Europa als Wiege von Freiheit, Recht und kultureller Größe: Marco Rubio beschwor in München die historische Bedeutung des Kontinents – von den Ideen der Aufklärung über wissenschaftliche Durchbrüche bis hin zu musikalischen und künstlerischen Meisterwerken, die ohne die katholische Kirche niemals entstanden wären. Damit verband er einen leidenschaftlichen Appell, sich selbstbewusst zum gemeinsamen Erbe zu bekennen, um daraus Kraft für die Zukunft zu schöpfen.
Unser Zitat der Woche kommt von dem US-Außenminister Marco Rubio. In seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz rechnete er nicht nur scharf mit denen ab, die im Namen der EU, offener Grenzen und eines Klimawahns Europa zerstören, er formulierte er auch eine Liebeserklärung an Europa, die bei einigen Zuhörern einen Gänsehaut-Moment auslöste und die Hoffnung macht:
Kölner Dom und Sixtinische Kapelle
„Hier in Europa wurden die Ideen geboren, die die Samen der Freiheit pflanzten und die Welt veränderten. Hier in Europa entstand das, was der Welt die Herrschaft des Rechts gab, die Universitäten und die wissenschaftliche Revolution. Dieser Kontinent brachte das Genie von Mozart und Beethoven hervor, von Dante und Shakespeare, von Michelangelo und da Vinci – von den Beatles und den Rolling Stones.
Und dies ist der Ort, an dem die Gewölbe der Sixtinischen Kapelle und die hohen Türme des großen Doms in Köln nicht nur von der Größe unserer Vergangenheit zeugen. Und nicht nur von einem Glauben an Gott, der diese Wunder inspirierte – sie deuten auch die Wunder an, die uns in unserer Zukunft erwarten. Aber nur wenn wir uns ohne Entschuldigung zu unserem Erbe bekennen und stolz auf dieses gemeinsame Vermächtnis sind, können wir gemeinsam beginnen, unsere wirtschaftliche und politische Zukunft zu entwerfen und zu gestalten.“
„Antiwestlich“?
Überflüssig zu erwähnen, dass solche Worte jene, die Europa zusammen mit der EU in einen selbstzerstörerischen Krieg treiben wollen, zur Weißglut treiben. So schreibt etwa der SPD-Politiker Michael Roth: „Kann mir jemand erklären, warum man die Rede von AM Rubio mit standing ovations abfeiert? Sie ist inhaltlich genauso disruptiv, verschwörungstheoretisch, antiwestlich wie die von Vance oder die Statements von Trump. Im Gegensatz zum MSC-Publikum bin ich nicht erleichtert.“
Bisher schweigen die katholischen Bischöfe in Deutschland verschämt zu der Rede, aus lauter Angst, sie könnten sich bei der Regierung unbeliebt machen. Ganz anders der katholische
Bischof Robert Barron, eine der einflussreichsten katholischen Stimmen in den USA:
Im Sinne des aus Deutschland stammenden Papstes
„Ich war beeindruckt von der Rede von Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er ging zwar auf eine Reihe konkreter politischer Themen ein, aber was meine Aufmerksamkeit am meisten erregte, war seine Betonung der gemeinsamen Kultur, die Europa und Amerika verbindet. Er zitierte Dante, Shakespeare, die Sixtinische Kapelle, den Kölner Dom – sogar die Beatles als Ausdruck grundlegender kultureller Intuitionen, die den Westen bis heute prägen.
Aber er ging noch weiter und betonte im Sinne von Christopher Dawson und Papst Benedikt XVI., dass diese Kultur letztlich im christlichen Glauben begründet ist. Es ist einfach so, dass die Achtung der Würde des Einzelnen, der Menschenrechte, der politischen Freiheit und der Gleichheit letztlich aus dem christlichen Evangelium stammt. Grundlegend für seinen Vortrag war die Überzeugung, dass Europa und Amerika nur dann wirklich gedeihen können, wenn jedes für sich seine spirituelle Verankerung wiederentdeckt.“
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