(David Berger) Unser Zitat der Woche kommt von Daniel Apostol. Der hat ausgehend von einer etwas seltsamen, von Berliner Damendarstellern ausgehenden Aktion Klartext geredet.

Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet zu der Aktion:

Die Gruppe „Travestie für Deutschland“ hat eine Kampagne gestartet, die sich gegen die AfD richtet.

Mit Plakaten werben sie für ein weltoffenes Deutschland. – Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wollten sich diese Herren recht aussichtslos über Frauen lustig machen, um dadurch die Wahlbeteiligung zu erhöhen.

Aber ihr Anliegen scheint ein anderes: Sie wollen gegen all das angehen, was die derzeit Mächtigen stören könnte: Von rechts, über Rassismus (d.h. Islamkritik) bis hin zu den „Nazis“ (d.h. AfD).

Zu dem Anliegen kann man stehen, wie man will. Auch Damendarsteller sind nur Männer und haben eher selten den Mut zu einem revolutionären Aufbegehren gegen totalitäre Tendenzen.

Das geträllerte „Ich bin wie Du“ ist ganz schnell gegen „Lilli Marleen“ oder „Bomben auf Engeland“ (Brexit!) ausgetauscht.

Und ob sie einen der ihren aus ihrer Mitte verstoßen, weil er keinen Ariernachweis hat oder dies tun, weil er die AfD wählt, ist im Grunde genommen auch völlig egal.

Ob aber die Strategie eine kluge ist, dass sich diese etwas verkokst und windschief wirkende Gruppe, der man zwar Schminktipps, aber kaum politische Kompetenzen zutrauen kann, öffentlich gegen die AfD positioniert, scheint mit die entscheidende Baustelle.

Da könnte der Schuss gewaltig nach hinten losgehen. Wir haben bereits erlebt, wie es ist, wenn solche unglaubwürdig gewordenen Institutionen wie die Staatsmedien, Zentralkomitees von Katholiken oder Protestanten und Frauenverbände von Gewerkschaften sich zu Anti-AfD-Kampagnen hinreißen lassen.

Aber vielleicht ist ja genau das der tiefere Gedanke dahinter und die Unterhaltungskünstler wollen die AfD heimlich stärken.

Ist sie doch die einzige Kraft, die sich derzeit ernsthaft Gedanken macht, wie sie diese Gruppe mit der Freude am ganzjährigen Karneval vor der brutalen Gewalt, vor den Steinigungen und der offensiven Verachtung derer bewahren können, die sie aus über Jahrhunderte im Herzen ihrer Kultur praktizierten Grundsätzen heraus, nur widerlich finden und hassen.