Dienstag, 31. Januar 2023

Der Sonderzug zum totalitären Linksstaat

SPD und Grüne: Am Anfang standen ein bizarres Duell und simulierter Sex mit Minderjährigen. Ein Gastbeitrag von Klaus Lelek

Sind „Jugendsünden“ bei einer Parteigründung ausschlaggebend für die Weiterentwicklung einer Partei? Im Fall von SPD und Grünen kann man diese Frage rundherum bejahen und zum Schluss gelangen, dass der Keim des Niedergangs sich bereits während der Gründungsphase abzeichnete.

Die schillernde Figur von Ferdinand Lasalle, Gründungsvater der Sozialdemokraten, steht stellvertretend für alle nachfolgenden hedonistischen Salonkommunisten – einer wurde nach Korruptionsvorwürfen gerade abgewählt -, die vor allem ihren persönlichen Ehrgeiz frönten und nicht selten über Leichen gingen.

Bei den Grünen bestimmten sehr schnell linke, gewaltbereite Kader und merkwürdige Gruppen aus dem Bereich der „Reform-Pädagogik“, wohin die Reise geht. Ökologie und Umweltschutz blieben bereits in der Anfangsphase weitgehend auf der Strecke oder wurden einseitig auf das Thema „Atomkraft“ reduziert, haftete doch so manchen Gründungsvater, darunter einer der ersten Ökobauern Deutschlands der Geruch der Nazivergangenheit an…

„Arbeiterführer“ und SPD-Gründer liebte den Adel

Dass ein eitler Bourgeoise, Salonlöwe und berüchtigter Schürzenjäger wie Ferdinand Lasalle, der heute eine #MeeToo-Debatte nach der anderen auslösen würde, vor mehr als 150 Jahren zum bedeutenden „Arbeiterführer“ aufstieg, wirft ein merkwürdiges und zugleich bezeichnendes Licht auf jene Bewegung, die eigentlich angetreten war, um die sozialen Missstände und miserablen Wohn- und Arbeitsverhältnisse des 19. Jahrhunderts zu verbessern.

Noch mehr bizarre Widersprüche tun sich auf, wenn man sein unrühmliches Ende betrachtet. Lasalle, der, wie man seiner Vita entnehmen kann, so gut wie nie eine Fabrik von innen sah, sich vornehmlich in akademischen Kreisen bewegte und schon früh die Nähe zum Adel – sogar zu Otto von Bismarck – suchte, hielt 1863 um die Hand der Bayrischen Beamtentochter Helene von Dönniges an, was bekanntlich wie unterschiedliche Quellen beschreiben, schmerzhaft „in die Hose“ ging. War der Klassenkämpfer Lasalle, der nach einem vergeblichen Versuch in einen Ritteradel einzuheiraten, mit einem bizarren Duell seine „gekränkte Ehre“ wieder herstellen wollte und sogar beim bayrischen Märchenkönig Ludwig um Satisfaktionsfähigkeit bettelte, ein grandioser Einzelgänger, der gegen sozialdemokratische Grundsätze verstieß? Weit gefehlt. Er prägt als Säulenheiliger gut dotierter Gewerkschafts- und Partei-Apparatschiks die SPD bis heute und sorgte indirekt dafür, dass die Sozialdemokraten mit ihrem ausgeprägten Instinkt für Macht und Wirtschaftspolitik – bei gleichzeitiger Demontage, und Plünderung von Leistungsträgern, aufgebähter Bürokratie und Verschwendungssucht – nicht nur die Kriegskredite Kaiser Wilhelms II. mittrugen, sondern auch den Nato-Doppelbeschluss, den Angriffskrieg gegen Serbien, den sinnlosen Afghanistaneinsatz (Deutschland wird am Hindukusch verteidigt) bis hin zu globalen Stellvertreterkriegen der Nach-Merkel-Ära.

Die Sozialdemokratie kroch bereits als Ungeheuer mit zwei Köpfen aus dem Ei und war zu keinem Zeitpunkt ihrer mehr als 150jährigen Geschichte eine Friedenstaube und soziale Institution, sondern vor allem eine Versorgungsanstalt meist akademischer, durchweg atheistischer, heute zunehmend islamistenfreundlicher Berufspolitiker. Auch die guten Verbindungen der SPD zu diversen Polizeiapparaten und Geheimdiensten – Stichwort: Diverse Polizeiliche Hausdurchsuchungen nach Kritik an Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller oder Hamburgs Innensenator Andy Grote – haben eine lange Tradition und gehen direkt auf Lasalle zurück. Wie man einem Archiv entnehmen kann, pflegte der „Arbeiterführer“ eine sehr ausgiebige freundschaftliche Korrespondenz mit Otto von Bismarck.  Nach dem tödlichen Duell in der Schweiz jagte Bismarcks preußischer Geheimdienst Lasalles Duellgegner, den jugendlichen rumänischen Adligen Fürst Racowitza und seine Braut Helene von Dönniges durch den halben Mittelmeerraum. Dies und andere pikante Dinge rund um die grotesken Attitüden des SPD-Gründungsvaters, kann man unter anderem auf einer rumänischen Historien-Webseite nachlesen. Ergo: Polizeistaat, Überwachungsstaat und SPD passen seit der Gründungsphase bestens zusammen.

Die echten Grünen wurden von Konservativen gegründet…

Die zweite Volkspartei mit Jugendsünden, die GRÜNEN, habe ich selbst 1980 als damaliger Kreisvorsitzender der Grünen Worms-Alzey und Delegierter auf dem Bundesparteitag in Karlsruhe noch unter meinem Ehenamen „Klaus Burchard“ aus der Taufe gehoben. Meine damalige Frau, die sich bis dato kaum für Politik interessierte, wurde neben Peter Keuer zur zweiten Landesvorsitzenden von Rheinland-Pfalz gekürt.

Was auf den ersten Blick nach einer eigenen Jugendsünde aussieht, war unter anderen Gesichtspunktpunkten eine historische Notwendigkeit, denn die Umweltpolitik und Städtebau-Politik der 70ziger Jahre von SPD-FDP und CDU waren eine Katastrophe. Zahllose Kulturdenkmäler, Stadtpallais, Fabrikantenschlösser samt Parks, sogar ganze Straßenzüge, besonders in historischen Altstädten wie etwa in Bingen, die den Krieg heil überstanden hatten, fielen der Abrisswut kleinkarierter SPD-Bonzen aber auch selbstherrlicher CDU-Bürgermeister zum Opfer. Widerstand gegen diese im Zeichen der Moderne verübten Bausünden, kamen vor allem aus „konservativen“ Kreisen, denn „konservativ“ heißt bekanntlich Altes, Bewährtes „bewahren“.

So war es kein Wunder, dass der CDU-Politiker Herbert Gruhl, bereits 1975 nicht nur die Keimzelle der Grünen, den heute gleichfalls linkslastigen BUND gründete, sondern auch 1978 die Partei GAZ (Grüne Aktion Zukunft) ins Leben rief. Die zweite Quelle der Grünen, die AUD (Aktionsgemeinschaft unabhängiger Deutscher) mit ihrem Vorsitzender August Haußleiter und ihrem schillernden Zugpferd aus der Künstlerszene Josef Beuys wurde sogar dem rechtskonservativen Spektrum zugeordnet.

Ein Wahlbündnis beider Parteien bei der Landtagswahl in Bayern 1978 brachte einen Achtungserfolg und sicherte die organisatorische Plattform für die im Januar 1980 gegründete Bundespartei DIE GRÜNEN. Weiteren Zulauf bekam die neue politische Kraft von der Friedensbewegung und ihrer Gallionsfigur Petra Kelly, die einerseits bereits eine deutliche Schlagseite nach Links aufwies, andererseits jedoch auch einem gestandenen hochrangigen Exgeneral wie Gerd Bastian eine politische Heimat bot. Sogar ein Bett.

Der Gründungsparteitag war ein Kulturschock

Was in Karlsruhe auf dem Gründungsparteitag geschah, kann man salopp gesagt als Kulturschock mit anschließender „feindlicher Übernahme“ bezeichnen. Inzwischen hatten auch linke Splitterparteien wie KB oder KBW, diverse Trotzkisten, Maoisten, die DDR-hörige DKP, ehemalige SDS-Mitglieder, wie der prominente Studentenführer Rudi Dutschke, frustrierte Jungsozialisten aber auch bislang parteilose aber gut vernetzte Anarchos aus der Hausbesetzerszene bis hin zu Joschka Fischers „Putztruppe“ die Chance erkannt auf einen Zug aufzuspringen, der sie direkt ins Zentrum der Macht führen würde. Der Radikalenerlass, den ausgerechnet die SPD 1972 unter Federführung von Willy Brandt ins Leben gerufen hatte, erwies sich dabei als Turbolader.

Bereits die Eröffnung des Gründungsparteitages wirkte für bodenständige Grüne, darunter Biolandwirte, Forstwirte, Naturschützer, Delegierte aus dem Umfeld der Bioladen- Reformhaus- und Anthroposophie-Bewegung wie ein Kulturschock, als unter dem Blitzlichtgewitter der anwesenden Pressefotografen pädophile Mitglieder der sogenannten „Indianerkommune“ mit halbwüchsigen Mädchen auf dem Parkett der Kongresshalle Gruppensex simulierten.

Einige Delegierte aus Bayern, aus der Fraktion der Bodenständigen schrien empört in den Saal und hinauf in Plenum: „Los! Rufen Sie die Polizei! Schnell! Schmeißen Sie die Leute sofort raus!!“ Als Antwort kam aus dem linken Lager der Großstadt lastigen sogenannten „Bunten und Alternativen Listen“ ein hysterisches, schrilles „Keine Gewalt! Keine Gewalt! Keine Polizei!“. Die Tumulte in der Kongresshalle klingen noch heute 40 Jahre später in meinen Ohren.

Die pädophilen Stadtindianer, die weder Mitglied einer grünen Partei noch Delegierte waren, durften nicht nur im Saal bleiben, sie verteilten sogar ihre widerwärtigen Pamphlete, in denen unter anderem straffreier Sex mit Kindern gefordert wurde, an den Tischen der Landesverbände. Versuchten, allerdings vergeblich, Einfluss auf die Tagesordnung Einfluss zu nehmen. Nur drei Monate später auf dem zweiten Parteitag in Saarbrücken gelang es ihnen tatsächlich, wie man in einem Focus-Artikel aus dem Jahre 2021 und bei Wikipedia nachlesen kann, nach dubiosen Geheimtreffen, die Forderung nach einer „Milderung des §174 und §176“ ins Grundsatzprogramm der Grünen zu verankern.

Wie sehr die Duldung und Pädophilie bei den Grünen verbreitet war, beweist Daniel Cohn-Bendits „Grottenschlechte Lyrik“ als er unter dem Titel „der große Basar“ seine „Erfahrung“ in einem Kinderladen schildete. Die zahlreichen Presseberichte darüber füllen ganze Seiten und sind jedermann zugänglich.

Wie die Linken einen Sonderzug als Druckmittel einsetzten

Schon die vier Säulen der Gründungsstatuten „Ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei“ gab den zukünftigen Kurs an. Sozial und Gesellschaftspolitik, natürlich linksdrehend, Friedenspolitik mit dem vor allem gegen Israel gerichteten Pro-PLO lastigen Slogan vom „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ machte den Löwenanteil aus. Vom Brosamen „Ökologie“ blieb nach Abzug des Atomkraftwerk-Themas wenig übrig. Mit der Durchsetzung des sogenannten „Doppelmitgliedschaft-Beschlusses“ – Grünes Parteimitglied und gleichzeitig Mitglied einer K-Gruppe – gelang den Linken ein weiterer Etappensieg. Der Sonderzug zum Linksstaat, der 1968 während der Studenten und APO-Unruhen kläglich gescheitert war, konnte nun im gekaperten grünen Zug so richtig Fahrt aufnehmen. Das Pikante an der Sache ist, dass bei der Gründungsversammlung in Karlsruhe tatsächlich ein „Sonder-Zug“ eine besondere Rolle spielte. Die linken Landesverbände hatten nämlich bei der DB einen Sonderzug reserviert und erpressten die Konservativen Landesverbände mit der Forderung „Entweder ihr stimmt jetzt für die Doppelmitgliedschaft oder wir reisen sofort ab. Unser Zug geht um X. Uhr“. Damit wäre die Gründungsversammlung geplatzt.

Am Ende einer hitzigen Diskussion rund um den langen Tisch des Rheinland-Pfälzischen Landesverbandes nahm mich der Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz zur Seite und sagte: „Wenn wir mit JA stimmen, sind die Leute zuhause stinksauer, wenn wir mit NEIN stimmen, ist der Parteitag geplatzt! Lass uns das Ding durchziehen!“

Peter Keuer, Jahrgang 1935, war ein bodenständiger ehemaliger SPD-Mann und Leiter eines Wildparkes bei Ludwigshafen, ein gradliniger Mittvierziger. Die Entscheidung gegen den Beschluss der Basis zu stimmen, um linken Großstadtgrünen in einem Machtkampf das Feld zu überlassen fiel ihm schwer. Mehr als vierzig Jahre später kommt mir diese Szene wie ein Schlüsselerlebnis vor. Nach der Abstimmung über die Doppelmitgliedschaft war der Weg für die Bundespartei frei. Minuten später lagen wir uns den Tränen nahe in den Armen. Wir wussten, wir haben Geschichte geschrieben. Aber um welchen Preis? Die Linken hatten dank der Nachgiebigkeit wertkonservativer Heimat und Naturschützer ihren ersten Triumph eingefahren und damit das Schicksal der eigentlichen Gründungsgrünen besiegelt.

Die Rot-Grüne Revolution frisst ihre grünen Gründer

Was nun folgte war eine beispiellose Hetz und Rufmordkampagne gegen die eigentlichen Pioniere der Ökologie und Umweltbewegung, an der sich bezeichnenderweise bereits damals schon die linkslastige Mainstreampresse beteiligte.  Nach und nach wurden sowohl rechtsnationale als auch Konservative Grüne wie Herbert Gruhl oder der Öko Bauer Baldur Springmann als Steigbügelhalter und nützliche Idioten rausgeekelt oder kalt geschasst. 1982 schoss sich der Landesvorsitzende Peter Keuer, mitten im Wildpark Rheingönnheim mit seiner Jagdflinte durch den Kopf, weil ihm linke Seilschaften im Umfeld der TAZ, Kontakte zu „grünen Neonazis“ nachsagten, die es nachweisbar nie gegeben hat.

Die Protokolle dieses Skandals liegen wohlverwahrt auf Mikrofilm in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt. Spuren dieser ersten Säuberungswelle finden sich auch im Spiegel (Mythos der Edda), der in Westberlin „braune Grüne“ aus der Gründungszeit entdeckte. Von Linken ausgebotet wurde auch einer der ersten grünen Bundesabgeordneten der ehemalige Nato-General Gerd Bastian. Auch er setzte seinem Leben ein Ende und riss dabei seine gleichfalls prominente Lebensgefährtin Petra Kelly mit in den Tod. Angesichts Hofreiters Kriegspauke wäre bei den Grünen für sie heute eh kein Platz mehr gewesen.

Schon der damalige Außenminister Joschka Fischer hatte mit den Bombenangriffen auf Serbien 1999 das Ende der Friedenspartei eingeläutet. Wann der einst von Linken und Grünen gefeierte, heute unter Rechtsextremismus-Verdacht stehende Künstler-Star Josef Beuys, von woken Bilderstürmern aus den Museen vertrieben wird, ist, wie man vor allem in der WELT nachlesen kann, nur noch eine Frage der Zeit. Schon seine „deutschen Eichen“ in Kassel und seine enge Verbindung zu den Anthroposophen weisen ihn als „Anhänger völkischer Ideologie und Rassisten“ aus. Ironie off.

Fazit:

Am Ende sind von den Grünen, nach der Entmachtung der echten Ökologen nur die Jugendsünden übriggeblieben. Die erste und zweite Generation der von Hass auf Deutschland und dem Christentum getriebenen linken Berufsgrünen, haben so ziemlich alles konterkariert, was die Grünen der ersten Stunde wollten.

Am allerwenigsten wohl Pädophile Netzwerke, Pubertätsblogger zur Förderung der Transsexualität, Förderung von demokratiefeindlichen patriarchalischen Parallelgesellschaften und einen totalitären Polizei- und Überwachungsstaat, der Menschen, die im Falle eines Krieges für die „falsche Seite“ Partei ergreifen, den Islam kritisieren, linksgrüne Politiker „beleidigen“ mit Hausdurchsuchungen schikaniert, einschüchtert, einsperrt oder mit Haftbefehlen bis ans Ende der Welt verfolgt.

Quellen:

Hier geht es zum tumbl-Blog des Autors.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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