Mit der Wahl von Alice Weidel und Alexander Gauland zum Spitzenteam für die Bundestagswahl 2017 entschied man sich ganz eindeutig für eine AfD, die deren Chancen, die Politik in Deutschland auf absehbare Zeit entscheidend mitzugestalten, wieder stark ansteigen lassen. Ein Kommentar von David Berger

Der Bundesparteitag der AfD, der gestern zu Ende ging, war in der medialen Wahrnehmung zunächst vor allem geprägt durch die angekündigten 50.000 Gegendemonstranten, davon erschienen ist ein kleines Häuflein von etwa 5-10.000 (Angaben variieren). Deren Auftritt bot zwar ein illustres Bild des durchschnittlichen AfD-Kritikers, fand aber bei über zwei Dritteln der Deutschen nur Ablehnung und blieb erfolglos.

Die Demokratie und der Rechtsstaat haben sich diesmal gegen antisemitische, islamophile und linksradikale Hetze durchgesetzt. Und dafür gesorgt, dass eine zum demokratischen Parteienspektrum ihren Bundesparteitag weitgehend ungestört abhalten konnte.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auch wenn Frauke Petrys Anträge zur strategischen Ausrichtung der AfD keine Mehrheit fanden, zeigte der Parteitag doch, dass die Ängste vor einem Rechtsrutsch der Partei keine weitere Nahrung fanden.

Stattdessen entschied man sich mit der Wahl von Alice Weidel und Alexander Gauland zum Spitzenteam für die Bundestagswahl 2017 ganz eindeutig für eine AfD, die deren Chancen die Politik in Deutschland auf absehbare Zeit entscheidend mitzugestalten, wieder stark ansteigen lassen.

Bastian Behrens, ein ausgewogener und kluger Kenner der Parteienlandschaft in Deutschland, bemerkte dazu gestern:

„Ich hatte in den vergangenen Wochen ja schon sehr an der AfD gezweifelt… aber mit den Spitzenkandidaten Weidel und Gauland hat sie wohl gerade nochmal die Kurve gekriegt:

Weidel steht für Wirtschaftskompetenz, Euro-Kritik und eine Modernität, die der AfD – wenn sie eine Alternative 2017 und nicht 1957 sein will – gut zu Gesicht steht.

Und Gauland ist ein honoriger Konservativer, der weit ins Unionslager hinein wirkt. Gute Voraussetzungen für die Bundestagswahl 2017″

Natürlich gibt es auch in der AfD Stimmen, die dies – gerade bezüglich Frau Weidel – anders sehen. So war zum Beispiel gestern in einem sozialen Netzwerk zu lesen:

„Sie ist Goldman-Sachs verpflichtet, eine gescheiterte FDP-Frau und trägt ihre irrelevante lesbische Orientierung im rot-grünen Wowereit-Stil vor sich her. Untragbar. Unwählbar. Weidel lässt keine Gelegenheit aus, um mittels System-Medien gegen den patriotisch-konservativen Teil der AfD zu hetzen.“

Erstaunlicherweise treffen sich diese Stimmen mit denen aus dem linkspopulistischen bis linksradikalen Spektrum. Eine queere Homoseite gibt seit gestern Hasskommentaren breiten Raum, die das Niveau der Kritik von ganz anderer Seite deutlich unterbietet:  „Wer zum Kuckuck ist diese Kröte, die mit ihr zusammenlebt?“ heißt es da – und: Weidel sei „psychisch gestört“ und „extrem gefährlich“. Letzteres können wir für die Queeriban-Subkulturen nur hoffen. 

IMG_1900 (1)Wer Weidel etwas kennt, kann die Sammlung dieser Vorurteile nicht verstehen. Und auch die Mehrheit in der AfD ist offensichtlich nicht dieser Meinung. Auch ich kann sie nicht teilen. Ich hatte die Gelegenheit mehrmals mit Alice Weidel persönlich zu sprechen:

Ihre „lesbische Orientierung“ war dabei nie ein Thema, obwohl sich das angesichts meiner Person ja vielleicht angeboten hätte. Auch Hetze habe ich aus ihrem Mund nie gehört. Beim Neujahrsempfang der „Jungen Freiheit“ (ein „Systemmedium“?) hat sie die Partei zu Geschlossenheit aufgerufen, gleichzeitig aber auch antisemitischen Tendenzen, die am Rande vorhanden sind, eine klare Absage erteilt.

So kurz diese Rede war, so eindeutig zeigte sich: Weidel ist eine konsequent unserem Rechtsstaat und der Demokratie verpflichtete Politikerin, die notfalls auch bereit ist in diesem Sinne konsequent und stets sehr rational sowie sachlich zur Ordnung zu rufen.

Zugleich scheinen der telegenen AfD-Frau aber alle diktatorischen Allüren und Alpha-Weibchen-Rangeleien fremd.

Ihr authentischer Charme gepaart mit echter politischer Klugheit könnte selbst die Koservativen in ihrer Partei überzeugen:

Wenn schon eine Kanzlerin, dann lieber Weidel als Merkel.

In diesem Sinne: Deutschland braucht euch, kämpft zusammen – nicht zuerst für eine Partei oder die eigenen Karriere, sondern für unser Land und seine Werte! Alles Gute, liebe Alice!

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SaraAlice Weidel: „Medien haben haltlose Storys produziert und unsere intimste Privatsphäre an die Öffentlichkeit gezerrt“ – philosophia perennislynxThomas KovacsHans Adler Recent comment authors
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Sara
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Sara

Ich muß sagen, ich bin kein AFD Fan, trotzdem hat diese Partei sehr kompetente und kluge Köpfe. Eigentlich schade, denn wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, daß sie genauso wie die Systemparteien illegal handeln und deshalb wie alle anderen unwählbar sind. Das ganze System ist marode und muß eliminiert werden. Wir brauche keine Parteien, die uns ausplündern, wir haben viel was besseres. Wenn sich alle Menschen, so wie in Venezuela , in der Verfassunggebenden Versammlung einfinden würden, dann wäre dieses Unrechtssystem Merkel und Konsorten schon lange passé. Ich frage mich ernsthaft, wie kann man in einer Firma, illegale Wahlen… Mehr lesen »

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[…] in Köln sehr deutlich gesehen. Ob es um das Sexualleben der Bundestagswahlkampf-Spitzenkandidatin Alice Weidel oder deren Wohnort und ihre Kinder geht, alles wurde auf einmal sehr schnell […]

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[…] Kurve gekriegt: Alice Weidel führt mit Alexander Gauland die AfD in den Bundestagswahlkampf […]

Marius Schmitz
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Marius Schmitz

Queer.de tobt? Na, dann habt Ihr alles richtig gemacht: Herr Berger, wollen sie nicht langsam auch bei der AfD einsteigen?

Kampf dem Merkelfaschismus
Gast
Kampf dem Merkelfaschismus

Also, mir geht mittlerweile die Überhöhung der Homosexualität gehörig auf den Senkel. Mich interessiert nicht die Bohne wer mit wem, wo und warum Sex hat. Ich werte auch nicht über Menschen ob ihrer sexuellen Präferenz (solange diese legal ist und niemanden schädigt). Ich würde sofort persönlich/körperlich einschreiten, wenn Idioten Homosexuelle angreifen würden nur weil sie homosexuell sind, ich empfinde es aber als genauso abstoßend, wenn Berufshomosexuelle mit ihrer sexuellen Neigung Karriere machen wollen. BTT: Fr. Weidel habe ich noch nicht kennengelernt. Die Fr. Petry schon und ich bin froh, dass diese Frau nun ein wenig Zeit zum Nachdenken und Reflektieren… Mehr lesen »

Peter Siart
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Peter Siart

Die AFD soll sich jetzt ein Personaltableau schaffen, das den berechtigten Eindruck vermittelt, dass sie regieren will.
Die Personen müssen publik werden.

Kowalski
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Kowalski

Ich finde Weidel sehr gut.Sie kennt sich in Finanzfragen sehr gut aus und das war ja de Anfang der AFD und die Krise ist noch lange nicht vorbei!

Petry wirkte auch auf viele Eingebildet-meiner Mutter war sie sofort unsymphatisch nach einer TV Diskussion.

hubi stendahl
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hubi stendahl

Zitat: „Ihre „lesbische Orientierung“ war dabei nie ein Thema, obwohl sich das angesichts meiner Person ja vielleicht angeboten hätte. “ Die sexuelle Orientierung sollte im politischen Alltag und in Debatten nur den Stellenwert haben, der für ein prosperierendes Zusammenleben notwendig ist. Warum ist es unter zivilisierten Menschen überhaupt noch nötig, einer Minderheit wie Homosexuelle oder Lesben eine besondere Platform zu bieten? Es ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass die sexuelle Orientierung von Minderheiten einen Teil der Gesamtheit darstellt, Aber auch nicht mehr. Schafft also diesen ganzen Genderwahnsinn ab, der weder den einen, noch den anderen nützt und nur spaltet. Der einzige… Mehr lesen »

Eckard
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Eckard

Ok, der Parteitag hat gute Ergebnisse gezeitigt, die Super-Rede von Jörg Meuthen, die vorläufige Entschärfung Petrys, die Wahl eines Teams. ABER: Die AfD muß wachsam bleiben: 1. Das Parteiausschlußverfahren gegen Björn Höcke ist noch nicht abgeschmettert und das gehört zur Einigkeit der AfD dazu. Das Thema muß schnell vom Tisch! 2. Weidel hat für den Ausschluß Höckes gestimmt und ist unter Verdacht, von fremden Interessen (Goldman Sachs) geleitet zu sein. Sie sollte genau beobachtet werden. 3. Petry und Pretzell sind immer noch imstande, großen Schaden anzurichten. Mindestens Pretzell muß durch Martin Renner ersetzt werden. Renner und Reil sollten seine Ablösung… Mehr lesen »

Luther
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Luther

Guter Parteitag,gutes Team,gutes Wahlprogramm,obwohl ich Frau Weideland nicht mag.Ich werde sowieso AfD wählen,egal auch Höcke und Petry hätte ich gewählt.Aber für viele Leute mehr,scheint das jetzt das Dream Team zu sein und so sei es.Man hat wieder ein bisschen Hoffnung gewonnen!

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Frau Weidel ist die bestmögliche Wahl für die AfD, da kann man sicher sein. Es ist wichtig, daß diese Partei nicht nur linkem, sondern auch rechtem Sozialismus die kalte Schulter zeigt. Freiheit gibt es nur mit freien Märkten oder gar nicht. Eine Partei wie der französische FN hat das z.B. nie verstanden; deswegen ist es wichtig, daß die AfD sich immer mit diesem Argument vom FN abgesetzt hat (im Internet z.B. explizit durch Beatrix von Storch oder Martin Renner). Weidel macht die AfD, die ja aus einem liberalen Motiv heraus entstand (gegen die Euro-Planwirtschaft!) und deswegen mit dem Ex-CDU-Mann Lucke… Mehr lesen »

Kerstin
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Freue mich sehr über das Spitzenduo!
Auch die Meuthen-Rede war gut, weiter so und jetzt kräftig nach vorn gehen!
Mehr an die Öffentlichkeit.

Ede Kowalski
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Ede Kowalski

Überraschenderweise ist ausgerechnet beim Nachrichtenkanal n-tv ein kritischer, aber dennoch halbwegs sachlicher Beitrag zum AfD Parteitag erschienen, einige bemerkenswerte Auszüge: „Die politischen Gegner der AfD wären in Zukunft schlecht damit beraten, auf eine gewisse Unorganisiertheit der Partei zu zählen, auf die früher gewissermaßen Verlass war. Die AfD hat mit ihrem Bundesparteitag bewiesen, dass es zwar immer noch deutliche Konfliktlinien gibt. Aber sie ist konsensfähiger und in ihrer Beschlussfassung deutlich effektiver geworden.“ und Alice Weidel betreffend: „Alice Weidel steht als Finanzexpertin für den wirtschaftsliberalen Teil der AfD. Sie hat sich in der Vergangenheit zwar deutlich vom rechtsnationalen Flügel distanziert und etwa… Mehr lesen »

Ingrid Jung
Gast
Ingrid Jung

Packen wir es an, die Zeit drängt. Wir brauchen euch AfD, mehr denn je. Die Wähler werden sich an sie gewöhnen. Die brauchen jetzt klare Aussagen über ihr Parteiprogramm, damit noch viele andere mit ins Boot steigen können.

Sabrina
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Sabrina

Schöner Kommentar, der mir noch mehr Hoffnung und Zuversicht gibt, daß selbst Alice Weidel als ehemalige „Goldmann-Sachs-Frau“ eine ehrliche und authentische Alternative im heutigen Pateienmorast überzeugend verkörpern kann.
Dies bleibt zu hoffen und zu wünschen, für unser Land, unser Volk , und für ein selbstbewußtes identitäres Europa!