Donnerstag, 29. Januar 2026

Wolfgang Rothe: Queeren Priester holt seine schlimme Vergangenheit ein

(David Berger) Wolfgang Rothe, heute in München tätig und von der queeren Bewegung als Vorzeigepriester gefeiert, ist eine umstrittene Figur. Weniger bekannt ist, dass 2004 während seiner Zeit als Subregens im Priesterseminar St. Pölten bei einer Polizeidurchsuchung laut dem Magazin Profil kinderpornografisches Material sowie Fotos homosexueller Handlungen gefunden wurden und Rothe selbst eine Beziehung zu einem ihm anvertrauten Seminaristen gehabt haben soll.

Im Zentrum einer neuen kirchlichen Kontroverse steht der Priester und Kirchenrechtler Wolfgang Rothe, der Mitglied im Betroffenenbeirat der Deutschen Bischofskonferenz ist.

Kinderpornos und Sex mit Abhängigen

Recherchen des Cicero-Magazins, auf die auch Die Tagespost verweist, zeigen, dass mehrere Bischöfe – darunter Kardinal Reinhard Marx und Bischof Rudolf Voderholzer – kritisch auf Rothes Berufung reagiert haben und intern Einspruch erhoben. Besonders umstritten ist Rothes Rolle, weil ihm vergangene Verfehlungen im Umgang mit einem von ihm abhängigen Seminaristen vorgeworfen werden.

Rothe war früher Subregens eines Priesterseminars in St. Pölten, wo es 2004 zu einem Polizei­einsatz kam, bei dem unter anderem Fotos von homosexuellen Handlungen zwischen Seminaristen gefunden wurden. Rothe bestreitet bis heute, eine entsprechende Beziehung gehabt zu haben, verlor aber vor nationalen Gerichten und dem Europäischen Gerichtshof mehrere Klagen gegen die Berichterstattung.

Den Bock zum Gärtner gemacht?

Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die Umstände seiner Vergangenheit, sondern auch gegen seine aktuelle Funktion im Beirat, der die Interessen von Missbrauchsbetroffenen vertreten soll. Voderholzer bezeichnete es als „unerträglich“, dass jemand mit solchen Vorwürfen in einem Gremium sitze, das Opfer in asymmetrischen Machtverhältnissen vertreten soll.

Rothe erhielt im Dezember 2025 zudem den Bayerischen Verfassungsorden ausgerechnet für sein Engagement zugunsten von Missbrauchsopfern – eine Auszeichnung, die ebenfalls auf Kritik gestoßen ist. Unter der Ägide von Kardinal Marx hat er inzwischen eine schwule WG gegründet:


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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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