(Pip-News)  Der diesjährige Berliner CSD startet unter dem Motto: „Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!” Damit wird konsequent ein weiterer Schritt in Richtung politischer Instrumentalisierung von Sexualität getan.

Etwas merkwürdig erscheint mir allerdings, dass die meisten Homosexuellen, die ich persönlich kenne, eher bürgerlichen Milieus entstammen und ganz und gar nicht sonderlich „links“ unterwegs sind.

Um ein bekanntes Beispiel zu nennen, erinnere ich in diesem Zusammenhang mal an den unlängst verstorbenen Guido Westerwelle (R.I.P.), der ein bekennender Liberaler, also alles andere als „links“ war. Nun sollte all dies eigentlich kaum ein sonderliches Problem darstellen, verhielte es sich nicht so, dass gerade linke Milieus sehr stark dazu neigen, alles, was sich politisch gesehen „rechts“ von ihnen befindet (also fast ALLES!) pauschal als „rechts“ zu verunglimpfen.

Differenzierungsvermögen sucht man da, gerade hierzulande, leider vergebens. Und während man in anderen Ländern etliche Unterscheidungen kennt, läuft bei uns von konservativ, christlich-konservativ, liberal konservativ, national-liberal, nationalsozialistisch, völkisch, rassistisch, royalistisch, ggf. teilweise sogar libertär (*besonders absurd) usw. quasi alles unter dem Pauschal-Label „rechts“.

Wer sich bspw. schlicht wünscht, dass in der Rigaer Str., in Berlin Friedrichshain, etwas weniger Autos „abgefackelt“ werden, ist in den Augen vieler „Linker“ bereits „rechts“.

  • Wer die aktuelle Kunstpräsentation im öffentlichen Raum Dresdens kritisch hinterfragt ebenso. Gleichfalls gesteigerte Gefahr als „rechts“ zu gelten läuft,
  • wer die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber in beliebte Urlaubsziele nicht kategorisch ausschließen möchte.
  • Wer den Islam nicht ad hoc als „Religion der Liebe“ zu erkennen vermag,
  • wer sich einen säkularen Staat erhofft und beim Gedanken an verschleierte Lehrerinnen und Politessen nicht in Freudentaumel gerät,
  • wer Trump nicht für den Teufel persönlich und seine Wahl nicht für den Untergang der westlichen Zivilisation hält,
  • wer noch ernsthaft daran glaubt, dass eine Gesellschaft auch mit etwas weniger als 60 Geschlechtern auskommen könnte,
  • wer zwischen Europa und EU zu unterscheiden vermag,
  • wer sich erdreistet noch immer so schlimme Wörter wie „Negerkuss“ oder „Zigeunerschnitzel“ zu gebrauchen,
  • wer beim Anhören der Nationalhymne nicht automatisch von Selbsthass geschüttelt wird,
  • oder wer schlicht in ungünstigem Zeitpunkt zur Einhaltung des Grundgesetzes gemahnt:

Sie alle laufen Gefahr, seitens „linker“ Kreise sehr schnell mit dem Label „rechts“ bedacht zu werden. Oder, noch schlimmer, sie sind Hitler!

Eine illustre Sammlung entsprechender Beispiele findet man aktuell auf Twitter unter dem Hashtag #istHitler

Kurzum: Was bleibt da noch vom „Schwulsein“, wenn die sexuelle Orientierung – unter dem Druck der tonangebenden Lobby nolens volens – als untrennbar mit „gegen rechts“ verbunden wird?

Da sich der Christopher Street Day als vermeintliches Sprachrohr aller homosexuell veranlagten Menschen versteht, sollte es demnach auch um die gesellschaftliche Anerkennung aller Homosexuellen gehen. Ein explizit politisch „links“ besetztes Credo bedeutet jedoch im Umkehrschluss, dass die „nicht linken“ Homos irgendwie nicht dazugehören. Frei nach dem Motto:

Nur „linke“ Homos dürfen das wahre „Schwulsein“ für sich beanspruchen. Aber, was sind dann den Übrigen? Keine „echten“ Schwulen?

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