Gedanken und Erinnerungen von Herwig Schafberg

 Ubi bene, ibi patria (Cicero)

Führende Politiker dieses Landes haben die „Heimat“ entdeckt, als gäbe es dieses Phänomen nicht schon, seitdem die Menschen seßhaft und insoweit heimisch sind.

Aber in Deutschland ist das H-Wort kontaminiert. Die Nazis haben uns die Heimat kaputt gemacht. Das ist ja die Lesart der Linken, die sich an diesen Begriff nicht mehr rantrauen,“

entgegnet Jakob Augstein der Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Kathrin Göring-Eckardt, nach deren Vorstellung die Grünen sich in der Liebe zu diesem Land, das sie „unsere Heimat“ nennt, von keinem übertreffen lassen wollen.

Ihr Parteifreund Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sieht das anscheinend nicht ganz so euphorisch und begnügt sich mit dem Wunsch, daß die Politik eine „Heimatidee, Identitätsidee“ formuliere. Dieses scheint um so sinnvoller zu sein, als man in der CDU/CSU dafür eintritt, daß in der nächsten Bundesregierung ein Geschäftsbereich für Heimat geschaffen und dieses Ressort dem Landwirtschaftsministerium angegliedert werden soll, als ob es Heimat bloß auf Feldern und Wiesen gäbe, nicht aber auf den Straßen und in den Häusern unserer Städte.

Ich halte nicht viel von der Deutungshoheit, die Politiker gleich welcher Partei für sich in Anspruch nehmen, um die Bürger mit ihren Sprachregelungen zur Raison zu bringen, sondern halte mich lieber an das, was der Duden sowie andere Lexika an Begriffsklärungen zu bieten haben. Und dort finde ich sinngemäß schlicht Folgendes:

Heimat“ ist für einen Menschen die Region oder Gemeinde, in der er aufgewachsen ist oder sich – also auch in seiner „Wahlheimat“ – durch ständigen Aufenthalt heimisch fühlt.

Heimat sei im übrigen ein „Sehnsuchtsort“, meint Matthias Beitl, der Direktor des Wiener Volkskundemuseums. Für manchen, der in der Fremde keine neue Heimat finden kann oder will, ist die alte Heimat der Ort, nach dem er sich zurücksehnt wie etwa Odysseus, für den es „nichts Süßeres“ gab als den Anblick der Insel Ithaka bei seiner Heimkehr. Und er küßte den Erdboden nach seiner jahrelangen „Odyssee“ im Anschluß an den Trojanischen Krieg.

Odysseus hatte maßgeblich dazu beigetragen, daß die Griechen – Hellenen – Troja eroberten, die Männer der Stadt getötet, Frauen sowie Kinder versklavt und ebenso heimatlos wurden wie die wenigen Menschen, denen die Flucht gelungen war. Und was die Trojaner in den Erzählungen der „Ilias“ erlitten, entsprach in der historischen Realität dem Schicksal, zu dem beispielsweise Alexander der Große das griechische Theben und andere Städte, die sich ihm widersetzt hatten, verurteilte. Andererseits gründete der Makedonenkönig in den eroberten Gebieten des Perserreiches etliche Städte, in denen er seinen Kriegern eine neue Heimat gab; in den Reihen seiner griechischen Bundesgenossen gab es jedoch viele, die sich nach ihren Familien in der alten Heimat sehnten und Alexander nötigten, sie noch vor dem Ende von dessen Eroberungszügen dorthin zurückkehren zu lassen.

Zerstörung von Städten, Vernichtung von Menschenleben, Flucht und Vertreibung gehören bis heute zur Realität von Kriegen. Die Folgen davon haben wir erst jüngst wieder durch Massenzuwanderung von Heimatvertriebenen aus Syrien erlebt. Den einen von uns waren und sind diese hier willkommen, anderen dagegen nicht. Und darunter gibt es manchen Einheimischen, der im Einzelfall durchaus hilfsbereit war, aber in Sorge vor der Millionenmasse an Zuwanderern geblieben ist.

Walsrode ist gar nicht mehr schön,“ klagte meine Tante: „Hier gibt es jetzt so viele Fremde.“ Damit meinte sie nicht syrische Kriegsflüchtlinge, die es zu ihren Lebzeiten noch gar nicht gab, auch keine türkischen „Gastarbeiter“, die es zum Zeitpunkt ihrer Klage ebenso wenig gab, sondern deutsche Flüchtlinge sowie Vertriebene aus den Ostgebieten, die es am Ende des 2. Weltkrieges nach Walsrode verschlagen hatte. Meine kinderlose Tante hatte zwar Flüchtlinge in ihrer Wohnung aufgenommen, diesen Heimatvertriebenen nicht bloß Obdach, sondern ein Heim gegeben und vor allem dafür gesorgt, daß es deren Kindern so gut ging, wie es in jener schweren Zeit der Hungers- sowie Wohnungsnot nach dem Kriege möglich war; aber daß in ihrer kleinen Stadt seit dem Kriegsende so viele Menschen waren, die sie nicht von Kindheit an kannte, war ihr unbehaglich; denn durch die „Überfremdung“ kam ihr vieles in ihrer altvertrauten Umgebung nicht mehr so heimatlich vor wie früher.

Meine Tante war nicht die einzige unter den Walsrodern und anderen im Westen, die in Sorge waren, daß auf ihrem Heimatboden zusammenwachsen sollte, was nicht zusammengehörte, als ob es kollektive Identitäten nur unter Einheimischen geben könnte. Viele von ihnen betrachteten Heimatvertriebene mit ihren teilweise polnisch klingenden Nachnamen als „Polacken“, obwohl es sich doch um Deutsche handelte, die von den Polen aus den Ostgebieten vertrieben worden waren, soweit sie nicht schon früher die Flucht vor den Russen ergriffen hatten. Je weniger die Flüchtlinge und Vertriebenen in den Zufluchtsorten willkommen waren, desto mehr sehnten sie sich nach einer Rückkehr in ihre alte Heimat.

Heimat ist ein ausgrenzender Begriff“, kritisiert die Grüne Jugend, die sich anscheinend wie andere Linke nicht traut, sie umfassend und insofern auch positiv zu begreifen; denn was einerseits ausgrenzend wirkt, hat andererseits etwas Eingrenzendes und kann Zusammenhalt sowie Geborgenheit bewirken.

Denke ich an die kleine Stadt, in der ich meine Kindheit und Jugend verbrachte, dann erinnere ich mich vor allem an die soziale Kontrolle, unter der man dort stand. Das fand ich als Jugendlicher ebenso lästig wie mein bester Freund, ein Flüchtlingsjunge, und wußte es erst später im Rückblick zu schätzen; denn zu dieser Kontrolle gehörte auch die Sorge um Mitmenschen, mit der Heimat zum „Sehnsuchtsort“ werden kann. Wenn beispielsweise bei einer alten Frau nebenan nicht zur gewohnten Morgenzeit die Rolläden hochgezogen waren, wurden die Nachbarn unruhig und klingelten bei der Frau, um sich zu vergewissern, daß es ihr gut ging.

Ich sehe in dem Zusammenhang ferner die Bäckerei neben meinem Elternhaus sowie die Metzgerei gegenüber und erinnere mich, daß manches Mal die Frau des Bäckers ebenso wie die Metzgersfrau besorgt vor die Ladentür traten, wenn sie auf der Straße ein Kind weinen hörten, oder daß sie mit Argusaugen darüber wachten, wenn ein ihnen unbekannter Mann mit einem Kind aus der Nachbarschaft sprach; denn sie wußten, wer zu uns gehörte, und paßten auf, daß es den Kindern gut ging.

Als mein Bruder vor den Schlägen eines älteren Jungen in den Bäckerladen flüchtete, stellte Käthe Beeling, die Bäckersfrau, sich in die Ladentür, wuchtete ihre kräftigen Arme in die stämmigen Hüften und füllte damit den Türrahmen so schutzgebietend aus, daß im Laden hinter ihr ein Raum der Geborgenheit wurde, in dem ein Kind sich vor Schlägen eines anderen sicher fühlen konnte. Wir waren halt umsorgt in unserer Heimatstadt, in der Kleinkinder Frauen aus der Nachbarschaft mit „Tante“ anredeten, als ob diese zur Familie gehörten, und sich hinter deren Schürzen ebenso geborgen fühlen konnten wie hinter der ihrer Mutter.

Schürzen oder Schürzenkittel gehörten lange Zeit zur Alltagskleidung von Frauen – einerlei, ob diese als Hausfrauen in der Wohnung daheim wirtschafteten, hinter dem Ladentisch der Bäckerei sowie der Metzgerei in meiner Heimatstadt oder auch hinter der Theke von „Tante-Emma-Läden“, die ich später in meiner Wahlheimat Berlin zu schätzen lernte. Frau Feder, eine „Tante Emma“ in meinem Schöneberger Kiez, meinte es so gut mit uns, daß sie mir beim Einkaufen oft zu verstehen gab, welche Ware meine Frau nehmen würde, als ob sie einem Mann nicht zutraute, die richtige Wahl zu treffen, wenn es um das leibliche Wohl der Familie ging. Und wenn meine Frau in dem Laden gegenüber anrief, in dem wir unsere Waschmaschine gekauft hatten, um zu melden, daß die Maschine nicht funktionierte, war von der Frau des Ladeninhabers besorgt zu hören: „Und das Ihnen mit Ihren vier Kindern. Ich schicke Ihnen gleich morgen früh jemand zum Reparieren!“ Solche Empathie war und ist nicht zu erwarten von Versand- oder Kaufhäusern, für die ein Kunde kein Gesicht und einen Namen erst dann hat, wenn er durch eine Kundennummer identifiziert ist.

Die meisten dieser kleinen Läden, in denen sich aus dem geschäftlichen Verhältnis zwischen Kunden und Ladenpersonal ein eng vertrautes Verhältnis einschließlich Nachbarschaftshilfe entwickelt hatte und man auch „anschreiben“ lassen konnte, wenn man die Kinder ohne Geld zum Einkaufen schickte, sind längst verschwunden. Mit ihnen verschwand manches Stück Heimat für die Einheimischen und noch viel mehr für diejenigen, die im Laufe der Gentrifizierung beziehungsweise Yuppisierung aus ihren alten innerstädtischen Wohnquartieren an den Rand der Stadt verdrängt wurden. Was geblieben ist, sind tendenziell verklärende Erinnerungen!

Für Telemachos, den Sohn des Odysseus schien noch viel mehr verloren zu gehen, solange sein Vater fern der Heimat verschollen blieb und für tot gehalten wurde, fremde Männer sich in seinem Heim breit machten, sich wie die neuen Herren aufführten und Penelope, seine Mutter, drängten, einen von ihnen zu heiraten. Zehn Jahre vergingen nach dem Fall von Troja, bis Odysseus die lang ersehnte Heimkehr gelang, es ihm mit Hilfe von Pallas Athene – seiner Schutzgöttin – glückte, allen Eindringlingen in seinem Haus den Garaus zu machen, und es ihm mit seiner Familie in der alten Heimat wieder gut ging.

In die Heimat zurückzukehren, war all den Trojanern, die von Odysseus und dessen Verbündeten versklavt worden waren, jedoch ebenso wenig vergönnt wie denen, die aus Troja geflüchtet waren. Zu denen gehörte – nach einer Sage Vergils – Äneas, unter dessen Führung trojanische Flüchtlinge in Italien eine neue Heimat fanden und sich dort mit den Latinern vermischten.

Anders hielten es die Hellenen, die an der Stelle des zerstörten Troja sowie anderen Küsten der Region, der sie den Namen Anatolien gaben, Kolonien gründeten. Sie blieben kulturell mit dem griechischen Vaterland verbunden, hielten in der neuen Heimat an ihrer Sprache, ihren Sitten sowie Bräuchen fest und bewahrten insofern ihre ethnische Identität gegenüber den Nachbarvölkern in der Fremde – den von ihnen so genannten „Barbaren“.

Heimat sei auch „eine Metapher für den Unterschied zwischen dem Eigenen und dem Fremden“, meint der oben zitierte Matthias Beitl und fügt hinzu: „Gleich danach kommt der Patriotismus und Begriffe wie Leitkultur.“

Die Bewahrung der altgriechischen Identität in der neuen Heimat jenseits der Ägäis schloß nicht aus, daß der Hellenismus im Laufe der Jahrhunderte zur Leitkultur in ganz Anatolien wurde und es auch unter der römischen Herrschaft blieb. Das änderte sich erst, als die Türken nach dem seldschukischen Sieg über die Byzantiner im 11. Jahrhundert in Anatolien eindrangen und ihre Landnahme nach dem 1. Weltkrieg mit der fast vollständigen Vertreibung der Griechen abschlossen. Mit der Türkisierung begann auch die Islamisierung, die zur Folge hatte, daß der Islam zur Leitkultur in jenem Land – der heutigen Türkei – wurde.

Wo Türken sind, ist Türkei, wie es in einem türkischen Sprichwort heißt und wie es von vielen Türken verstanden wird – einerlei, ob sie auf dem Staatsgebiet der Türkei leben oder in einer deutschen Stadt mit türkisch-muslimisch sozialisiertem Milieu.

Solche Milieus sind nicht neu. Schon Türken der „Gastarbeitergeneration“ wollten anscheinend mit Deutschen genau so wenig zu tun haben wie Deutsche mit ihnen, sondern bildeten lieber eine „homogene soziale und kulturelle Subgesellschaft“, wie der Spiegel Nr. 10 im Jahre 2002 aus einem Gutachten für Türkeistudien zitierte. Sie schufen sich also in ihrer neuen Heimat nach alten Sitten sowie Bräuchen einen „Sehnsuchtsort“, an dem es ihnen so gut wie in der Fremde möglich gehen sollte.

Die Kneipe am Kottbusser Tor war mal echt Kreuzberg, Ecklage, Berliner Kindl, Buletten, Sparverein im Hinterzimmer. Heute rotiert am Buffet der Hammelspieß senkrecht, der Kaffee ist süß und dickflüssig, aus der Musikbox leiert orientalischer Singsang. ´Hisar` heißt die Ecke jetzt auf türkisch – das bedeutet ´Festung`, und so abwegig scheint der Name nicht“, hatte der Spiegel schon in seiner Ausgabe Nr. 31 von 1973 berichtet: „Und nebenan um die Ecke, die ganze Straße hinauf und die nächste hinunter, wohnt unübersehbar Kundschaft aus dem Morgenland,“ heißt es dort weiter: Die Gemüseauslagen sind neuerdings von bunter Opulenz, vor den Fleischerläden hängen ausgeweidete Hammel, und überall zeigen Türkenfahnen mit Stern und Halbmond an, daß Kreuzberg hier ´Kleen-Smyrna` ist…“

So sah und sieht es nicht bloß in Kreuzberg, sondern auch anderenorts in Berlin, Hamburg, Mannheim oder Duisburg aus. Wo türkische oder nun auch arabische Einwanderer das Stadtbild prägen, in der Eckkneipe kein Bier mehr gezapft, sondern Kaffee oder Tee serviert wird, aus dem „Tante-Emma-Laden“ nebenan Mehmeds oder Mahmouds Obst- sowie Gemüseladen geworden ist und Frauen mit Kopftuch einkaufen, fühlen sich viele Einheimische in ihrer Heimat fremd und beklagen den Verlust des Altvertrauten – auch dort, wo kleine Jungen von ihren Vätern (!) mit Messern ausgerüstet werden, als ob es zum Viehhüten auf einen Weideplatz in Anatolien ginge und nicht zum kindlichen Vergnügen auf einen Berliner Spielplatz.

Wenn dann auch noch junge Männer türkischer oder arabischer Herkunft sich in Gruppen auf der Straße breit machen und ihnen der Ruf vorauseilt, daß sie deutsche Mädchen für „Schlampen“ beziehungsweise „Huren“ halten und sie zudem schwulen- sowie judenfeindlich seien, kann es jungen weiblichen, homosexuellen und jüdischen Mitbewohnern in solch einem Stadtviertel kaum so gut gehen, daß sie dieses Viertel uneingeschränkt als ihren „Sehnsuchtsort“ wahrnehmen; denn es mangelt ihnen dort weitgehend an heimatlicher Geborgenheit.

Manches Mädchen traut sich dann kaum noch, leicht bekleidet oder unbegleitet das Haus zu verlassen, manch ein homosexueller Mann scheut sich daraufhin, auf der Straße mit seinem Freund Händchen zu halten, und mancher Jude verzichtet fortan darauf, vor der Haustür eine Kippa zu tragen; denn sie könnten sonst Anstoß erregen bei den jungen Muselmännern, die auf der einen sowie anderen Straße die soziale Kontrolle übernommen haben und im Kolonialherrenstil bestimmen, wer und was in ihrem Kiez dazugehören darf oder dort ebenso wenig gut gelitten ist wie ein Farbiger sowie eine Kopftuch tragende Muslima in einem Kiez, in dem Alteingesessene sich ähnlich dominant aufführen.

Wer wie die Grüne Jugend „Heimat“ als ausgrenzend begreift und insofern ablehnt, kann eigentlich nicht ohne Vorbehalte für eine multikulturelle Entwicklung der Gesellschaft sein.

Diese Entwicklung hat hier zur Herausbildung der einen sowie anderen Sub- oder Parallelgesellschaft mit ihrem jeweils homogenen sozialen Umfeld geführt, in dem vielen Türken oder Arabern das Zusammenleben mit Menschen gleicher Herkunft sowie Religion Halt und Orientierung gegeben hat, wie Thomas Meyers Beitrag für den „Dialog der Kulturen“ auf Initiative der Friedrich-Ebert-Stiftung zu entnehmen ist. Das hat sich aber „in der Regel“ als eine „Integrations-Falle“ erwiesen, wie es in dem Beitrag heißt, und so – mit anderen Worten – ausgrenzend gewirkt. Und das hat jenen Einwanderern, die im Geiste immer noch nicht in Deutschland angekommen sind, nicht gut getan – aber auch nicht jenen Einheimischen, die sich in ihrer alten Heimat an den Rand gedrängt fühlen wie seinerzeit Telemachos auf Ithaka.

Wenn ein kluger Mann wie Robert Habeck über eine Heimat- sowie Identitätsidee nachdenkt, wird er vermutlich die hier skizzierte Entwicklung kritisch reflektieren. Er weiß wahrscheinlich auch, daß ein Mensch ebenso wie eine Menschengruppe nicht nur die eine, sondern etliche Identitäten hat, die sich je nach Lebensbedingungen ändern können.

Und die Politiker wären gut beraten, wenn sie bei der Suche nach einer Heimat- beziehungsweise einer Identitätsidee für die weitere Entwicklung in diesem Lande einen richtungsweisenden Mittelweg zwischen multikultureller und Subgesellschaft, zwischen Multiplizität mit Offenheit für Veränderungen, aber auch Tendenz zum Strukturzerfall auf der einen und Totalität mit Geschlossenheit sowie tendenzieller Veränderungsresistenz auf der anderen Seite fänden.

***

Zum Autor: Herwig Schafberg ist Historiker, war im Laufe seines beruflichen Werdegangs sowohl in der Balkanforschung als auch im Archiv- und Museumswesen des Landes Berlin tätig, arbeitet seit dem Eintritt in den Ruhestand als freier Autor ist und ist besonders an historischen sowie politischen Themen interessiert.

Sein letztes Buch erschien bei BoD unter dem Titel „Weltreise auf den Spuren von Entdeckern, Einwanderern und Eroberern“ (ISBN 978-3-7412-4491-9)

Das Buch kann hier bestellt werden:  Weltreise auf den Spuren von Entdeckern, Einwanderern und Eroberern

16 Kommentare

  1. Heimat …
    Das ist der Ort wo es vier Jahreszeiten gibt mit sanften Übergängen, mit stets neuen Farben und Gerüchen. Es ist der Ort mit der vertrauten Sprache und allen Schattierungen, der Ort an von dem ich auch die ungeschriebenen Gesetze
    (Mittagsruhe von 13-15.- Uhr, niemals Rasenmähen nach 18.- Uhr, als Frau auch einen fremden Mann nach dem Weg fragen können ohne dafür entsetzte Blicke oder Schläge erwarten zu müssen, alleine durch Wald, Flur und auf dunklen Straßen unterwegs sein zu können ohne Angst haben zu müsssen, Männer und junge Frauen die für Ältere, Gebrechliche oder Schwangere aufstehen und ihnen den Sitzplatz anbieten, deutsche Kinderlieder zu hören die bereits meine Ur- Ur- Urgroßeltern sangen, auf Kinderspielplätzen keine dealenden Leute oder Spritzen vorzufinden und Kinderspiel das nichts mit Schreien zu tun hat, ohne jede Angst als Frau oder um die eigenen Kinder durch das tägliche Leben laufen zu können … )
    kenne.

    Heimat, – das Land in dem ich meine persönlichen und kulturellen Wurzeln habe, wo mir alle Bäume, Büsche und Blumen vertraut sind. Das Land wo ich weiß welche Pilze eßbar sind, welche Beeren gesund. Das Fleckchen Erde auf dem ich meine ersten Schritte tat und meine jungen Augen erstaunt die Welt um mich herum wahrnahmen. Dort wo die vielen zumeist sehr sauberen Seen und Flüsse fließen, wo an den Küsten der Nord- und Ostsee sich bei Sturm die Wellen brechen und bei Sonne eine sanfte glitzernde Fläche die Augen blendet. Oder wo sich an sanften grünen Hängen Berge und Täler abwechseln.
    Mein Land, meine Heimat wo am Sonntagmorgen die Kirchenglocken läuten und die Straßen durchweg sauber sind.

    Was ist davon geblieben ? Was wird davon in 20 Jahren noch sein ?
    Ich liebe dieses Land, wir lieben dieses Land und seine Menschen so wie sie waren und teilweise noch sind.
    Doch wir werden gehen, – nicht freiwillig und mit schwerem Herzen und der Hoffnung das wenn nicht wir so doch unsere Kinder oder Enkel zurück kehren können und hier sicher sein werden.

    Vielleicht wird es an vielen Stellen neu und / oder anders aufgebaut werden müssen. Man wird sehen.
    Aber was auch immer passiert, – die Heimat kommt mit, in uns. Und wir werden sie immer als unseren Sehnsuchtsort betrachten, sie wird Heimat bleiben.
    Deshalb werden wir Deutsche sein und bleiben, egal wo wir leben müssen, gleichgültig wie nett und schön es auch dort ist. Es wird einen Flecken Erde geben für uns von dem wir wissen das wir dorthin gehören. Die deutsche Heimat. Das kann uns niemand ausreden und keiner nehmen.

    • Sehr geehrte/r Cloe,
      Ihr Kommentar hat mein Herz, ein ziemlich
      altes, angerührt. Besser kann man Heimat
      nicht beschreiben. Danke, und Verständnis
      für Ihre Zukunftsängste.

  2. Heimat ist dort, wo ich Identitäten meiner Herkunft per Bildung und Kultur finde. Ein Einwanderer, der den Anspruch auf Besitz oder wie der Islam die Eroberung als religiöse Pflicht laut Koran ansetzt, dort wo er sich gerade beliebt niederzulassen. wird von den „Autochthonen, den schon hier länger Lebenden“ zwangsläufig ausgegrenzt. Das kann bis zur Vertreibung als Höhepunkt gewalttätiger Maßnahme führen. Integration ist ein schwammig Wort. Assimilation trifft einen Heimtatbegriff, die Zugehörigkeit betreffend besser.
    Manchmal sind die Dinge gar nicht so komplex, wie sie sich den Anschein geben.

  3. Ein schöner Artikel. Ich habe meinen Geburtsort vorsätzlich verlassen (dort wohnte meine Schwiegermutter) und ich war auch froh, der sozialen Kontrolle entfliehen zu können, in der jeder einen kennt und vorschreibt, was man tun muss, denn „sonscht schwäzen jo de Leit“. Sie gingen mir alle, außer mein Vater, so auf die Nerven.
    Nach München (lustig und schön mit genügend Geld und ohne Kinder) fühlte ich mich heimisch in einem kleinen Ort in Hessen. Ich fand vor meiner Tür zur Erntezeit alle möglichen Früchte und wusste gar nicht, von wem sie waren. Nach einer kleinen schmerzhaften OP am Fuß und während ich noch dachte, wie mach ich das jetzt mit unseren kleinen Kindern, klopfte eine Nachbarin und rief fröhlich: Wo sind die Kinder? Ihr wolltet doch mal mit in mein Geschäft kommen. Und abends brachte sie die Kinder samt einem Eintopf zurück. Ein Kind ging mir verloren (es war in einer versteckten Ecke eingeschlafen, ich fand es aber nicht und wurde panisch). Draußen sagte ich: Das Kind ist weg und die Frauen, die da standen, bildeten sofort einen Suchtrupp und teilten sich auf.
    Man fühlt sich nicht an allen Orten heimisch. Aber wenn, dann gibt es eine Sicherheit und eine Freude.

  4. Sehr geehrter Herr Schafberg,

    eigentlich wollte ich einen Kommentar zu dieser unsäglichen Me Too Kampagne schreiben. Und da hätte ich einige Details zu verraten. Aber nun, die Überschrift Ihres Beitrages hat mich berührt. Allerdings nicht so wie Sie es vielleicht gerne haben würden.

    „Wo es einen Menschen gut geht, dort ist seine Heimat?“
    Ich beantworte es mit einem NEIN. Mir und anderen geht es nicht gut ,denn wir verlieren täglich mehr und mehr unsere Heimat. Ob es einem materiell gut geht ist uninteressant. Es gibt keine armen oder reichen Schmerz des Verlustes. Wem es aber materiell gut geht hat allerdings den Vorteil schneller flüchten zu können. Ihren Beitrag hätten viele noch vor 10 Jahren für GaGa gehalten. Ich nicht, da man vieles schon gesehen hat was andere nicht wahrhaben wollten.
    Wir werden massiv von der Realität überholt und kommen selbst kaum noch mit. Und so sehe ich auch ein wenig ihren Beitrag. Er ist schon längst überholt. Sie gehen davon aus, dass die Politik es noch ein wenig richten könnte. Eine Prise Heimat, eine Prise Identität, eine Prise Multikulti, eine Prise Individualität, eine Prise was auch immer.
    Die von der CDU und FDP angebrachten Gedankenspiele ein Heimatministerium einzuführen ist ja hier in NRW schon Realität. Was soll das bringen? Alle in bayrischer Tracht zum Oktoberfest?. Ein mehr an Mittelalterspiele? Der gemeinsame Konsum soll Heimat vermitteln? Hat schon in der Vergangenheit nicht funktioniert.
    Heimat ist zuallererst Familie, Verwandschaft, das gemeinsame Erbe der geographischen Heimat und deren Ahnen, die Sprache , die Kultur und und und………im Guten wie im Schlechten. Und Europa hat für mich die gemeinsame Identität rivalisierender Geschwister. Man hat sich bekämpft und doch wieder vertragen. Auch dies wird uns genommen.
    Ich knüpfe jetzt mal an Ihren Absatz über Ostpreußen an. Dieser Vergleich mit den Ostpreußen ist in keinster Arte und Weise mit den jetzigen Zuständen zu erklären. Auch wenn das jetzt schon in den Geschichtsbüchern für die Schulen steht. Sie bringen das Beispiel Ihrer Tante und den Vertriebenen aus Ostpreußen. Ja ich kenne diese Geschichten. Und das man sie nicht gut aufgenommen hat.(besonders in Bayern nicht…….) Die Bezeichnung Polacke soll damals auch oft gefallen sein. Aber wissen sie denn nicht den eigentlichen Grund? Man gab ihnen im Grunde genommen die Mitschuld an der Niederlage ohne Kenntnisse der Zustände . Diese wurde erst im Laufe der Jahrzehnte aufgearbeitet. Übrigens gab es Wanderungsbwegungen der Ostpreußen schon im 18. bis 19 Jahrhundert, insbesondere in den entstandenen industriellen Gebieten. Denn sie suchten Arbeit und galten als besonders fleißig und diszipliniert. Meine Mutter ist Ostpreußin, mein Vater Urwestfale. Beide leben nicht mehr. Und wenn sie heute aus ihrem Grabe aufstehen würden und um sich schauen würden sie sagen:“ „Jetzt haben wir gar keine Heimat mehr.“ Na, ist das Lämpchen jetzt angegangen?
    Und noch einmal zu den Vergleich. Wer weiß denn noch von den jüngeren wer das erste deutsche Supermodel war? Einige würden Claudia Schiffer nennen. Es ist Vera Lehndorff, bekannt mit dem Künstlernamen „Veruschka“ (schon wieder Polacke ;-)).
    Ihr Vater war Heinrich Graf von Lehndorff ,der als Widerstandskämpfer 1944 hingerichtet wurde. Sie modelt noch heute. Soviel zum Geschichtsbewußtsein unserer jüngeren Generation.

    Aber Herr Schafberg, etwas gemeinsames haben wir jetzt mit den Bayern, mit dem Schwaben, den Brandenburgern, den Hessen und und und wenn wir jetzt bei der namentlichen Nennung der 16 Bundesländer mal bleiben. Unsere Entwurzelung.
    Herr Schafberg, sagt Ihnen der Begriff Segregation etwas?

    • Ja, was ich unter Segregation verstehe, können Sie beispielsweise meinen Ausführungen über Subgesellschaften entnehmen.

      • Herr Schafberg,

        sie beziehen sich in diesem Absatz auf einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Parteistiftung der SPD. Diese sieht zwar richtig das Scheitern der Integration durch entstandene Subkulturen der hauptsächlich muslimischen Zuwanderer in Verbindung durch Segregation. Damit sind mit einfachen Worten die bereits verlorenen uns bekannten Stadtteile mit gemeint)

        Als Schlußfolgerung der Friedrich-Ebert-Stiftung versucht man aber seit Jahren dies aufzubrechen durch eine erzieherische Vermischung der Kulturen. Im Kleinen sind es zum Beispiel die steuerlich geförderten Kennenlernkurse oder Flirtkurse oder wie auch immer man sie benennt.

        Auf der anderen Seite, und zwar durch die Grünen und der CDU versucht man „inoffiziell“ durch gelenkte Segregation die Zuwanderung zu lösen. Dies ist meine Ansicht wenn ich die nicht immer so ganz bekannte Diskussionen und deren Ergebnisse verfolge. Verfolgen sie Statements der ehemaligen Beraterin von Karl Lamers. Die Dame heißt Ulrike Guérot.
        Man hat während der Jahre 2014-2016 medial immer wieder Testballons losgelassen. Wer erinnert sich nicht an arabische Verkehrsschilder oder die Bild auf arabisch. Man hat vorgefühlt wie die Reaktion in der Bevölkerung ist.

        Beides – die Integration sowie die Segregation- werden scheitern und sind es auch schon. Und wir werden verlieren. Gerade heute lesen wir den Kommentar von Jens Spahn über Facebook über die weitere Aufnahme von 200.000 Zuwanderer aus der muslimischen Welt. Und seiner Relativierung des Sex-Dschihads. Der ist nämlich für Old Germany vorgesehen. Es interessiert die Kaste der Politiker nicht.

        Und vor ca. zwei Wochen gab es ein Interview in der Rheinischen Post mit Detlef Scheele, SPD, Chef der Bundesagentur für Arbeit, in der die Agentur mit Auslandsfilalien bis 2030 ca. 300.000 Zuwanderer aus Drittstaaten nach Deutschland holen möchte. Unternehmen bräuchten diese zwingend. (Welche Unternehmen sind diese eigentlich?)
        Es ist Kolonialismus von Innen, siehe Statement von Marine Le Pen, und der lachende Dritte wird die moslemische Welt sein.

        Und jetzt kommen wir noch einmal zu den Begriff Segregation. Ehrlicher wäre es, das damit nicht einverstandene „Pack“ gehen zu lassen.Das will man aber nicht.Tasten sie mal vorsichtig nach Auswanderungsprogrammen in Ihrem Kreise. Sie werden staunen.

  5. „und dieses Ressort dem Landwirtschaftsministerium angegliedert werden soll, als ob es Heimat bloß auf Feldern und Wiesen gäbe..“

    Ich vermute, dass es den Machern nicht um Heimat geht sondern um Wählerverhalten und zu verhindernde Aufmüpfigkeit der Landbevölkerung.

    Als Bestätigung meines Verdachts ein Zitat aus zeit.de online vom 11.3.2017 mit dem Titel „Union will Heimatministerium“:
    ‚“Wo der Staat sich aus der Fläche zurückzieht, haben Populisten leichtes Spiel“, sagte Thüringens CDU-Fraktionschef und Vorsitzender der Konferenz, Mike Mohring, der Zeitung. „Wir werden ihnen die kleinen Orte und Städte nicht überlassen.“
    Künftig soll es zum Beispiel ein Landlehrerstipendium für Lehramtsstudenten geben, die sich bereit erklären, später als Lehrer auf dem Land zu arbeiten.‘

    Wo die Überfremdung noch nicht so extrem ist wie in den größeren Städten, sind sie Menschen noch nicht so „weltoffen“ und neigen zur Protestwahl gegen Altparteien. Das wird in DE nicht viel anders sein als in Österreich, wo sich bei der letzten Wahl gezeigt hat, dass dort, wo noch relativ wenig Asylwerber angelangt sind, auffällig oft „populistisch“ gewählt wurde.
    Was also tun? Schicken wir denen halt ein paar Asylwerber mehr hin? Was, die bleiben da nicht so gern und hauen ab in die Städte?
    Da muss man eben entsprechend ausgebildete Umerzieher hinschicken, vor allem instruierte Lehrer (Ärzte und Pfarrer ginge auch, wenn man hätte).

    Nein, um Heimat geht es nicht, es geht um Indoktrination durch den Staat.

  6. Heimat jann ein kaugummibegriff sein! Aber es gibt sie, dort wo man unter Bekannten lebt, liebt schuftet und seine Freizeit verbringt, dort wo man Traditionen erlebt und hochhält! Und wenn ein Fremder neu dazu kommt, und mit den anderen gemeinsam das erlebt, hat jemand eine neue Heimat gefunden!
    Wer aber neu kommt, und sich nicht einorden will, sogar noch anderes dieser überlagern will, der kann dort keine neue Heimat finden!

  7. Komisch. 1951 entstand ausgerechnet in der DDR ein Lied, daß wohl auch Frau Merkel und KGE in der Schule im Musikunterricht gesungen haben müßten.

    Es gab anscheinend Zeiten, in denen die Linken mit dem Heimatbegriff keine Probleme hatte.

    Kann aber sein, daß es heute an den letzten Zeilen liegt:

    „Und wir lieben die Heimat, die schöne
    und wir schützen sie,
    weil sie dem Volke gehört,
    weil sie unserem Volke gehört.“

    • Nicht nur im Musikunterricht wurden Heimat- und Volkslieder gelehrt. Auch im Deutschunterricht gehörten vaterland- und heimatverbundene Gedichte zum Lehrplan. In besonderer Erinnerung sind mir geblieben: “Ans Vaterland, ans Teure, schließ dich an“ und “oh Mensch, du hast ein Vaterland“. Vermutlich sind die Deutschlandhasser erst seit der Wiedervereinigung aktiv geworden. Man fragt sich, wem das dienen soll.

  8. Entwurzelt sind beide, sowohl diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, ihre alte Heimat verlassen haben und nun aufgrund ihrer kulturellen, wie auch religiösen Fremdheit entweder schwer, oder gar keinen Zugang zu unserer Kultur finden können, als auch diejenigen, die ihre Heimat Deutschland nicht als solche empfinden können, weil sie sich als globale Weltbürger einer imaginierten one world sehen und darum die Auflösung der nationalen Gemeinschaft in multikulturelle Parallelgesellschaften propagieren, die in letzter Konsequenz einander bekämpfen werden müssen, weil keinerlei soziales Agreement sie verbindet, sondern im Gegenteil, zunehmend größer werdende Differenzen dazu führen, kein Verständnis mehr für die anderen aufbringen zu können.
    So führt die one world Ideologie letztendlich nicht nur zum Zusammenbruch des solidarischen Zusammenhalts einer gewachsenen demokratischen Kulturgemeinschaft, sondern zu Hass und bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, da ja täglich ausgekämpft werden muss, wie wir miteinander leben möchten.
    Der Multikulturalismus wirkt so betrachtet ebenso antidemokratisch und antirechtsstaatlich wie der politische Islam, der eine islamische one world erkämpfen will. Wer also noch immer von einer Weltregierung träumt, sollte sich der totalitären Konsequenzen, die eine solche Hyperverwaltung zwangsläufig mit sich bringen würde, klar werden: Ent-Individualisierung, Entdemokratisierung, Entrechtung, totale Überwachung, Manipulation usw usf.
    Nur der kleine politische Rahmen einer Nation kann noch annähernd demokratische Prozesse gewährleisten und damit die Rechtsstaatlichkeit, die nötig ist, die Freiheit jedes einzelnen zu wahren und zu schützen. Je größer der Verwaltungsapparat, desto geringer die individuelle Freiheit.
    So lange kulturelle und soziale Unterschiede weltweit herrschen, kann es nur eine autoritär erzwungene one world geben, denn die Interessen aller Beteiligten ließen sich auf keinem anderen Wege als durch Gewalt und Unterdrückung vereinbar machen. Und da diese Unterschiede wohl leider auch in der Natur des Menschen begründet liegen, wird der Traum von einer friedlichen Weltgemeinschaft ein anstrebenswertes, aber nie erreichbares Ziel bleiben.
    Darum sollten wir uns unsere Heimat erhalten.

  9. Genauso wie die meisten Türken nie wirkliche Deutsche werden (können/wollen), so wird ein Deutscher nie wirklich Türke werden, egal ob er die Sitten und Gebräuche kopiert. Man wird als Deutscher immer der Fremde sein…nur dieses mal im eigenen Land (Schwarzafrikaner wird er naturgemäß auch nicht). Somit prophezeie ich eine Gegenbewegung…also Parrallelgesellschaften die so deutsch sein werden, wie es Deutsche kaum waren. Denn wenn ich nicht angenommen bin, dann werde ich eben ANDERS. Natürlich wird man ihnen den NAZI aufstempeln, aber das sind sie nicht…sondern Jugendliche, die ihre Heimat verloren haben und sich eine Sehnsuchtsheimat aufbauen. Das wird nicht nur in Deutschland passieren, sondern auch in anderen Nationen (Frankreich, Holland usw). Man wird seine alte Kultur wiederentdecken. Leider erkennen viele ihre kulturellen Werte erst dann, wenn man sie ihnen genommen hat.

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