(David Berger) Der US‑Finanzautor und Investor Robert Kiyosaki, bekannt durch seinen Bestseller „Rich Dad Poor Dad“, hat erneut eine provokante Finanzprognose abgegeben: Er sieht den Goldpreis nach einem schweren wirtschaftlichen Crash bei bis zu 35.000 US‑Dollar pro Unze. Solche Zahlen liegen weit über allem, was der Markt aktuell kennt – im Jahr 2026 bewegt sich der Goldpreis derzeit in der Größenordnung von einigen Tausend Dollar pro Unze, nicht aber im fünfstelligen Bereich.
Kiyosakis Argumentation fußt auf seiner Sichtweise eines drohenden Systemzusammenbruchs, der laut ihm durch drei große Faktoren befeuert wird:
Staatsverschuldung außer Kontrolle: Nach seiner Ansicht erreichen vor allem die US‑Staatsschulden ein historisch hohes Niveau, das langfristig nicht tragbar sei. Die steigenden Schulden werden – so Kiyosaki – irgendwann zu einem Vertrauensverlust in Papierwährungen führen.
Tatsächlich wird in Fachkreisen ebenfalls über stark steigende Staatsverschuldungen diskutiert; sie erhöhen die Zinslasten staatlicher Haushalte und belasten die öffentlichen Budgets, so etwa Analysen zu US‑Schuldenentwicklungen.
Währungsabwertung: Kiyosaki betont, dass Zentralbanken unbegrenzt Geld drucken könnten, während Gold als physisches Gut limitiert sei. Das führe dazu, dass in Krisenzeiten Anleger verstärkt Sachwerte suchen, die ihren Wert besser halten als Papiergeld.
Flucht in Sachwerte: Sollte es zu einem massiven Vertrauensverlust in Aktien, Anleihen oder Währungen kommen, erwartet Kiyosaki eine globale Flucht in Sachwerte wie Gold, Silber oder Kryptowährungen – und damit extreme Preissteigerungen.
Kiyosaki geht sogar so weit, auch für andere Vermögenswerte extreme Zielmarken zu nennen: So prognostiziert er unter anderem einen Bitcoin‑Preis von 750.000 US‑Dollar und einen Silberpreis von 200 US‑Dollar – ebenfalls Werte, die weit außerhalb der gängigen Markterwartungen liegen.
Gold weiterhin als der ultimative „sichere Hafen“
Die Botschaft von Kiyosaki trifft einen Nerv: In Zeiten hoher Staatsschulden und globaler Unsicherheiten suchen Investoren häufig nach Sicherheit in Sachwerten wie Gold. Doch die konkrete Zielmarke von 35.000 US‑Dollar pro Unze bleibt eine spekulative Extremprognose, die von vielen Marktbeobachtern nicht geteilt wird.
Wallstreet-Online dazu: „Trotz der extremen Zielmarke von 35.000 US-Dollar (was einer Marktkapitalisierung des Edelmetalls von über 175 Billionen US-Dollar entspräche) zeigt Gold eine starke Performance, wenngleich es weit von Kiyosakis Zahlen entfernt bleibt. Gold hat sich in den letzten zwei Jahren etwa verdoppelt. Anfang 2026 wurde erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar durchbrochen. Über fünf Jahre liegt das Plus bei etwa 160 Prozent. Seit Anfang dieses Jahres allerdings nur bei mageren 2,4 Prozent. Obwohl der Preis vor allem seit 2022 massiv gestiegen ist, sehen Experten Gold nicht zwangsläufig in einer klassischen Spekulationsblase. Die Nachfrage wird durch strukturelle Faktoren getrieben: Die Rekordkäufe durch Zentralbanken, die anhaltenden Haushaltsdefizite der Industrienationen und die geopolitische Instabilität im Nahen Osten. Obwohl Kiyosakis Zielmarke von 35.000 US-Dollar als stark überzogen angesehen wird, bleibt die Kernbotschaft für viele Anleger relevant: In einem Umfeld explodierender Staatsschulden und globaler Krisen fungiert Gold weiterhin als der ultimative „sichere Hafen“.
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