(David Berger) „Notarzt am Boden und in der Luft. Begeistert in der Lehre, lerne gerne von anderen, hier privat“ – so der Twitteraccount „narcosedoc“ mit immerhin gut 56.000 Followern. Seit gestern können nur noch „bestätigte Follower“ die Panikmache-Tweets in Sachen Corona sehen, die dort seit vielen Monaten zu lesen sind. Teilgesperrt ist der Account ausgerechnet seit dem Zeitpunkt, an dem Prof. Homburg enthüllt hat, wer seinen Recherchen zufolge wirklich hinter dem Account steht.

Prof. Dr. Stefan Homburg, Professor für Öffentliche Finanzen an der Leibniz Universität Hannover, hat gestern vermutlich einen handfesten Skandal aufgedeckt, an dem auch das Netzwerk „Twitter“ bzw. seine einseitigen Zensoren einen erheblichen Anteil hat bzw. haben:

Scheinärzte, hinter denen sich Medienprofis verbergen

„Scheinärzte, hinter denen sich Medienprofis verbergen, verbreiten seit Beginn der Corona-Krise in regelrechten Kampagnen Angst. Dabei sollen besonders die Fantasy-Accounts wie @narkosedoc , @anaesthet1, @lam3th oder @doc_ecmo betroffen sein. Nach Homburg stehen hinter diesen vermeintlichen Accounts von Ärzten Agenturteams, die Menschen in Angst und Schrecken halten. Oft verwenden Sie schwarze Rhetorik wie „Schlauch im Hals“.“ – so Homburg.

Roger Letsch dazu: „Ich bin zwar noch nicht restlos überzeugt, dass das gefundene Leak tatsächlich das zeugt, was es angeblich zeigt. Aber die genannten Accounts sind bis auf einen seit gestern bei Twitter alle geschlossen worden, was man als Indiz gelten kann. DocCheck, wo die genannten „Ärzte“ schreiben, wird übrigens unter anderem von Pflizer finanziert. Vielleicht hilft das bei der Frage nach dem „warum“?

ScienceFiles belegt Aussagen Prof. Homburgs

ScienceFiles liefert nun weitere Belege, die die These von Prof. Homburg bestätigen:

„Nun gibt es mit dem Anästhesisten aus NRW, der auf einer Intensivstation seinen Dienst verrichtet und aufgrund der Erfahrungen, die er dort gemacht haben will, so heftig auf alle reagiert, die nicht seiner Meinung sind, ein Problem:

Er ist FAKE.

Der Account ist BETRUG.

Hier twittert kein Narkosearzt, kein Anästhesist von der Intensivstation eines Krankenhauses in NRW, hier twittern Mira Knauf, Jane Schulz und Mijou Zimmermann. Sie haben kein Problem damit, andere zu täuschen, anderen vorzugaukeln, sie seien ein Arzt, der auf einer Intensivstation tätig ist. Man muss entsprechend davon ausgehen, dass man mit Worten wie Moral, Anstand, Ehrlichkeit bei diesen drei Personen keinerlei Wiedererkennen generieren kann, denn hier sind offensichtlich, wie heißt es, drei Personen, die sich im ältesten Gewerbe der Welt verdingen, als polit-Prostituierte tätig. Wer den Zuhälter spielt, das ist eine offene Frage, die wir gerne an die Leser weitergeben, die sich entsprechend umtun wollen. Wir haben auch darauf verzichtet, diese drei Personen einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Wir wühlen nicht gerne im Dreck.“

Und wer das Wühlen nachlesen möchte, kann das hier tun: SCIENCEFILES

Sicherheitslücken führten zur Enthüllung

Hier geht es zu dem Enthüllungstweet von Prof. Homburg

Das einzige, was Twitter heute dazu einfällt: #SperrtHomburg wird zum Trend erklärt. Nachdem der „narcosedoc“ folgenden Tweet mit sichtlich wütendem Inhalt produziert hat::

Auch Twitter hat komplett versagt

Hier geht es aber nicht nur um einen Skandal rund um die Personen, die hinter diesen Accounts stehen und den Vorwürfen der Verwicklungen mit zahlungskräftigen Firmen und Politikern, sondern auch um einen weiteren handfesten Twitter-Skandal:

„Das ganze Agentur-accounts- und Bot-Thema auf Twitter ist eine ganz eigene Recherche wert. Gerade zu Beginn der Pandemie. Tausende Accounts, gleicher Text zur Panikmache.“ – wie ein Twitter-User bemerkt.

„Blamiert bis auf die Knochen“ (Christian Siemering)

Widerspruch kommt indessen von einem Dr. Christian Siemering auf Twitter:

Die Twitter-Accounts @narkosedoc , @anaesthet1, @lam3th oder @doc_ecmo, die inzwischen bis auf den Account des narcosedocs wieder zugänglich sind, habe ich zwecks einer Stellungnahme angefragt. Ich werde sie hier auch publizieren – im Sinne des bei PP stets gepflegten „Audiatur et altera pars.“

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