(Felizitas Küble) Zahlreiche Politiker und Kirchenvertreter unterstützen den 12. Marsch für das Leben am Samstag, den 17.9.2016 in Berlin. In ihren Grußworten betonen sie die Bedeutung des ökumenischen Einsatzes für das uneingeschränkte Recht auf Leben.

Julia Klöckner, Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, unterstreicht die Kernbotschaft: 

„Kein Mensch muss sich für seine Existenz rechtfertigen, wenn er beeinträchtigt, wenn er alt, wenn er langsamer oder nicht so fit ist oder nicht der vermeintlichen „Norm“ entspricht. Der Marsch für das Leben will dies verdeutlichen, will sagen: Schön, dass es Dich gibt, so wie Du bist.“

Zugleich richtet sie ihren Appell an die Politik:

„Gerade das ungeborene Leben braucht eine Lobby. Leben auf Probe, das Checken, ob alles „richtig“ ist, bevor es das Ja für das ungeborene Kind gibt, Screening, PID, PND – das bringt auch Eltern in enorme Konfliktsituationen. Sie dürfen wir nicht alleine lassen, sondern müssen sie unterstützen. Gerade Frauen in existenziellen Notlagen müssen medizinische und psychologische Beratung erhalten, damit sie entlastet und die Ungeborenen zugleich geschützt werden.“

Auf einen gleich zweifachen Skandal weist der christdemokratische Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich hin:

„Leben zu selektieren und abzubrechen, ist ein Skandal. Es ist wichtig, daran immer wieder zu erinnern. Beim Marsch für das Leben kommt ein zweiter Skandal hinzu: Eine rechtsstaatliche Demokratie sichert ihren Bürgern zu, für ihre Anliegen demonstrieren zu dürfen.

Der Marsch für das Leben ist ein friedlicher Schweigemarsch. Es ist erschütternd, zu erleben, wie dagegen – auch von einigen Seiten der Politik – mobil gemacht wird. Das Maß der Anfeindung ist erschreckend.“

Klare Worte findet auch Alexander Krauß, familienpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Sachsen:

„Der Marsch für das Leben ist ein Stachel im Fleisch unserer modernen Gesellschaft. Gerade heute ist dieses Aufrütteln nötig, weil alle Lebensbereiche einer Nützlichkeitsabwägung unterworfen werden. Das Leben ist aber ein Wert an sich. Es ist ein Geschenk Gottes, das seine Daseinsberechtigung nicht nachweisen muss.“

Der Europa-Abgeordnete Elmar Brok (CDU) ermutigt:

„Der Respekt für das Grundrecht, borMedia1840101dass jeder Mensch – auch ungeboren- das Recht auf Leben hat, sollte selbstverständlich sein. Ich wünsche mir, dass Sie mit Ihrer Veranstaltung ein Zeichen für die jetzige und kommende Generation setzen, die dieses Menschenrecht bewahren und stärken wollen.“

Katholischer Bischof sowie Erzbischof beteiligen sich am Marsch

In diesem Jahr wird der Erzbischof von Berlin Dr. Heiner Koch persönlich am Marsch für das Leben teilnehmen. Der Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer (si
ehe Foto), wird den ökumenischen Abschlussgottesdienst leiten, bei dem der evangelische Pfarrer und Theologe Dr. Werner Neuer predigen wird.

Auch der evang. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen) richtet ein Grußwort an die Teilnehmer. Dabei ermahnt er, dass alle bioethischen Grenzfragen stets in einem Raum geführt werden müssen, der von einer „Kultur des Lebens“ geprägt ist. Für eine solche Kultur des Lebens stehe der Marsch für das Leben.

Pastor Ansgar Hörsting, Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, ermutigt zu einem klaren Bekenntnis: „Wir stehen auf gegen die Meinungsmache, als sei eine Abtreibung ein kleiner Unfall. Sie ist und bleibt Tötung. Und Menschen in Gewissensnöten brauchen echte Hilfe statt schlechter Ratschläge.“

Vorschaufoto: Gegendemonstranten – ausgerechnet Homosexuelle – gegen die Botschaft des „Marsches für das Leben“: „Kein Mensch muss sich für seine Existenz rechtfertigen, wenn er beeinträchtigt, wenn er alt, wenn er langsamer oder nicht so fit ist oder nicht der vermeintlichen „Norm“ entspricht!“ (c) David Berger

Den ganzen Beitrag und weitere Informationen finden Sie hier: Charismatismus-Onlinemagazin

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Markus Michael WOLFcoraxPeterdavidbergerwebthombar Recent comment authors
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Markus Michael WOLF
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Markus Michael WOLF

Siehe meinen Kommentar vom 14. September, 8:40 PM! Nun kommt die härteste Zirkusnummer: Wer hat die Fristenregelung beim Schwangerschaftsabbruch erfunden? Halten Sie sich fest, es war die Katholische Kirche. Von 1140-1869, mit dreijähriger Pause von 1588-1591, gab es im röm.-kath. Kirchenrecht die Sukzessivbeseelung, welche beinhaltete, dass ein männlicher Embryo nach 40 Tagen „beseelt“ sei, ein weiblicher gar erst nach 80 Tagen und weil man damals das Geschlecht des Zellhaufens nicht feststellen konnte, durften Frauen bis zum 80. Tag der Schwangerschaft und unter der Hand darüber hinaus abtreiben, ohne exkommuniziert zu werden, ohne als „Mörderin“ stigmatisiert zu werden. Gratian, der „Vater… Mehr lesen »

Markus Michael WOLF
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Markus Michael WOLF

Die selbsternannten lebensschützer können ein Abtreibungsverbot noch nicht einmal aus dem christlichen Glauben ableiten. Denn weder im Alten noch im Neuen Testament gibt es ein Abtreibungsverbot. Und selbst WENN die Abtreibungsgegner mit Hängen und Würgen konstruieren, dass Abtreibungen gegen das 5. Gebot „Du sollst nicht töten“ verstoßen, dann wollen wir mal feststellen, dass wir Religionsfreiheit haben und gemäß Artikel 137 Grundgesetz gibt es in Deutschland keine Staatskirche, keine Staatsreligion. Und nun gehe ich noch mehr in die Tiefe, will klarmachen, dass das Christentum nicht zwingend Abtreibungen verbietet: 1. Die Katholische Kirche behauptet, ab der Verschmelzung der Samenzelle mit der Eizelle… Mehr lesen »

corax
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corax

Die Feinde des Lebens Die Partei „Die Linke“ ruft zu einer Blockade des „Marsches für das Leben“ auf. In einer Stellungnahme mit der Überschrift „Marsch für das Leben blockieren – Paragraph 218 abschaffen“ erklärt die Bundesgeschäftsstelle der Linken: „Ich rufe alle auf, sich den Protesten gegen Neokonservative und „christliche Fundamentalistinnen“ und „Fundamentalisten“ anzuschließen und für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße zu gehen.“ Dieser Aufruf ist ein offensichtlicher Angriff auf das Versammlungsrecht, welches in Deutschland Verfassungsrang besitzt.“ (https://conservo.wordpress.com/2015/07/08/die-linke-bleibt-sich-treu-gegen-familie-und-christentum/) Antifa Berlin: Mittelalter-Marsch verhindern! Am 17. September wollen christliche FundamentalistInnen erneut durch Berlin marschieren. Unter dem scheinheiligen Motto „Marsch für… Mehr lesen »

corax
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DieFeinde des Lebens: Die Partei „Die Linke“ ruft zu einer Blockade des „Marsches für das Leben“ auf. In einer Stellungnahme mit der Überschrift „Marsch für das Leben blockieren – Paragraph 218 abschaffen“ erklärt die Bundesgeschäftsstelle der Linken: „Ich rufe alle auf, sich den Protesten gegen Neokonservative und „christliche Fundamentalistinnen“ und „Fundamentalisten“ anzuschließen und für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung auf die Straße zu gehen.“ Dieser Aufruf ist ein offensichtlicher Angriff auf das Versammlungsrecht, welches in Deutschland Verfassungsrang besitzt.“ (https://conservo.wordpress.com/2015/07/08/die-linke-bleibt-sich-treu-gegen-familie-und-christentum/) * Antifa Berlin: Mittelalter-Marsch verhindern! Am 17. September wollen christliche FundamentalistInnen erneut durch Berlin marschieren. Unter dem scheinheiligen Motto „Marsch für… Mehr lesen »

Peter
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Ich als schwuler Mann und CDU-Mann werde mit dabei sein bei diesem Marsch!

thombar
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thombar

wenn der marsch für das leben tatsächlich nur die interessen des lebens vertreten würde, hätte ich damit überhaupt kein problem. allerdings stecken hinter diesen interessen des schutzes des lebens ganz andere! zuletzt sehr deutlich zu tage getreten sind diese interessen anlässlich der debatte zur sterbehilfe. es geht den ewig gleichen lobbyisten (kirche, pflegeeinrichtungen et.c.) meist weder um das leben, oder gar um das selbstbestimmungsrecht, oder ein menschenwürdiges dasein, sondern schlicht und alleine um die tatsache das man nur am lebenden geld verdiehnen kann. nur lebende menschen generieren wirtschaftlichen umsatz, nur kranke und künstlich am leben gehaltene kann man finanziell extrem… Mehr lesen »

Axel
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Oha, die Klöckner macht einen auf konservativ – laßt Euch nicht benutzen. Als Kanzler*ix würde die, wenn es ihr nützte, sofort auf grünlinks schalten.

Carsten Kimmel
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Auch als Atheist kann man gegen Abtreibung sein – vor allem durch die zahlreichen Möglichkeiten der Empfängnisverhütung die es heute gibt. Auch die ‚Pille danach‘ als Option wird hier oft vergessen, grade wenn von schwangeren Vergewaltigungsopfern die Rede ist. Auf dem Altar der Selbstbestimmung opfern manche Frauen so leichtfertig entstehendes Leben, wie sie vorher leichtfertig mit ihrem Körper in der Sexualität umgegangen sind. Hinter all dem steht nicht nur eine Verantwortungslosigkeit gegenüber sich selbst und dem Leben an sich, sondern auch eine gehörige Portion eigener Lebenshass. Meine Mutter wurde einst -als es noch (euphemistisch bezeichnete) ‚Engelmacherinnen‘ gab und keine Pille… Mehr lesen »