Ein Gastbeitrag von Soeren Kern (Gatestone Institut)

Die deutschen Behörden sind auf der Jagd nach Dutzenden Mitgliedern von Jabhat al-Nusra, einer der brutalsten Gruppen in Syrien – diese kamen laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel als Flüchtlinge getarnt nach Deutschland.

Die Männer, allesamt ehemalige Mitglieder von Liwa Owais al-Qorani, einer 2014 vom Islamischen Staat zerstörten Rebellengruppe, haben mutmaßlich Hunderte von Syrern massakriert, Soldaten und Zivilisten.

Die deutsche Polizei soll Berichten zufolge 25 der Dschihadisten identifiziert und einige von ihnen verhaftet haben, doch Dutzende weitere sollen sich in Städten überall in Deutschland versteckt halten.

Laut Bundeskriminalamt wird insgesamt mittlerweile gegen mehr als 400 Migranten, die 2015 und 2016 als Asylsuchende nach Deutschland kamen, wegen des Verdachts ermittelt, Mitglieder nahöstlicher Dschihadistengruppen zu sein.

Diese Enthüllungen kommen zu einer Zeit neuer Warnungen, wonach Dschihadisten, die sich als Migranten ausgeben, mit Booten von Nordafrika das Mittelmeer überqueren und an der italienischen Küste anlanden. In einem Interview mit The Times sagte der libysche Ministerpräsident Fayez al-Sarraj, es sei fast sicher, dass Dschihadisten, denen es gelungen sei, unbemerkt sein Land zu verlassen, auf dem Weg nach Europa seien.

„Wenn die Migranten Europa erreichen, werden sie sich frei bewegen“, sagte al-Sarraj, mit Hinblick auf die offenen Grenzen innerhalb der Europäischen Union. „Wenn, Gott behüte, es irgendwelche terroristischen Elemente unter den Migranten gibt, wird das Folgen für die gesamte EU haben.“

Der unabhängige Europaabgeordnete Steven Woolfe sagt:

„Diese Kommentare zeigen auf zweierlei Weise das Problem auf. Erstens benutzen potenzielle Terroristen die Migrantenroute über das Mittelmeer, um unkontrolliert nach Europa zu gelangen. Zweitens können sie, sobald sie erst einmal in Europa sind, da es in Europa wegen der Schengen-Regeln keine Grenzkontrollen gibt, sich frei von einem Land ins andere bewegen. Starke Grenzen sind eine Notwendigkeit.“

Rund 130.000 Migranten kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in den ersten acht Monaten von 2017 auf dem Land- und dem Seeweg in Europa an. Die Hauptherkunftsländer der im Juli in Italien Ankommenden waren in absteigender Reihe: Nigeria, Bangladesch, Guinea, die Elfenbeinküste und Mali. Die Ankömmlinge in Griechenland stammten im Wesentlichen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan und dem Kongo. In Bulgarien waren sie zumeist aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und der Türkei.

In den letzten Wochen haben Schlepper, die Migranten nach Europa bringen, eine neue Route über das Schwarze Meer eröffnet. Am 13. August wurden 69 irakische Migranten verhaftet, die versucht hatten, von der Türkei aus mit einer von bulgarischen, zypriotischen und türkischen Schmugglern gesteuerten Jacht die rumänische Schwarzmeerküste zu erreichen. Am 20. August stoppte die rumänische Küstenwache in der Nähe von Rumäniens südöstlicher Region Konstanza ein weiteres Schiff mit 70 Irakern und Syrern an Bord, darunter 23 Kinder.

Laut Balkan Insight wurden in den ersten sechs Monaten von 2017 mindestens 2.474 Personen aufgegriffen, als sie versuchten, illegal die rumänische Grenze zu überqueren. Fast die Hälfte von ihnen wurde bei dem Versuch geschnappt, Rumänien Richtung Ungarn zu verlassen. 2016 waren nur 1.624 Migranten aufgegriffen worden; die meisten, als sie die Grenze von Serbien nach Rumänien überqueren wollten.

Unterdessen haben in den ersten acht Monaten von 2017 mehr als 10.000 Migranten die spanischen Küsten erreicht – dreimal mehr als im Gesamtjahr 2016, laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM).Tausende weitere Migranten kamen auf dem Landweg nach Spanien, vor allem über die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla an der Nordküste Marokkos, der einzigen Landgrenze, die die EU mit Afrika hat. Einmal dort angekommen, werden die Migranten in Behelfsunterkünften untergebracht und dann zum spanischen Festland gebracht, von wo aus viele in andere Teile Europas weiterreisen.

Frontex, die Behörde der Europäischen Union zum Schutz der Land- und Seegrenzen, warnt davor, dass Dschihadisten die Migrationskrise nutzen, um nach Europa zu gelangen und Anschläge vorzubereiten. Frontex gab zudem zu, die wahre Zahl von Migranten, die nach Europa gekommen sind, nicht zu kennen und keine Möglichkeit zu haben, ihre Aufenthaltsorte zu verfolgen. In der von Frontex veröffentlichten jährlichen Risikoanalyse für 2016 heißt es:

„Die Pariser Anschläge vom November 2015 haben deutlich gezeigt, dass ungeordnete Migrationsströme von Terroristen genutzt werden können, um in die EU einzureisen. Zwei der an den Anschlägen beteiligten Terroristen waren zuvor irregulär über Leros [Griechenland] eingereist und von den griechischen Behörden registriert worden. Sie zeigten gefälschte syrische Papiere vor, um den Registrationsprozess zu beschleunigen.“

„Falsche Angaben über die Staatsangehörigkeit sind weit verbreitet unter jenen, die kaum Chancen darauf haben, in der EU Asyl zu erhalten, die verpflichtet sind, in ihr Herkunfts- oder Transitland zurückzukehren, oder die einfach ihre Reise beschleunigen wollen. Angesichts der großen Zahl von Personen, die ohne Ausweispapiere oder mit gefälschten Ausweispapieren ankommen oder bei denen es Zweifel gibt, ob sie wirklich die von ihnen behauptete Staatsangehörigkeit haben – da es weder eine gründliche Überprüfung gibt noch Strafen für diejenigen, die solche falschen Angaben machen –, besteht das Risiko, dass einige Personen, von denen eine Bedrohung der Sicherheit der EU ausgeht, diese Situation ausnutzen.“

Mehr als 50.000 Dschihadisten leben bereits in Europa, sagt Gilles de Kerchove, der Antiterrorkoordinator der EU, in einem am 31. August veröffentlichten Interview mit der spanischen Zeitung El Mundo:

„Vor drei Jahren war es leicht, jemanden zu erkennen, der sich radikalisiert hatte. Heute verbergen die meisten Fanatiker ihre Überzeugungen. Wir haben keine exakten Zahlen, doch es ist nicht schwierig, annäherungsweise eine Rechnung aufzustellen. Es ist kein Geheimnis, dass in Großbritannien – die Zahl wurde veröffentlicht – 20.000 von ihnen leben. 17.000 sind es in Frankreich. In Spanien viel weniger, aber mehr als 5.000, denke ich. Aus Belgien sind fast 500 nach Syrien gereist und es gibt im Land rund 2.000 oder mehr Radikale. Ich würde mich nicht auf eine spezifische Zahl einlassen, doch es sind Zehntausende, mehr als 50.000.“

In einem interview mit der belgischen Tageszeitung Le Soir warnte de Kerchove, dass selbst dann, wenn der Islamische Staat militärisch besiegt wird, er weiterhin als ein „virtuelles Kalifat“ fortbestehen werde.

Weiter sagte er, die europäische Polizei Europol habe mehr als 30.000 aktive dschihadistische Websites identifiziert, doch aufgrund von Datenschutzbedenken erfordere EU-Gesetzgebung nicht mehr, dass Internetprovider von ihren Kunden Metadaten – darunter Daten über den Aufenthaltsort von Dschihadisten – sammelten. Dies behindere die Polizei dabei, die Dschihadisten zu identifizieren und abzuschrecken, so De Kerchove:

„Was Metadaten angeht, das gebe ich zu, raufen wir uns die Haare.“

***

Soeren Kern ist ein Senior Fellow des New Yorker Gatestone Institute, wo dieser Beitrag zuerst erschien. Besuchen Sie ihn auf Facebook und folgen ihm aufTwitter

Übersetzung des Textes: Stefan Frank

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BaldurStatistiken die Politiker und Presse immer wieder leugnen! – Lügenpresse Fake NewsRonald StrnadEdeltrautCloé Recent comment authors
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Baldur
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Baldur

Dazu ein Bericht aus der Huffington Post: Nahostexperte Prof. Meyer stellt fest, dass Merkel mit den Daten deutscher Tornados die Nusra-Front (Al Kaida Ableger) unterstützt. Dadurch wird zugunsten der Dschihadisten der Syrienkrieg weiter angeheizt. Der erzeugte Flüchtlingsstrom wird mit Krokodilstränen von Politik und Medien beweint und die vorzugsweise jungen Männer dann in Deutschland aufgenommen. Wir schaffen das! Was schaffen Merkel und Obama da eigentlich? Interview im Deutschlandfunk: Informationen am Mittag – Dirk Müller interviewt Prof. Günther Meyer. Prof. G. Meyer, Nahostexperte, Uni Mainz: [http://www.deutschlandfunk.de/syrien-wen-wollen-wir-denn-jetzt-tatsaechlich-bekaempfen.1766.de.html?dram:article_id=364587] Die Nusra Front, ein Ableger von Al Kaida, hat inzwischen an den wichtigsten Brennpunkten der Kämpfe… Mehr lesen »

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[…] spanischen Zeitung El Mundo: http://www.elmundo.es/espana/2017/08/31/59a70a48ca4741f7588b45e4.html https://philosophia-perennis.com/2017/09/07/gatestone2/ 290.Österreich 2016- Jeder 2 Flüchtling wird angezeigt(PRO JAHR!)Die Recherche wertet alle […]

Ronald Strnad
Gast
Ronald Strnad

Wenn der 1. Kopf abgehauen wird durch
diese Sch….. wacht diese EU auf dann gibt
es Krieg. D und F sowie andere Staaten zerstören Europa gute Nacht!!!s

Cloé
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Cloé

Auch diese Kämpfer sind Migranten. Was sollen die denn sonst sein ? Jetzt wo der Deash fast ausgelöscht ist brauchen die neue bequeme und fürsorgliche Rückzugsgebiete und damit sind wir als D das reinste Vorparadies für die. Wäre ich an deren Stelle würde ich das ganz genau so machen. Ist doch ein Idealzustand hier. Keiner stellt unbequeme Fragen und wenn mal dann kann man leicht lügen. Prüft ja niemand nach, wie auch. Verpflegung und Unterbringung – nach kurzer Wartezeit – einfach gut. Anwälte stehen kostenfrei zur Verfügung, gesundheitlich eine Vollversorgung. Arbeiten muß man nicht, sich irgendwie wirklich integrieren auch nicht.… Mehr lesen »

karen
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karen

Es ist 1 Minute vor 12! Europa wird bald brennen Wer glaubt, dass wir in stabilen Zeit leben,(laut Merkels Worten „gut leben in Deutschland“ der lebt in einer Scheinwelt. Alles spitzt sich tagtäglich zu, Unruhe herrscht in fast allen europäischen Ländern. Mauern und Gitter die an den Staatsgrenzen stehen sollten werden als Schutz vor Muslim Kamikazen in unseren Staedten aufgestellt. Wir schlittern mit hohem Tempo ins größte Chaos aller Zeiten – . Und wenn es losgeht, dann über Nacht und wir werden in kürzester Zeit Tote durch Gewalt, Hunger und Krankheiten erleben. Schon jetzt sind Mütter gezwungen ihren Säuglingen mehr… Mehr lesen »

kaltstart
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kaltstart

Es bliebe ja nicht bei 50000 potenziellen Gotteskriegern, man muss auch die hunderttausende (sicher mehr als eine halbe Million) von jungen ledigen muslimischen Männern, bestens vernetzt, hinzurechnen. Denn die sind ja nicht zufällig als Vorhut hier, sondern könnten den Einsatzbefehl bekommen, wenn ihnen Waffen zugeführt worden sind. Ich male mir aus, was dann passiert, ganze Landstriche könnten in Null Komma NIx ausgelöscht werden. Die Bundeswehr mit einem kläglichen Personalstand von 165000, dazu noch mit logistischen Problemen und Polizei wären nicht in der Lage, den Dschiadisten wirksam entgegen zu treten und die Zivilbevölkerung zu schützen. Eine Bankrotterklärung für den längst nicht… Mehr lesen »

Jupp
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Jupp

Bisher haben sich Verfassungsfeinde als Politiker, Juristen, Mediziner und Bamte getarnt. Jetzt kommen ausländische Terroristen noch dazu.

Mister Musel
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Hat dies auf News Blog rebloggt.

MoshPit
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Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Kann ja gar nicht sein. Herr Maas hat doch ausdrücklich ausgeschlossen, daß mit den Flüchtlingen Terroristen kommen, und der muß es ja nun wissen.

Sipol
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Sipol

Die jetzt bekannt gewordene Zahl von 50.000 militanten Islamisten in Europa wurde auch hier aus einer katholischen Perspektive kommentiert und auf ihre langfristigen Folgen für Christen in Westeuropa hin analysiert:
https://projektsanktmichael.org/2017/09/07/eu-terrorismuskoordinator-islambezogene-militanz-in-europa-bleibt-langfristig-bedrohung/
Man könnte noch ergänzen, dass Dschihadisten mit rund 50.000 jungen Männern im wehrfähigen Alter in Europa über mehr entsprechend einsatzfähiges Personal verfügen als etwa die Bundeswehr. Zudem dürften mittlerweile mit ca. rund 5.000 IS-Kämpfern mehr militante Islamisten in Europa über tatsächliche Kampferfahrung verfügen als Angehörige europäischer Streitkräfte, nur um das einmal in Relation zu setzen.