Ein Gastbeitrag von Anja Faber

Vor 25 Jahren, am 6. Mai 1992 ist Marlene Dietrich (Maria Magdalena Dietrich) in Paris verstorben. Mit anderen wirklich Großen verkörpert sie die Seele unserer Nation. Drei Aspekte ihres Lebens können beispielhaft dafür stehen, dass man diese Behauptung auch inhaltlich weiter untermauern kann:

1.Was würde Marlene sagen?
…vielleicht „War denn alles umsonst?“ Eine provokative Frage – aber berechtigt.

Marlene hätte sich unser Land heute niemals so vorgestellt. Im Nachkriegsdeutschland mit seinen offenen Wunden hatte man sie widersprüchlich behandelt. Verständlich zu dieser Zeit. Irgendwie. Sie war eine Patriotin, eine Preußin und liebte dieses Land. Die Sprache, die Kultur seine Menschen.

Und sie hat mit ihren Möglichkeiten dafür gekämpft. Für eine unverkrampfte deutsche Nation. Mit seinen Dichtern, Philosophen, Literaten und all seine Unterschiedlichkeiten der Dialekte und seinen Menschen dahinter. Deutsche Tugenden lebte sie. Sie versteckte sie nicht. Sie war stolz darauf.

2. Über Nationalität notierte sie einmal (Quelle; Das ABC meines Lebens, DT Verlag 2012)

„Es ist kein leichter Entschluss, seine Nationalität zu wechseln, selbst dann nicht, wenn man die Ansichten und Menschen, die das Geburtsland plötzlich gut heißt, verachtet. Auch wenn man sich das Gegenteil einzureden versucht: All das verleugnen zu müssen, was man als Kind zu ehren lernte, gibt einem das Gefühl von Treulosigkeit. Die Liebe und Achtung für das Land, das einen aufgenommen hat, haben nichts damit zu tun.“

Wie klar und wahr sind diese Worte. Und wenn man sie auf die Gegenwart anwendet stellt sich die Frage an uns selbst und an dass was hier mit uns passiert.

3. Marlene kehrte endgültig mit ihrem Tode nach Berlin zurück. Zu ihrer Mutter, ihrer Heimat. Über Heimat notierte sie (Quelle; Das ABC meines Lebens, DT Verlag 2012)

„Heimat. Eins der schönsten Wörter der deutschen Sprache.
Müssen wir das Wort aus unseren Wortschatz streichen?“

Was würde Marlene heute sagen?

***

Foto: (c) By Koch, Eric / Anefo (Nationaal Archief) [CC BY-SA 3.0 nl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en)], via Wikimedia Commons

12 Kommentare

  1. Marlene Dittrich eine Patriotin ? Für mich eher eine Verräterin ! Sie hätte gewiss ihre helle Freude an den amerikanischen / Amerika gesteuerten Zuständen in unserem Land….

  2. „Ich helfe, Anleihen zu kaufen, damit Berlin bombardiert werden
    kann.“ – soll jenes Subjekt gesagt haben!
    Hofiert hier philosophia perennis wirklich jene Schauspielerin die
    als US- propagandistische Marketenderin und in deren Uniform
    an der Zerstörung Deutschlands teilnahm? Interessant in welch „glorreichen“ Licht ihr diese „Dame“ zeichnet.
    Das sagt viel über euch aus, leider nichts Gutes!

    • Richtig, sie war letztendlich gegen Deutschland! Speziell das Deutschland, das groß und mächtig war!

      Sie hätte, in „jüngeren „Jahren auch mit Teddys „Flutlinge “ begrüßt!

      Und das hätte „der böse Adi“ niemals zugelassen!

      Aber sie hat auch das schöne L ied “ Lilly Marleen „gesungen

      Zarah Leander und Lale Andersen haben sich ja auch diesem Thema angenommen:

    • …..Marlene war, wie fast alle Hollywood Schauspieler zur damaligen Zeit ,Mitglied im Hollywood Victory Committee und sammelte Geld für Kriegsanleihen ein. Weil sie Deuschland hasste? Sicherlich nicht.
      Diesen Komplex hatte sie nicht. Denn den erleben wir doch gerade in der GEGENWART mit all seine kranken Auswüchsen. Marlene hat die Wiedervereinigung begrüßt. Im Gegensatz zu den Parteien wie der SPD, den Grünen und einen Teil der Intellektuellen zurZeit der „Wende“. Sie hat sich vor keinem Wagen spannen lassen wie man es so oft versucht hat. Gerade aus der Antikriegsbewegung und der Antifa hat man es versucht. (Zum Glück erfolglos, denn da war sie auch zu amerikanisch) Welch Ironie! Man erinnere sich an eine große Demonstration aus dem Jahre 1990 der Grünen und der Friedensbewegung als Jutta Ditfurth mit einen Portrait von Marlene vorne an mit dem Leitspruch „Nie wieder Deutschland“ marschierte. Schon vergessen?
      Marlene erstattete Strafanzeige gegen Ditfurth und anderen. Mit Erfolg. Mit diesen Leuten wollte sie nichts zu tun haben. Und das wäre heute nicht anders. Marlene konnte es niemanden recht machen. Nicht Links und nicht Rechts. Wenn man mal in diesen Kategorien bleibt. Ihr selbstgewähltes Exil war Frankreich, Paris. Dort fühlte sie sich zu Hause und ihrer Heimat am nächsten. Die Irak-Krise 1991 bekam sie durchaus noch mit. Mit viel Sorge. Sie nahm den nächsten Krieg schon wahr…….
      Können Sie sich vorstellen das Marlene sich vor dem Islam vermarkten würde? So wie viele andere es tun.? Der Nationalsozialismus und der Islam waren damals keine Gegensätze. Diese Form der Unterwerfung in ganz Europa.? Nein, sie und Edith Piaf würden nicht einfach nur zuschauen.
      Aber vielleicht würde Leni Riefenstahl ein Bildband über die Ästhetik des Islams erstellen. Nur so eine Vorstellung! Selbst die Antifa würde Leni dann lieben. Wäre das besser?
      Der Weg beider kreuzte sich oft. Als Leni Riefenstahl ihre Memoiren 1987 veröffentlichte soll Marlene folgendermaßen zitiert worden sein; ……….natürlich drucken sie weiter diese Lügen dieser „Reichsgletscherspalte“. Sie soll von Hiltler erst 1932 zum ersten mal gehört haben?.

      Beide prägten das Frauenbild in Deutschland und in der Welt. Beide liebten Deutschland. Der feine Unterschied ist der, dass Marlene einsam verstarb und Paris ihre Mietschulden übernahm. Leni Riefenstahl konnte gar noch viele Erfolge feiern. 1998 zum Beispiel als das Time Magazin seinen 75 Geburtstag feierte nahm Leni Riefenstahl mit Claudia Schiffer als Ehrengast teil. Neben Henry Kissinger.
      Die eine wurde als Schuldige behandelt und war doch das Opfer. Die andere eine Mitschuldige und machte sich zum Opfer.

      Was würde Marlene heute sagen? Kämpft! Im Exil lebt ihr ja schon.Vielleicht wären das ihre Worte.

      • Ein sehr aufschlussreicher Kommentar, Danke.
        Dietrichs ablehnende Einstellung gegenüber
        den Nazis ehrt sie, sie hat damit jene Haltung
        bewiesen die so vielen anderen fehlten.
        Umso unverständlicher dann, das sie sich
        ausgerechnet diesen Amis an den Hals
        geschmissen hat!
        Deutschland abzulehnen um dann die USA
        zu hofieren, hat sie unglaubhaft gemacht.
        Mich würde interessieren, ob sie sich je dazu
        geäußert hat?

    • Die braun-affinen gewissen Super-Patrioten sollten sich besser fragen, was der Beitrag des unseligen Hitler-Regimes zur Zerstörung Deutschlands war!! Ohne nun die Machenschaften der Feind-Kreise auszulassen oder gar gutzuheißen!

      Rückblickend weiß man nicht, wie man sich 1933f. verhalten hätte und hätte sollen, aber eins ist heute ganz klar in einer großen Faktenfülle, woran auch die Tabuisierung eines Großthemas, woran auch der verlogene Schuldkult nichts ändern (können):

      Das braune Regime war eine Herrschaft des deklassierten Gossen-Pöbels, eines speziellen Milieus, das für seine aseitig-reaktionären Primärziele das Nationale und Soziale okkupiert und damit das -damals so dumme wie heute- Volk bestochen und verblendet hat, und Menschenschlages übelster Sorte, der so zuvor und danach nirgendwo mehr an die Macht kam.

      Dagegen waren selbst die alten Schichten und Kommunisten gediegener als die braunen Minusmenschen!! So wie auch ein Kohl und Kinkel bei aller Verurteilung nicht solche abstoßenden Pöbeltypen, Grobpakete waren wie viele Leute bei GRÜN und PDS.

      Man kann natürlich auch den Hitleristen damals nicht versagen, daß sie subjektiv das Beste für Deutschland erreichen wollten, aber das galt bei Hitler nur unter dessen speziellen, nämlich Primäranliegen, welche zu einer redlichen, ehrsamen Nationalpolitik gar nicht gehören, unnötig waren und sich dann auch schädlich innen- wie außenpolitisch auswirkten:

      Als Erlösung geglaubte Obsession in Rassen-Wahn, Sozialdarwinismus, übertriebener Juden-Bekämpfung und Kunstkultur-Geschmacksdiktatur.

      Und dazu die Anmaßung, 100% mit dem Volke identisch zu sein (dreiste Legitimationslüge vom putschistischen Anfang an bis zum bitteren, mörderischen Ende) und daher jeden Gegner als Hochverräter verfolgen zu dürfen, die Allmachts-Anmaßung, eine derart totalitäre Diktatur im egomamen Alleinlauf errichten und führen zu dürfen.

      Und selbst wenn man die nicht alleinige, aber doch erwiesene Kriegsschuld Hitlers 1939 und die inakzeptable brutal-totalitäre Diktatur hinnimmt, so hat sich diese undeutsch-verrohte Bande der braunen Rabauken vollends unmöglich gemacht mit dem Versagen und Verrat von Stalingrad und den völlig entmenschten Tötungen (wie wegen Kriegsmüdigkeit, Abhörens ausländischer Radiosender usw.) gegen einfache Deutsche in den Endjahren durch die Freisler-Mordjustiz und die von Hitler („Er liebte das Volk“) eingerichteten SS-Standgerichte.

      Die entmenscht-verrohte, wie gehorsams-extreme Bluthunde mordende SS hat ja noch 1 vor und 2 nach 12 Deutsche füsiliert im braunen Treue- und Machtwahn, um dann ganz schnell -ach so stolz- die braunen Uniformen wegzuwerfen und unterzutauchen. Viele dieser übelsten Täter kamen straffrei oder milde davon!!

  3. Viele Leute würden sich oder haben sich bereits im Grabe umgedreht,wenn sie das heutige Deutschland sehen könnten.

  4. Sie würde sagen: „Heimweh? Kenn ich nich, was soll man dahin wo man herkommt, wessen Milch man trank und der ganze Quatsch. Ich hab keine Gefühle für Länder, Häuser und Städte aber für Menschen, die mir am Herzen liegen. Gewiss, ich bin Berlinerin!“
    Aber ihr Berlin hat überhaupt gar nichts mit dem heutigen zu tun, wo man alte Damen vergewaltigt, ausraubt und umbringt.

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