Ein Gastbeitrag von Marko Wild

Die konservative Seite hat sich oft genug selbst analysiert und ist dabei fast immer zum gleichen Ergebnis gekommen: die einzelnen Richtungen sind einander nicht loyal genug.

Schon kleinste Interessenunterschiede genügen, dass man sich voneinander distanziert, sich spalten und manipulieren lässt. Ich behaupte: damit wird lediglich ein Symptom beschrieben. Nicht aber seine Ursache beschrieben.

Die national-konservative Bewegung leidet meiner Ansicht nach an einer einseitigen Überbetonung der im Prinzip richtigen Erkenntnis, dass man zu Lösung großer gesellschaftlicher Probleme

a) verantwortungsethisch handeln und

b) deshalb sein Augenmerk auf das „Große Ganze“ richten müsse. Die Korrektur der gesellschaftlichen Schieflagen peilt die national-konservative Bewegung fast ausschließlich über die Metaebene an.

Was im politischen Diskurs das Gebot der Stunde sein mag, bleibt indes beim Herunterbrechen auf die konkrete Situation oft seltsam empathielos.

Hier hat die Linke mit ihrem gesinnunsethischen, in Wahrheit gesinnungstotalitären Ansatz einen großen Vorteil: es gelingt ihr zu vermitteln, dass ihr das Schicksal des Einzelnen etwas bedeutet. Dass er nicht nur mittelfristig von ihr profitieren wird, sondern schon jetzt und hier als Einzelner wertgeschätzt, anerkannt und gebraucht wird. Selbst wenn es sich hierbei um Propaganda und eine Unwahrheit handelt, denn die Linke war von Anbeginn an kollektivistisch ausgerichtet.

Die national-konservative Bewegung hingegen hat an dieser Stelle eine systemische Blindstelle. Denn sie will zu Großes: nicht weniger als die Rettung der Zukunft für das deutsche Volk und Deutschland als Nation.

Unter diesem gewaltigen Anspruch erschöpft sich das Gebrauchtwerden des Einzelnen momentan in Spendenaufrufen oder der Bitte um Mithilfe bei gefährlichen AfD-Wahlkampfauftritten. Ansonsten aber ist – sofern er nicht der AfD beitritt – jeder gezwungen, mehr oder weniger zum Einzelkämpfer zu werden. Der einfache Deutsche erhält so den Eindruck, er sei auch in diesem Kampf lediglich Mittel zum Zweck, Verschiebungsmasse. Das ist zu wenig. Das Volk begreift durchaus, wenn es im Kampf der Metaebenen nur stört.

Ich könnte die aufgestellte Behauptung durch Beispiele belegen. Durch Anfragen, auf die niemals auch nur eine Eingangsbestätigung erfolgte. Durch arbeitsintensives Engagement, das nur auf Desinteresse stieß, durch Erfahrungen mit und um intransparente Führungsgremien, die vom „Volk“ entkoppelt diesem Woche für Woche „Widerstand“ vorspielen, durch elitäre Zirkelbildungen, zu denen keiner Zugang findet, dessen Einbindung nicht durch entsprechende Netzwerke schon vorbestimmt ist. Die Erfahrung fällt das Urteil: die Farben, Ziele und Bekenntnisse mögen sich unterscheiden – im Kern aber ähneln sich politische Bewegungen.

Wie bei den Linken so zählt auch bei den National-Konservativen, je größer das Spiel, desto weniger der real existierende, konkrete Mensch etwas, sondern nur sein überhöhtes, entpersonifiziertes Zerrbild. Dann eben als „Leistungsträger“ oder „kleinste Stütze der Gesellschaft“. Was am Menschen an sich liegen mag: er kann seiner Natur weder entfliehen, noch sie durch Überstülpen der vermeintlich besseren Ideologie ändern.

Dennoch stellt sich die Frage: Warum ist das so? Und vor allem:

Warum gelingt es der Linken, die Wertschätzung des Einzelnen wenigstens zu vermitteln, wenngleich bei entfesselter Ideologie nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte, und warum gelingt dies den National-Konservativen nicht?

Die Antwort lautet meiner Ansicht nach:

… weil die linke Ideologie sich von Beginn an, das heißt, seit der französischen Revolution, explizit als Konkurrenz zum Christentum begriffen hat und folglich dessen Substitut werden wollte.

Die linke Ideologie hat dabei eines der zentralen Merkmale des Christentum verstanden: die Wertschätzung Gottes gilt nicht nur der Menschheit allgemein (verantwortungsethische Metaperspektive), sondern jedem einzelnen konkreten Menschen (gesinnungsethische Individualperspektive). Wollte die linke Ideologie also das Christentum ersetzen, musste sie glaubhaft eine ähnliche Wertschätzung des Individuums vermitteln können. Und das tat sie.

Niemals zuvor ist das Individuum stärker gehätschelt und in den Fokus gerückt worden, als seit dem Siegeszug der linken Ideologie.

Stichwort „soziale Frage“, Stichwort „Psychoanalyse“, Stichwort „Feminismus“ – um nur ein paar zu nennen. Stets wurde des Menschen Augenmerk erfolgreich auf sein persönliches irdisches Schicksal gelenkt und er dazu veranlasst, mit diesem unzufrieden zu sein. So entstand der (falsche) Eindruck, es ginge um ihn – den einzelnen Menschen.

Die Konservativen hingegen begriffen sich seit jeher als das natürliche Gefäß, welches das Christentum durch die Gezeiten trägt. Bis heute.

Weil man das als selbstverständlich voraussetzte, unterzog man sich diesbezüglich nie einer ernsthaften Selbstprüfung. Jedenfalls nicht in den letzten siebzig Jahren. Sei es die Identitäre Bewegung, sei es PEGIDA, sei es die AfD, seien es Burschenschaften, seien es altgediente Bundeswehroffiziere, die nach ihrem Ausscheiden endlich Tacheles reden (dürfen), seien es konservative alternative Medien wie die Junge Freiheit usw. – argumentiert wurde und wird zwar „christlich“.

Allerdings, und hier kommen wir zu des Pudels Kern, leider fast ausschließlich „kulturchristlich“.

Die christliche Lehre – die die vollkommenste Grundlage für einen praktikablen Spagat zwischen Verantwortungsethik und Gesinnungsethik darstellt – wird von den National-Konservativen durch den Filter der Kultur gepresst. Einer Kultur, die neben Golgatha eben stets auch Akropolis, Kapitol und ein bisschen Walhalla berücksichtigt.

Einer Kultur, die Luther mit Aristoteles und Augustin mit dem deutschen Idealismus zu vereinen sucht. Eine Geisteskultur, die so übervoll mit Wissen ist, dass für den Glauben schon lange nur noch die Nische in der Wand bleibt. Und selbst das meist aus Traditionsbewusstsein.

Die intellektuellen Eliten der national-konservativen Bewegung sind in der politischen Debatte durch die Bank weg nicht fähig, mehr, als einen kulturell-verbrämten Anspruch des Christentums zu formulieren.

Das ist die Kehrseite des Schatzes einer lebenslang erworbenen, Hochbildung: der intellektuelle Relativismus hat hier zwar ein höheres Niveau, doch sein Hang, Liebgewonnenem durch geistige Kompromissbildung sein angestammtes Plätzchen nicht zu versagen, anstatt es gnadenlos auszusortieren, kommt auch hier zum Tragen. Paulus schreibt, er habe sich entschlossen, nichts zu wissen, außer Christus, den Gekreuzigten. Das war nicht integrativ. Und überhaupt nicht diplomatisch. Doch es war langfristig erfolgreich.

Wo die National-Konservativen aus dem kulturchristlichen Schutzraum heraus argumentieren, haben sie der gesinnungsethischen Totschlagkeule der Linken zwar rethorische Brillanz, kulturelle, ethische und faktische Überlegenheit entgegen zu setzen, aber nichts Erlösendes, auf das eigentlich alle warten. Dies wird exemplarisch in ihrer unterentwickelten Gesinnungsethik, im oben angesprochenen „Nicht-Sehen“ des konkreten Einzelnen deutlich. Ihre Botschaft bleibt seltsam unterkühlt, die Bewegung strebt immer noch zerfasernd auseinander.

Denn nicht Wissen, nicht Bildung oder Eloquenz, sondern nur Liebe, die in der Liebe zu Christus gründet und die weit über Ämter, Wahlsiege oder mediales Dominanzstreben hinausgeht, könnte dieses Land in einer Weise erwecken, durch welche ihm doch noch Rettung zuteil würde – so unvorstellbar dieser Gedanke auch klingen mag.

Nicht „Deutschland erwache“, sondern das Hinführen der verirrten Schafe zum guten Hirten wäre die Aufgabe der National-Konservativen. Nicht Nebenaspekte wie jene, ob der Euro überhaupt fnktionieren kann, sind das, was Deutschland zuvorderst diskutieren muss. Sondern ein Denken und Handeln auf der Grundlage einer echten biblischen Ethik. Dann klären sich genannte Fragen recht schnell.

So, wie auf kirchlicher Ebene die Kirchenleitungen dafür verantwortlich wären, wären das auf politischer Ebene die AfD, auf kultureller Ebene Publizisten, Videoblogger, Musiker usw. Hier müsste auch nicht permanent die missionarische Keule geschwungen werden. Es genügte, wenn eine klar christlich motivierte Grundschwingung vorhanden wäre, die hie und da einmal lauter und deutlicher durchklänge. Dies ist jedoch, von viel zu wenigen Ausnahmen abgesehen, im Grunde nicht der Fall.

Die jungen Philosophen der national-konservativen Bewegung wissen ebenso wenig von dem, was Paulus sich zu wissen geschworen hatte, wie die Granden der AfD, wie das Gros der alternativen Blogger oder die Chefs von PEGIDA.

Das, was Deutschland widerfährt, kann nicht mit Rückbesinnung auf „Kultur“ aufgehalten werden.

Es sind nicht Grimms Märchen, nicht Kant, Schiller und Schopenhauer, die Deutschland retten werden. Es braucht dazu eine stärkere Kraft. Es braucht das Kreuz.

Doch ist dieses eben, wie geschrieben steht, den Griechen eine Torheit. In gewisser Weise sind wir längst „Griechen“ geworden. Und die griechischsten Griechen sind die intellektuellen Eliten der national-konservativen Bewegung.

23 Kommentare

  1. Diese ganze Diskussion ist müßig-werden wir alle doch erfahren, was wirklich ist: Im Augenblick unseres Todes.
    Und da völlig ungewiss ist, ob man einfach aufhört zu existieren oder ob „danach“ noch irgendetwas kommt, halte ich mich lieber an das, was ich habe:
    Das Leben, hier und jetzt.
    Da man es weder verlängern noch verbreitern, sondern nur vertiefen kann, möchte ich dieses Leben so erfüllt wie irgend möglich gestalten.
    Daher bin ich bereit, es notfalls mit Zähnen und Klauen gegen alles und jeden zu verteidigen, die es mir vermasseln möchten-aus welchem (vorgeschobenen) Grund auch immer.

  2. Vielen Dank, für den sehr klugen analytischen Beitrag von Herrn Wild, der genau das Dilemma deutlich macht, in dem wir uns befinden: Die Vernachlässigung der emotionsbasierten (christlichen) Mitmenschlichkeit, in Zeiten, in denen die steuernden Heuchler mit dem klaren Weg-Ziel der NWO dem einzelnen Menschen vorgaukeln, im neuen „Individualisierungsschub“ ginge es um die Stärkung des Individuums. Mit allerlei Täuschungstant, sei es die sogenannte „Selbstverwirklichung“, immer verstanden als rücksichtslose Mißachtung der legitimen Erwartungen und Bedürfnisse des sozialen Nächstfeldes, der Propagierung des hedonistischen „Konsumierens“ im hier, jetzt, und gleich, und dergleichen mehr.
    Das emotionale „Band“ wird über die „Zugehörigkeit“ als „Gutmensch“ durch entsprechend „zivilcouragierte Taten“ mit einer Vielzahl Anderer in dieser Masse, z.B. bei der Verhinderung eines AFD-Pateitags, und deren tagtäglichen gut-gefühlsvermittelnden „Erlebnisfeldern“ für das individuelle Gemüt.
    Fakt ist, daß es sich hierbei insgesamt um Steuerung-Elemente eines gewollten Prozesses handelt, den einzelnen Menschen aus seiner sozialen und emotionalen Verankerung herauszulösen, um sie so der beliebig steuerbaren Masse atomisierter, gleichgeschalteter „Individuen“ zuzuführen.
    In dieser Lage beklagt der Autor zu Recht die mandelnde sozio-emotionale „Einbindungs“-Attraktivität einer national-konservativen Gegenbewegung. Dabei gibt es auch historisch gesehen durchaus interessante Ansätze, mit denen eine Auseinandersetzung sich lohnt, wie z.B. die Bewegungen der Romantik, mit „Sturm und Drang“, etc. Hilfreich können aber auch Impulse der heutigen (Sozial-)Psychologie sein, woraus die heutigen Manipulateure seit den Zeiten eines Edward Bernays bereita wichtige Erkenntnisse für ihr „erfolgreiches Tun“ gewonnen haben und gewinnen,

  3. Die ersten Abstätze bis zum Auffordern gleichsam eines christlich-nationalen Bekenntnisses finde ich intellektuell und spannend. An der Stelle des „Bis zum“ entsteht aber ein Bruch an metaperspektivischer Durchdringungskraft. Um es einmal ganz individualistisch zu benennen: Ich mag das Neue Testatment, obwohl es nach heutiger Geschichtsauffassung nicht mehr von Zeitgenossen des Nazareners geschrieben wurde, sondern möglicherweise von mehreren Autoren, die – so ein Analysestrang – eine paziftistisch-beruhigende Ideologie für die zentrifugalen Kräfte des Imperium Romanum formuliert haben könnten.

    Ungeachtet dessen, dass sich in einer kritischen Diskussion mehrere historische Persönlichkeiten finden, die sich um einen Christus-Archetyp gleichsam biografisch herum rankten (hoffe aufgrund meiner Sozialisation, dass diese Ausdrucksweise nicht blasphemisch ist…), gibt es doch wahrscheinlich eine historisch belegbare Persönlichkeit, die gleichzeitig so etwas wie ein politischer Führer, Magier und Heiler gewesen ist. Einer übrigens, der so etwas wie Verhältnismäßigkeit gelehrt haben dürfte – „die andere Wange hinhalten“, aber auch „sein Hemd für ein Schwert einzutauschen“(mich hier bitte nicht auf den bibelfesten Wortlaut festnageln). Ich denke, dieser Jesus lebt mit in meinem Herzen, nicht zuletzt, weil rund 2000 Jahre abendländischer Geschichte mit ihm zusammenhängen.

    Gleichzeitig bin ich persönlich aber recht pagan ausgerichtet, einem Naturverständnis anhängend, das mit Odin (männlich) und Odis (weiblich) zu tun hat. Dabei lasse ich mich gerne von der als „rechts“ angeprangerten Vorstellungswelt der Armanen leiten. Sie besagt in etwa, das jenes göttliche Prinzip, das für die Od-Kraft steht – bei den Chinesen etwa „Chi“ und bei den Indern „Prana“ genannt – eine innewohnende und alles erlösende kosmische Intelligenz aufweist, Dieses Verständnis des All-Umfassenden ist mir um einiges näher als Jehova, obwohl auch dieses Lebensprizip -seinstypisch eventuell göttlich – im Laufe der Gezeigten kräftig mißverstanden wurde. Das „Ich bin“ vielmehr richtig verstanden, als das personifizierbare „Sein“ aber nicht im Sinne der strafenden Rachegottheit voller Eifersucht, wie ihn die Bibel beschreibt. Nun, ich bin getauft. Der damaligen Taute gebe ich heute eine neue Bestimmtungsrichtung. Genauso ist es. Hm, spannend, spannend – kommt gleich die Abgrenzertits, wenn man sich sozusagen zu einem synkretistisch emfpundenen Christo-Wallhalla hingezogen fühle? Ich kanns mir auf dieser Internetseite nicht wirklich vorstellen – seid gegrüßt…!

    • nun, wenn Sie dem Menschen die Religion wegnehmen schafft er sich sofort eine Neue,
      auch das steht im Beitrag, so ist der Kommunismus nichts als die alte Religion ins innerweltliche, konkret die Zukunft gewandelt.
      Auch wenn man die Diskussionen um die Umwelt betrachtet, das ist Religion, da geht es um Glaube, nicht um Fakten.
      Oder anderes ausgedrückt die Fakten werden im Licht des Glaubens gesehen.
      Vor der Klimareligion hatten wir die Gesundheitsreligion,
      Von daher scheint mit der Mensch das Wesen zu sein, das glauben muss, so wie es atmen muss, deshalb ist dringend geboten die Wahrheitsfrage zu stellen.

  4. Amen ! Ohne echten Glauben ist das nicht möglich,ohne echte Christen nicht zu bewerkstelligen.Wie sollen sie glauben,fragt Paulus,die Antwort ist ,dass es gepredigt werden muss-das Kreuz Jesu Christi und eben nicht linker Humanismus!Da die Kirchen von den Linken Kröten gekapert wurden oder in toter Tradition gefangen sind ,muss der Laien Prediger los,doch da gibt s dasselbe,was sie oben beschrieben haben,Neid und pingelige Ansprüche von allen Seiten innerhalb des Christentum s.Ich bete für einen neuen Aufbruch des echten einfachen Glaubens ,dass Jesus ,als der Weg,die Wahrheit und das Leben predigt und zur Umkehr führt hin zum lebendigen Glauben.Gott vergibt denen,die sich durch Jesus Christus retten lassen. Das ist sehr radikal und ist mit nix zu ersetzen!Wir sind nicht alle automatisch Gottes Kinder,das erbost Viele,aber ohne Retter gibt es auch keine Rettung.

  5. Im Prinzip richtig, Herr Marko Wild, aber das Funktionieren oder Nicht–Funktionieren des Euro betrifft jeden Einzelnen direkt. Seit über einem Jahr warte ich darauf, ob wenigstens mal ein Journalist – egal ob „links–progressiv“ oder „rechts–konservativ“ – bei der Kanzlerin oder Herrn Schäuble nachfragt, ob es beim „Target2“, mit dem der Steuerzahler die bundesdeutschen EU– Exporte mittlerweile in Höhe von 850 Mrd. Euro (vor-?) finanziert, eine „Obergrenze“ gibt? (Zum Vergleich: Das ist mehr als der gesamte heimische Goldschatz ausmacht). Nach Berechnungen von Ökonomen haftet der deutsche Michel in der EU–Schuldenunion inzwischen für insgesamt rd. 2,8 Billionen! Euro. (Dr. M. Quandt), Andere kommen auf mehr. Eine weitere Frage an die „mächtigste Frau Europas“ wäre, ob sie garantieren kann, dass aus diesen Bürgschaften keine „Zahlschaften“ werden? Ferner, warum sie Signore Draghi nicht dazu bewegen kann, auch mal der BRD zumindest gedrucktes Geld rüber zu reichen – nicht nur den MED–Staaten? Ökonomie–Nobelpreisträger warnen schon länger vor dem Kollaps des Euro. Der christliche „Erst“– und der „Zweit–Gott“ verweigern Politikern, Eminenzen, „Stellvertretern“ und „Schäfchen“ offenbar die richtigen Ideen für Lösungen.

  6. …….die Würde eines Einzelnen, seiner Familie, seines Volkes, seiner Geschichte. Dies zusammenhängend zu vermitteln vermag die gesamte Linke nicht. Würde ist für sie ein nichtssagender Begriff .Ein Zustand den sie kaum kennen. Aber sie ist vielen schmerzlich genommen worden. Und bitte jetzt nicht auf die philosophische Ebene allein setzen. Es ist ein schwieriges Unterfangen aber lösbar.. „Schlage den Feind mit seinen eigenen Waffen“.
    Praktisch muss man näher an die Menschen ran. Und bitte nicht zu sehr die „Mitleid Rolle“. Vorsicht!

    Ideen gibt es,………

  7. Die Analyse stimmt an sich,nur 2 Punkte sind (noch) zu bedenke1.) die sog „National-Konservative Bewegung “
    hat in der Gesellschaft kaum eine Verankerung man sieht das sehr schön an den letzten Wahlergebnisses National Konservativen Parteien im westlichen Europa da nehmen Leute Worte wie „christliches Abendland “ in den Mund die noch nie eine Kirche von innen gesehen haben und abendländische Kultur ist für diese Leute etwas zwischen Jugendweihe und Dosenbier praktisch gibt es keine „national Konservative Bewegung“ das sibd in der Regel frustrierte Verllierer die Harz IV beziehen und in ihrem Frust übersehen daß grade sie die Verlierer einer konservativ Nationalen Regierung wären
    2.) Die Gesellschaftliche Entwiklung hat sich noch nie zurück drehen lassen das haben wir im 20 Jhd mehr als deutlich gesehen

    • ..“Die gesellschaftliche Entwicklung hat sich noch nie zurückdrehen lassen“.. Richtig! Sie hat sich aber auch noch nie im Hier und Jetzt festzurren lassen. Nicht nur mit dem Attribut „zeitlos“ beanspruch(t)en `Modernisten` und `Aufgeklärte` Ewigkeitsstatus. Jedoch: „Das kurze linke Jahrhundert“ (E. Hobsbawm) ging in der Tat unüblich schnell vorbei. Zu viele der Utopien sind nicht mehr zeitgemäß, sie funktionieren nicht: So die uniforme Einheit und Gleichheit oder die „Deus ex machina“–Ideologie u.A. Eine `Postmoderne` wird Besseres finden (müssen).

  8. >Nicht „Deutschland erwache“, sondern das Hinführen der
    verirrten Schafe zum guten Hirten wäre die Aufgabe der
    National-Konservativen.Es sind nicht Grimms Märchen, nicht Kant, Schiller und
    Schopenhauer, die Deutschland retten werden.
    Es braucht dazu eine stärkere Kraft. Es braucht das Kreuz.<

    Eine gewagte These wie ich finde. Ich pflichte den meisten
    Aussagen aus dem Beitrag zu, nicht aber den Lösungs-
    vorschlägen.
    Denn wenn das die Lösung sein sollte, dann könnte wir alle
    die Hände beruhigt in den Schoß legen und bräuchten nur
    noch auf die Verbreitung des Islams auf europäischen
    Boden zu warten.
    Wenn wir alle nur wieder unaufgeklärt wie unreflektiert
    einen „guten Hirten“ hinterher traben sollen, dann ist es
    doch eigentlich egal welches Kostüm dieser trägt.

    Fakt ist, der Islam hätte z.Z. die viel besseren Chancen
    auf schnelle Verbreitung als das Christentum.
    Folklorechristliche Erzoberheuchler wie Woelki, Marx,
    Bedford- Strom &Co. hätte damit wohl die wenigsten
    Probleme. Die setzen sich jeden Hut auf!

    Wenn das also die Lösung sein soll, dann wäre aber der
    Mensch nichts weiter als ein ferngelenktes Schaf, ein
    Objekt und eben frei verschiebbare Verfügungsmasse,
    traurig!
    Blinder, dogmatischer und unreflektierter Glauben an
    Hirten hat uns doch dahin geführt wo wir jetzt stehen,
    hat aus uns das gemacht was wir jetzt sind!
    Darum bin ich der Meinung, gerade Grimms Märchen,
    Kant, Schiller und Schopenhauer, liefern die Antworten
    für Deutschlands Rettung.
    Ein Hoch auf den kategorischen Imperativ!!!

    Was es braucht ist eine kleine aber starke Bewegung,
    einen wachen Verstand, ein klares Ziel, einen zornigen,
    prinzipienfesten und ungetrübten Blick auf den Feind
    und die Bereitschaft zur Not auch alles zu geben.

    Dass das nicht die breite Masse ansprechen kann ist klar.
    2000 Jahre Religion und „christliche Lehre“, dazu seit 100
    die Ersatzreligion Demokratie und Konsumverblödung
    haben die breiten Masse, quer durch alle Bildungs-
    schichten, verhausschweint und versklavt.
    Aus sich heraus werden die nie ein Bewusstsein
    entwickeln das es aber zwingend bräuchte um
    Veränderungen anzuschieben.

    Die sind für eine Veränderung auch gar nicht von Nöten,
    die stören nur! Die traben sowieso dem hinterher der
    die saftigsten Wiesen verspricht.
    Es ist auch überhaupt keine Zeit mehr diese amorphe
    Masse aus ihren geistigen Gefängnissen befreien zu
    wollen umso bewusste Mitkämpfer zu gewinnen.

    Was es akut braucht ist eine integre Elite und ein Plan.
    Die Geschichte belegt, dazu braucht es nicht mehr als
    ein paar wenige Prozent des Volkes.
    Nur genau die ist bis jetzt weit und breit nicht zusehen,
    genau darin liegt aber das Versagen!

    Aber, hat ein Volk, das nicht bereit ist seinen Platz unter
    den Völkern behaupten zu wollen eigentlich ein Anrecht
    auf diesen Platz?

  9. Mit dem oben stehenden Beitrag bin ich zu 100 % einverstanden.
    In der vergangenen Nacht habe ich nicht gut geschlafen, deswegen sollte ich hier eigentlich keinen schriftlichen Kommentar abgeben, Trotzdem tue ich es.
    Was hier oben geschrieben steht, hat zu 100 % meine Zustimmung.
    Wir sollen unseren christlichen Glauben mit Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstsein leben (wobei kritische Fragen natürlich nicht ausgeschlossen werden).
    Außerdem sehr wichtig: man soll sich nicht in eine bigotte Ecke stellen lassen (das machen ja auch die jungen mohammedanischen Männer nicht , die mit Selbstverständlichkeit in die Moschee gehen).
    Glauben hat mit innerer Überzeugung zu tun. Nichtsdestotrotz habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, regelmäßig, wenn ich in einem (Innenstadt-)Restaurant etwas esse, vor dem Essen ein Kreuz zu schlagen. Dabei ist mir piepegal, was die offiziellen Kirchenfunktionäre dazu sagen würden.

  10. „Es braucht dazu eine stärkere Kraft. Es braucht das Kreuz.“

    Das funktioniert auch nicht. Es ist eben das Problem mit dem Glauben, dass man ihn mit purem Willen nicht zurückbekommt, wenn man ihn einmal verloren hat. Und das haben sehr viele.

    Nach dem evangelischen Kirchentag zeigt sich: es gibt auch noch einige handfeste Realitäten, die die Vereinnahmung für national-konservative Belange unwahrscheinlich erscheinen lassen, zumindest auf institutioneller Ebene…

    „Schon kleinste Interessenunterschiede genügen, dass man sich voneinander distanziert“

    Das ist bei den Linken nicht anders, eher extremer. Es lässt sich also offenbar wegkürzen.

    Es ist das Problem aller Bewegungen, man muss erst eine stumpfe Masse für sich gewinnen können, bevor was läuft. Das wird mit dem Kreuz kaum funktionieren, es funktioniert oberflächlich gesinnungsethisch (nicht umsonst wird Migrantenkriminalität von den Herrschenden verharmlost) aber sicher nicht dauerhaft.

  11. Ist alles richtig was hier geschrieben steht. Meiner Meinung nach, kommt aber noch einiges dazu. „Schweigespirale“, der angeblich allgemeine Haß der allen entgegenschlägt der auch nur rechts mit der Augenbraue zuckt. Alle Linken Ansichten, von gemäßigt bis linksextrem, haben durch SPD, Grüne und Linke, Menschen in den oberen Etagen sitzen und werden von dort unterstützt. Die Konservativen die sich inzwischen in Deutschland wie Partisanen in den Wäldern verstecken müssen, fehlt eine stützende Kraft. Sie sind durch verschiedene Ansichten, verschiedene Aussagen eher zerstritten, statt sich erst einmal, wenn auch nur am Anfang, lieber einig sein sollte. Jeder kocht sein Süppchen für sich. Querelen die der AfD nur Schaden zugefügt hat, wegen zu besetzenden Stühlen innerhalb und außerhalb der Partei. Wir alle haben KEINE klare und eindeutige Linie, dazu kommt, daß wir alle es in uns haben, das demokratische Verständnis. Wir kämpfen mit Regeln, die politischen Gegner haben keine Regeln sie sehen ihr Ziel vor Augen. Wie sie dahin kommen, ist ihnen egal, und wer dabei auf der Strecke bleibt auch.

  12. Nun, ich halte es auch lieber mit den Griechen und vor allem mit Nietzsche. „Das Kreuz“ rettet nicht, die überhöhten, übermenschlichen Forderungen an den Menschen (die wahrscheinlich nicht auf dem Mist des klar denkenden Juden Jesus gewachsen sind…) zwingen den fehlbaren Menschen zu allerlei Beicht-, Buß- und Absolutionstricks. Das klare Denken der Griechen hilft schon eher, wenn es denn endlich wieder gelehrt wird (an welchen Schulen wird heute noch Griechisch ab Klasse 7 unterrichtet?). Interessant dagegen ist für mich, dass auch die national-konservative Bewegung in der Tat lieber das „Große Ganze“ im Auge hat, anstatt aufs Kleinere und Machbare zu zielen. Aber das kommt den Trägen entgegen. Das „Große Ganze“ lässt sich bequem am Computer oder auf der Bühne fordern. Fürs Kleinere muss der Einzelne schon mal aufstehen, die Ärmel hochkrempeln und was tun. Die „Rettung Deutschlands“ in kleinen Schritten ist eben beschwerlich.

  13. „Es sind nicht Grimms Märchen, nicht Kant, Schiller und Schopenhauer, die Deutschland retten werden.“
    Es sind Grimms Märchen, die Deutschland in die Katastrophe geführt haben. Natürlich im übertragenden Sinne. Es ist der Irrationalismus der Romantik, die Abkehr von Vernunft und Freiheit und die Hinwendung zu Gefühl und Lüge um des höheren Zweckes willen. Die Abkehr von Kant, Schiller, Humboldt und die mystische Hofierung des Vergangenen Unwiederbringbaren, gegen die so schwer anzukämpfen ist. Der überall sattsam verbreitete Mangel an Urteilskraft und die Anbetung von utopischen Märchenländern.
    Wo der Artikel Uneinigkeit eines sogenannten Nationalkonservativen Lagers beklagt, da spaltet er selbst; denn die Trennung von Christentum und griechischer Philosophie – nur dieses Beispiel – ist schlechthin nicht möglich. Ein Christentum ohne Griechentum, ohne insbesondere Platon und die Stoiker, gibt es nicht, ebensowenig wie überhaupt ein Christentum ohne Kultur.
    DIESE „Rettung“ Deutschlands muß ohne mich stattfinden.

  14. Das Problem was Sie aber hier vergessen, ist dass das gro der Kreuz(Kirchenführung) sich dem linken so anbiedert(siehe Wölki, marx Käsmann) das man hier keinen Zusammenhalt finden wird.
    Des weiteren haben die linken erfolgreich den Samen gelegt das die AFD mit der früheren NSDAP gleichzusetzen sei, obwohl dies in keinster Weiße stimmt. Sicher gibt es dort einige mit Extremen Ansichten, die man nicht grundlegend als falsch bezeichnen sollte, aber die den Bogen überspannen. Man muss mehr an dem Miteinander dieser konservativen Bewegungen arbeiten , daran sollte die Lösung liegen.

  15. Ein weiteres Problem wäre dass die National- Konservativen weiterhin getrennt operieren. Hier muss reformiert werden, der Hauptkern sollte immer der Gott-glaube sein. Die Reformation vereint den Nationalismus mit dem Konservatismus. Der Sozialismus dagegen wird abgetrennt. Weiterhin vertreten die Konservativen und Nationalisten zwar die Werte des Christentums, allerdings mit Abschlägen. Der Bedingungslose Gott-glaube und damit der Christus-glaube müssen an die Stelle des alten Aberglaubens treten. Die Reformation beinhaltet die Aufarbeitung des alten Nationalsozialismus dessen Elemente noch Aktiv sind. Die Rechten haben meiner Ansicht einen großen Fehler begangen. Sie haben da weiter gemacht wo der Nationalsozialismus aufgehört hat ohne dass die Ideologie grundlegend weiterentwickelt worden ist. Dazu gehört unter anderen das anerkennen der gemachten Fehler auf menschlicher Ebene. Die Reformation macht aus den beiden Elementen eins. Den Nationalkonservatismus, eine neue Ideologie die auf Christus basiert und statt Okkulten den Gott-glauben an erste Stelle setzt. Daraus ergibt sich ein anderes Handeln aus Nächstenliebe heraus. Dennoch muss eine neue Macht auch in der Lage sein Physische Angriffe ab zu wehren. Wir stehen noch am Anfang einer wunderbaren Entwicklung die uns wider zu Menschen macht. Was unsere Eltern auf dieser Linie verpasst haben müssen wir nun nachholen.

  16. Interessanter Denkansatz. Geht meines Erachtens bei PEGIDA völlig daneben. Denn es ist gar nicht entscheidend, wer „Chef“ bei PEGIDA ist. Ich empfehle dem Autor dringend, sich mit den Bürgerbewegungen in der DDR im Herbst 1989 zu beschäftigen. Die Leute gehen auf die Straße, weil sie die Ungerechtigkeiten des volksverachtenden Systems ablehnen. Und nicht, weil die „Chefs“ von PEGIDA solche tollen Vordenker sind. Das maßen sich die „Chefs“ gar nicht an und sagen das auch so. PEGIDA ist nur das Gefäß der Bürgerbewegung, wenn dieses morgen verboten wird, gibt es sofort die nächste. Das haben weder die Repressionsorgane noch der islambolschewistische Klüngel verstanden. Und das ist auch gut so. Denn es wird Zeit benötigt, Zeit für den Tag der kritischen Masse bis zu den Großdemonstrationen. Deshalb gehen auch ein Drittel „Linke“ bei PEGIDA Dresden mit. Eine konfessions- und ideologieübergreifende Bürgerbewegung. Viel weiter gefasst und deshalb auch so eine große Gefahr für Clique der antideutschen Volksverräter.

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