(David Berger) Das Coronaexperiment, das austestet, wie weit die Mächtigen die Bevölkerung mit Willkürmaßnahmen in die Knie zwingen können, hat in der vergangenen Silversternacht einen heftigen Rückschlag erlitten: Trotz Böllerverbot war die Nacht in vielen Städten von einem Feuerwerk geprägt, das sich kaum von denen in den Vorjahren unterschied.

„Es ist ruhig, es ist wenig los“, soll ein Sprecher der Berliner Polizei gestern nach Mitternacht dem „Spiegel“ mitgeteilt haben. Spätestens seit der Kölner Silversternacht wissen wir freilich um die Relevanz und Aussagekraft von Polizeimeldungen – nicht nur zu Silvester.

Die Knallerei begann in Berlin bereits um 19 Uhr

Denn es kam ganz anders anders als erwartet: bereits gegen 8 Uhr wurden gestern Abend in Berlin Feuerwerkskörper gezündet. Hier eine Momentaufnahme vom Viktoria-Luise-Platz in dem vornehmen Teil von Schöneberg:

Ab 23.30 war dann kein Halten mehr. Wie in den Vorjahren auch, konnte man seine eigene Stimme nicht mehr hören und die Häuserwände schienen von den Detonationen tausender Feuerwerkskörper zu wackeln. Ein Feuerwerk, das sich kaum von denen der Vorjahre zu unterscheiden schien.

Die unermüdlichen Feuerwerker hatten sich freilich andere Orte für ihr Treiben gewählt als jene, die in den Vorjahren zu Brennpunkten des Silvesterfeuerwerks geworden waren und die die Polizei großräumig abgesperrt hatte und bewachte. Während die Berliner Polizisten hier auf leeren Straße standen und sich über die Lager zufrieden zeigten, wurde woanders ohne Hemmungen geböllert.

Der Unterschied freilich: In einem für das zu Ende gehenden Jahr typischen Willkürakt hatte der Senat nicht nur jedes Feuerwerk, sondern sogar Wunderkerzen und Knallbonbons verboten. Weil dadurch die Coronagefahr enorm ansteige, so die seltsame Begründung der Politiker und ihrer gleichgeschalteten Wissenschaftler.

Hinzukam: Trotz des Verbots gab es in ganz Berlin weiterhin Feuerwerk zu kaufen. Dafür durfte von 31. Dezember, 14 Uhr, bis 1. Januar, 6 Uhr, in Berlin kein Alkohol verkauft werden. Was Freunde des Alkoholkonsums natürlich extrem hart traf…

Raketen als Stinkefinger gegen Merkel

Doch die Bürger reagierten eben ganz anders als von den Mächtigen gewünscht. Und das nicht nur in Berlin, sondern auch in vielen anderen deutschen Städten: es wurde geböllert, was das Zeug hält. Und jede in die Luft steigende Rakete war ein“ Fuckfinger“ in die Richtung der Frau, die in ihrer Neujahrsansprache nun nur noch von einem „voraussichtlich“ letzten Regierungsjahr spricht. Jeder gezündete Böller war ein „Wir vertrauen eurer Panikmache nicht mehr!“-Ruf in Richtung des Systems Merkel.  Auf Twitter sind die Tweets inzwischen Legion, die so oder ähnlich seit Mitternacht wissen lassen: „Jeder Böller dieser Nacht war ein Fuckfinger gegen Merkel und das Corona-Regime“ Und: „Gut gemacht Berlin. Zeigt denen wo der Hammer hängt.“

Auf originelle Weise hat so das Silvesterfeuerwerk zu seinen alten paganen Wurzeln zurückgefunden: Die Idee durch das laute Böllern die bösen Geister zu vertreiben, hatte nun auf einmal einen ganz aktuellen Bezug.

Und ich muss gestehen:  Obwohl ich die Silversterknallerei hasse und die Übertretung von Gesetzen ablehne, war dies ein unheimliches Glücksgefühl, das ich in jenen Stunden empfand. Die Silvesternacht hat gezeigt: Der Prozess der Unterwerfung der Menschen unter eine kleine machtgierige Gruppe ist noch nicht an jenem hoffnungslosen „Point of no return“ angekommen, an dem man ihn im vergangenen Jahr manchmal wähnte.

Der Widerstand ist stärker als gedacht

Noch denken die Menschen selbständig nach, noch hat man ihnen noch nicht so viel Angst eingejagt, dass sie nicht mehr zwischen Willkürmaßnahmen aus einem Sado-Maso-Machtspiel und echter Sorge um die Gesundheit der Bürger unterscheiden können. Noch zeigen sie ihre Wut und ihren Widerstand – und das mit Pauken und Trompeten. Noch lebt die Demokratie in unserem Land. Und weder Wasserwerfer noch über Berlin kreisende Polizeihubschrauber können ihn aufhalten. Das lässt uns hoffnungsvoller in dieses neue Jahr gehen, als noch vor wenigen Tagen befürchtet.

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