(David Berger) Die bisherigen Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland waren offensichtlich nur ein kleines Vorgeplänkel. Wenige Monate bevor der Wahlkampf in Deutschland so richtig beginnt, geht es nun mit der Meinungsfreiheit in unserem Land steil bergabwärts.

Offensichtlich will man eine ähnliche Entwicklung wie in den USA vermeiden, wo statt der klassischen Medien die Menschen selbst bzw. die über die sozialen Netzwerke veröffentlichte öffentliche Meinung die Wahl für Trump entschieden haben.

Es stellt sich sogar die Frage, ob die Einschränkung dieses grundlegenden Menschenrechts – mit aktiver Förderung durch die Bundesregierung – bei uns inzwischen nicht bereits so weit gediehen ist, dass der Kampf für den Erhalt dieses Menschenrecht inzwischen unmöglich wurde.

Das ganze hat vermutlich mehr System als man glauben will: Facebook sperrt einseitig islamkritische und konservative User, während übelste antisemitische und linksradikale Gewaltaufrufe immer wieder als mit den „Gemeinschaftsrichtlinien“ vereinbar konstatiert werden.

Twitter geht inzwischen in den USA ähnlich vor.

Statt „Kauft nicht bei Juden“ rufen Linksradikale in Deutschland dazu auf „Macht keine Werbung bei Tichy, der Achse des Guten oder JournalistenWatch“ – Und die Werbekunden springen brav ab – zu groß die Angst bei den Regierenden und von den Nannymedien zu den Guten Erklärten in Ungnade zu verfallen.

Nun hat diese Art neuer Zensur die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ getroffen – ähnlich wie bei Gaystream kurz nach Orlando, will man nun deren Facebookseite zerschlagen. Das magazin berichtet:

„Die DWN-Redaktion wurde in der Nacht zum Mittwoch von dem US-Netzwerk blockiert. Wir Redakteure können keine Artikel mehr auf Facebook posten – es erscheint die Mitteilung:

„Der Inhalt, den du teilen willst, enthält einen Link, der von unserem Sicherheitssystem als unsicher eingestuft wird:Bitte entferne den Link, um fortzufahren. Sollten wir deiner Meinung nach einen Fehler gemacht haben, dann teile uns das mit.“

Facebook lässt seine Inhalte in Deutschland im Auftrag der Bundesregierung durch Bertelsmann kontrollieren. Wir wurden von der Blockade nicht informiert. Der Hinweis mit „unsicher“ kann sich nur auf unsere Inhalte beziehen – die DWN verwenden die besonders sicher https-Variante. Immerhin: Andere User dürfen unsere Artikel noch teilen.“

Sehr schnell gibt das Onlinemagazin allerdings nach:

„Wir sind von dieser Entwicklung nicht überrascht – und haben im Grund auch kein Problem damit: Es ist das Recht von Facebook, den Vorgaben der Bundesregierung oder von wem auch immer zu folgen – die Seite ist privat und kann daher ausschließen, wen sie will. …“

Weitere Informationen gibt es hier: Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Foto: (c) DWN

 

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Jutta M. Brandt
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Jutta M. Brandt

Auf VK können sich die DWN bequem einrichten; da fliegen sdie bestimmt nicht raus!!!!

Didi
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Didi

Boykott trifft immer, zumal Fratzenbuch ja auch an der Börse ist. Da wird es die Anleger schon interessieren, ob Fratzenbuch genug Gewinn abwirft. Zuckerberg wird nicht mehr lange mit solch einem Geschäftsgebahren überleben. Es müssen nur genug User Fratzenbuch hinter sich lassen (oder erst gar nicht dahingehen, so wie ich).

Brockenteufel
Gast
Brockenteufel

Die Internetseite der DWN ist aber noch vorhanden und nicht gesperrt. Das „Fratzenbuch“ interessiert viele doch „einen Schei…“

ordo ab chao
Gast
ordo ab chao

wie wir nun jahrzehntelang gewohnt sind, dass IMMER genau das Gegenteil dessen herauskommt was politikerseits „geplant“ war, können wir uns zurücklehnen und den VERSTÄRKER geniessen, den die Zensurfetischisten nun anwerfen…

ioannes de limbourg
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Es gibt auch ello.co die Alternative zu Facebook . Vielleicht müssen wir dafür mehr Werbung machen.
https://en.wikipedia.org/wiki/Ello_(social_network)

Jule
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Jule

Schlußsatz im DWN- Artikel “ Putin will A.Merkel über das Internet stürzen“ :

„Der CDU-Rechtspolitiker Patrick Sensburg schlug laut Reuters eine Art „Prüfstelle“ vor, die „Propaganda-Seiten“ aufdecken und kennzeichnen sollte.

Es ist unklar, ob diese Stelle Websites von allen staatlichen Betreibern erfassen soll. So wird etwa die BBC von der britischen Regierung finanziert. Die Deutsche Welle ist direkt dem Kanzleramt unterstellt.“

🤓

Kurzwelle
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Kurzwelle

Was wird das Ergebnis der Zensur und der Verfolgung sein?
Verfolgung des Weltgeschehens auf der Kurzwelle mit Kopfhörer.
Fremde Sprachen auffrischen z.B. Russisch und Englisch.
Sprachnachrichten regen die Gehirnregionen an die ein Bild erzeugen und lassen es nicht durch vorgegebene Bilder verkümmern.
Alles schon mal da gewesen, die Zensur, einige werden jetzt sagen so ein Spinner, aber was bleibt noch übrig wenn alle Medien und Übertragungswege staatlich kontrolliert werden. Man muß es nur wollen sich zu bilden und Alternativen suchen. Die Anbieter werden auch wieder auf diesem Gebiet entstehen.

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[…] Leben in der virtuellen Diktatur: Facebook sperrt die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ […]

keddy1992
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keddy1992

Hat dies auf Udos Blog rebloggt.

Martin Rohde
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Martin Rohde

Die zunehmenden Sperrungen auf Facebook haben auch etwas gutes. Je öfter gesperrt wird und je einheitlicher die Meinungen sind, desto mehr Menschen werden sich von Facebook verabschieden und sich anderen Seiten zuwenden. Was dann noch auf Facebook verbleibt, sind Diejenigen, die sich eh nicht mit Argumenten auseinandersetzen möchten und die Liebhaber von Katzenvideos. Also kein großer Verlust. Und spätestens, wenn sich die Abwanderung finanziell bemerkbar macht, wird Facebook seine Position überdenken.
Also, Facebook, sperrt fleißig weiter, die Rechnung kommt immer zum Schluss.

Sandinista
Gast
Sandinista

Falsch ist diese Einschätzung der DWN nicht: “ Es ist das Recht von Facebook, den Vorgaben der Bundesregierung oder von wem auch immer zu folgen – die Seite (also Facebook) ist privat und kann daher ausschließen, wen sie will. …“ Man wird ja schließlich nicht gezwungen, an dieser Veranstaltung namens Facebook teilzunehmen. Das mache ich zum Beispiel nicht (und verzichte auch sonst auf die sog. sozialen Netzwerke) und lebe sehr gut damit. Ich kenne mich daher nicht so gut aus, stelle mir aber trotzdem folgende Fragen: – Gibt es denn keine Alternativen zu Facebook? Meinungsvielfalt ist immer auch Medienvielfalt. –… Mehr lesen »