(David Berger) Die Hausdurchsuchung in dem Berliner Restaurant „Ixthys“ wegen dort aufgehängter Bibelzitate war rechtswidrig. So der Beschluss des Landgerichts Berlin. Der für seine exzellente und preiswerte Küche bekannte Imbiss wird von der Christin Young-Ai Park in Berlin-Schöneberg gegenüber der katholischen Kirche betrieben.

„In dem Beschluss des Gerichts heißt es, Park habe durch das Aufhängen der Bibelzitate nicht den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Sie habe auf diese Weise ihre christlichen Überzeugungen ausgedrückt. Auch wenn ihre Ansichten „insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Homosexualität“ als „nicht mehr zeitgemäß“ angesehen werden könnten, sei ihr Verhalten von der Religions- und Meinungsfreiheit gedeckt.

Ermittlungsverfahren könnte bald eingestellt werden

Wie außerdem aus dem Beschluss hervorgeht, hält auch die Staatsanwaltschaft die Hausdurchsuchung mittlerweile nicht mehr für gerechtfertigt. Die Anklagebehörde sei „nach erneuter Überprüfung der Sach- und Rechtslage“ zu der Einschätzung gelangt, dass kein Fall von Volksverhetzung vorliege. Vor diesem Hintergrund sei damit zu rechnen, dass das Ermittlungsverfahren bald eingestellt werde, erklärte Frank gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er habe bei der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag gestellt.“ (Quelle)

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte gegen die christliche Restaurantbesitzerin, die in ihrem Lokal Bibel-Sprüche aufgehängt hat, ermittelt. Im September musste sie sogar eine Hausdurchsuchung hinnehmen. Der Vorwurf: Volksverhetzung durch die Bibel.

Damals schrieb ich hier auf PP: Direkt in meiner Nachbarschaft hat die 71-jährige Christin Park Young-Ai ein bekanntes Restaurant oder besser einen Imbiss: Bekannt ist dieser vor allem wegen seines ausgezeichneten Essens.

Atheisten und Queeriban gegen die Religionsfreiheit

In aller Munde ist das „Ixthys“ im Stadtteil Schöneberg, das sich direkt gegenüber einer der wenigen katholischen Kirchen der Hauptstadt befindet,  aber auch, weil an den Innenwänden Bibelsprüche hängen.

Darunter auch ein Zitat unter anderem ein Bibelzitat aus dem 3. Buch Mose: „Einem Mann sollst du nicht beiliegen, wie man einem Weib beiliegt; Greuel ist dies (…) jeder, der einen von allen diesen Gereueln tut – die Personen, die sie tut, sollen ausgetilgt werden aus der Mitte ihres Volkes.“ Aber auch Sex mit Tieren und Kindern scheint die Wirtin abgeneigt zu sein.

Vermutlich war dieser Spruch und eine länger andauernde Hetzkampagne v.a. aus Atheisten und Queeriban-Kreisen der Auslöser für die Hausdurchsuchung. Die Berliner Staatsanwaltschaft ist bekannt für ihr – freundlich ausgedrückt – außergewöhnliches Verhältnis zum Recht.

Angeblich homophob

Der Anwalt der „71 Jahre alten Wirtin Christin Park Young-Ai sagte idea, das Lokal im Stadtteil Schöneberg sei inzwischen auf Anordnung des Amtsgerichts Tiergarten durchsucht worden. Das Gericht begründete das Vorgehen mit einer angeblich „homophoben und menschenfeindlichen Haltung“ Parks.

Der Jurist habe Beschwerde eingelegt und auf die Religionsfreiheit verwiesen. Die Bibel sei in Deutschland frei und unzensiert erwerbbar. „Wenn die Bibel aber in Deutschland gelesen werden darf, darf sie auch zitiert werden.“

Noch eine persönliche Bemerkung: Seit etwa 6 Jahren besuchen mein Partner und ich dieses Restaurant regelmäßig. Wir sind daher der Besitzerin auch als homosexuelles Paar bekannt. Nie, nicht einmal mit einer leichten Geste oder einem Verändern der Gesichtszüge hat sie irgendeine Abneigung gegen uns erkennen lassen, die auf Homophobie schließen lassen könnte. Ganz andere Erfahrungen habe ich und eine transsexuelle Bekannte da in muslimisch geführten Restaurants in Berlin gemacht.

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