(David Berger) Ein schwuler Pfarrer aus Schweden macht derzeit Schlagzeilen: Er weigert sich, heterosexuelle Menschen zu trauen, um auf die Benachteiligung „queerer Menschen“ aufmerksam zu machen. Eine kirchliche Trauung gibt es in seiner gemeinde nur noch für gleichgeschlechtliche Paare.

Lars Gårdfeldt, offen schwul lebender Pastor der lutherische Kirche von Schweden möchte ein Zeichen gegen die angebliche Diskriminierung Homosexueller in seiner kirchlichen Gemeinschaft setzen: Bei ihm gibt es eine Trauung nur noch für gleichgeschlechtliche Paare. Heterosexuelle, die sich bei ihm trauen möchten, weist er ab.

Bereits seit geraumer Zeit ist die gleichgeschlechtliche Ehe auch innerhalb seiner protestantischen Vereinigung erlaubt. Allerdings gibt es eine Ausnahme, die die Neuerung erst möglich machte: sollte es der Geistliche nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können, gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen zu erteilen, darf er dies verweigern. Die beiden können sich dann freilich an einen anderen Geistlichen wenden. Von einer Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare wird man hier also kaum sprechen können.

Gewissensregelung abschaffen

Ganz anders sieht dies der Geistliche: „Von dieser Ausnahmemöglichkeit macht jetzt auch Gårdfeldt Gebrauch – nur andersherum und obwohl es ihm leid tue. So wolle er die Absurdität der Ablehnung einer einvernehmlichen Heirat zweier Erwachsener zeigen. Die derzeitige Haltung seiner Kirche in dieser Angelegenheit nennt er „theologisch und ethisch verwerflich“.

Die Lösung sieht der Pfarrer einer Gemeinde in Göteborg darin, dass die schwedische Kirche keine homophoben Geistlichen mehr in den Dienst nehmen dürfe: „Wir sollten keine neuen Priester ordinieren, die die Idee weitertragen, dass Homosexuelle minderwertige Menschen sind“. Er wolle die Debatte in Ordnung bringen und fordert von der Kirchenleitung, die Rechte queerer Personen zu schützen und die Gewissensregelung abzuschaffen.“ (Quelle)

Durch seine Aktion dürfte Gårdfeldt allerdings das Gegenteil erreichen: Maximalforderungen, die letztlich eine Verachtung gegenüber dem Evangelium und der Tradition der Kirche zeigen und diese lediglich missbrauchen, um seine eigene Agenda durchzusetzen, erreichen bei den Gläubigen zumeist das Gegenteil: Und das ist auch gut so!

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