Freitag, 23. Januar 2026

SPD: „Antifa“-Propaganda bei Debatte um Stromanschlag

(David Berger) In der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf ist es zu einem handfesten politischen Eklat gekommen. Auslöser war der Auftritt der SPD-Bezirksverordneten Ellinor Trenczek, die während einer Debatte über einen Brandanschlag auf Teile der Stromversorgung im Bezirk mit einem Pullover der „Antifaschistischen Aktion“ ans Rednerpult trat.

Besonders brisant: Der Anschlag auf das Stromnetz wird von den Ermittlungsbehörden dem linksextremen Spektrum zugerechnet. Durch Sabotage wurden Anwohner für fast eine ganze Woche ohne Strom gelassen – ein Vorgehen, das von Sicherheitsbehörden als politisch motivierter Terror eingestuft wird. Vor diesem Hintergrund wirkte Trenczeks demonstrative Selbstdarstellung mit Antifa-Symbolik wie eine bewusste Werbeaktion für weitere ähnliche Anschläge

Das bekannte Antifa-Logo steht laut Verfassungsschutz nicht für eine harmlose Haltung gegen Rechtsextremismus, sondern ist eng mit linksextremen Gruppen verbunden, von denen Teile Gewalt ausdrücklich als politisches Mittel befürworten. Kritiker warfen Trenczek daher vor, ausgerechnet bei einer Debatte über linksextreme Sabotageakte Symbole eines extremistischen Milieus zu normalisieren.

Keine Abgrenzung zu linker Gewalt

CDU-Vertreter im Bezirk sprachen von einem politischen Tabubruch und forderten eine klare Distanzierung der SPD von extremistischen Strömungen. Trenczek selbst wies die Vorwürfe zurück und erklärte, Antifaschismus sei für sie eine Frage der persönlichen Haltung. Eine inhaltliche Abgrenzung zu linksextremer Gewalt blieb dabei aus.

Der Bezirksvorsteher verwies darauf, dass das Tragen des Symbols rechtlich zulässig sei, kündigte jedoch an, das Thema politischer Symbolik in der Bezirksverordnetenversammlung beraten zu lassen. Der Vorfall wirft erneut die Frage auf, wie entschlossen demokratische Parteien mit Extremismus in den eigenen Reihen umgehen wollen – insbesondere dann, wenn reale Gewaltakte wie ein Brandanschlag auf kritische Infrastruktur im Raum stehen.

Queeriban-Nähe

Ellinor Trenczek studiert derzeit im Master Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie ist Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf für die SPD.
Innerhalb der BVV ist sie stellvertretende Vorsitzende in mehreren Ausschüssen – darunter Frauen, Gleichstellung und Queer sowie Jugendhilfe. Laut ihrem Profil setzt sie sich besonders für Erinnerungskultur, Gleichstellung, Vielfalt, Antifa-Themen sowie Angebote für junge Menschen und queere Jugendliche ein.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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