bloss nicht auf Fratzenbuch posten – wird sofort gesperrt und gibt 3 Monate schweren Kerker bei nur Wasser und Brot!

free yourself
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free yourself

Da kann man froh sein, wenn man selbst und seine Liebsten abends heil im Bett liegen. Mannmannmann: „Wir schaffen das.“ Welch‘ ein Zynismus.

Blutige Diamanten
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Blutige Diamanten

„stabbing“….wie niedlich.

maja1112
Gast

Welche Hintergründe wollen die denn ermitteln? Die stechen zu aus lauter Lust am Töten und wie‘s im Koran steht.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Churchill
Gast
Churchill

Ich weiß gar nicht, was hier immer an Panik verbreitet wird! Unsere Berliner Politiker in ihren gepanzerten 300 000 € Limousinen fühlen sich sehr sicher. Und sind es auch. Die verstehen das ganze Gedöns nicht.

harko
Gast
harko

Und wer hat bei diesen Vorfällen – nach der Stegner’schen Terminologie – „mitgestochen“?

Es scheint im politischen und im medialen Resonanzkörper offenbar ein gutes, also sozial motiviertes Stechen und ein böses, also rechts oder völkisch motiviertes Stechen zu geben, wobei im letzteren Fall die entstehenden Verletzungen mit dem vor kurzem in Altena erfundenen „Hollstein-Maß“ gemessen werden, das definitionsgemäß von einem kleinstmöglichen Maß für die Wundlänge von 15 Zentimetern ausgeht.

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