(David Berger) Die zahlreichen Lehrstühle für „Gender-Wissenschaften“, die in den letzten Jahren in Deutschland entstanden sind, täuschen vor, dass es sich bei der Gendertheorie tatsächlich um ein wissenschaftliches Konstrukt und nicht bloß um eine Ideologie handelt. Gegen diese Annahme stehen freilich wichtige wissenschaftliche Studien. Zukunft-CH berichtet darüber:

„Eine Studie der „City University of London“ bestätigt frühere Befunde, wonach Kinder Spielzeuge bevorzugen, die klassischerweise ihrem Geschlecht entsprechen (Buben Autos, Mädchen Puppen).

Darüber berichtete „Kultur und Medien Online“ in einem Beitrag , worin auch auf den Widerspruch zwischen der erwiesenen Unwissenschaftlichkeit der Gender-Theorie und deren Förderung durch die Politik eingegangen wird. Die sogenannten Stereotypen sind nach der neuen Studie schon sehr früh angelegt und zwar schon mit neun Monaten! Also lange bevor die Kinder eine eigentliche Ahnung von Geschlecht haben. Damit ist erneut widerlegt worden, dass geschlechtertypisches Spielverhalten lediglich das Ergebnis einer entsprechenden Sozialisation ist.“

Das sollte auch Auswirkungen auf die Pädagogik haben:

„Konstantin Mascher vom „Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft“ hält ebenfalls fest, dass die konsequente Umsetzung der Gender-Theorie in der Pädagogik in die entgegengesetzte Richtung zu dem führt, was Jugendliche brauchen. „Zur Lösung der Geschlechterfrage bietet Gender Mainstreaming (GM) die Dekonstruktion von Mann- bzw. Frausein, Instabilität und eine Orientierung an der Beliebigkeit. Provoziert GM damit aber vielleicht gerade das, was es bekämpfen will?

Wo Stabilität und ‚Stereotypen‘ lediglich vermieden oder abgebaut werden (sollen), entsteht ein Deutungsvakuum von Mann- und Frausein. Das Vermeiden von Stereotypen trägt an sich noch zu keiner Identitätsbildung bei. Identität ist nicht in erster Linie, was man nicht ist, sondern was man ist und werden möchte. Provoziert also diese ‚Geschlechtsidentitäts-Leere‘ nicht gerade eine umso hastigere Suche nach Stabilität?“

Was sind die Konsequenzen? Mascher fragt diesbezüglich: „Greifen die Suchenden dann nicht womöglich schnell nach hohlen, aber griffigen ‚Krücken‘, nach Schablonen und Mustern aus dem trivialen, massenmedialen Angebot von Frau- und Mannsein?“

Er vermutet, dass dadurch noch viel stärkere Stereotypen entstehen, „wodurch sich die Gendertheoretiker und Gender-Mainstreamer nur noch mehr bestätigt fühlen und weitere Programme fordern, um Gelder zu verschleudern.“

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Foto: George Knapton – A Man and a Woman, Possibly of the Missing Family (c) commons.wikimedia.org