Mario Ohoven, der mehr als als zwei Jahrzehnte als Präsident des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft fungierte, kam am Wochenende bei einem Autounfall auf der A44 ums Leben. Kurz zuvor hatte er vor einem zweiten Lockdown gewarnt. Daher schießen nun in den sozialen Netzwerken Verschwörungstheorien ins Kraut, seine kritische Einstellung könnte ihm das Leben gekostet haben.

Laut Mitteilungen der Düsseldorfer Polizei kam Ohoven am Sonnabend bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A44 zwischen dem Tunnel Reichswaldallee und dem Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord ums Leben. Ohoven habe aus unerklärlichen Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sei auf ein Brückenfundament gerast. Er starb noch an der Unfallstelle.

Ohoven verstarb noch an der Unfallstelle

1984 schreibt: „Ohoven wurde 1946 in Neuss (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er stammte aus einer Unternehmerfamilie. Ohoven war gelernter Bankkaufmann und seit den 1970er Jahren als Anlageberater tätig. Der tödliche Unfall geschah am Samstagmittag auf der A44 bei Ratingen (NRW). Mario Ohoven war mit seinem Bentley aus ungeklärter Ursache in die Mittelleitplanke gefahren. Der Wagen kam etwa 200 Meter zum Stehen.

Ohoven wurde durch den Aufprall mit den Beinen im Auto eingeklemmt. Erst nach zwei Stunden gelang es Rettungskräften, ihn aus dem Wrack zu befreien. Danach versagte sein Kreislauf, Mario Ohoven verstarb noch an der Unfallstelle.“

Mitleidskundgebungen von wichtigen Politikern

Peter Altmeier ließ bereits gestern über Twitter wissen: „Die Nachricht vom plötzlichen Unfalltod des Mittelstands-Präsidenten Mario Ohoven erschüttert mich sehr. Er hat Großes für die Mittelständische Wirtschaft geleistet. Ich habe ihn sehr geschätzt. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Mitarbeitern.“

Andere ergehen sich auf Twitter stattdessen in schrecklichen Vermutungen: „Auch Oppermann kritisierte die Corona Politik von Bund und Ländern und verstarb daraufhin plötzlich. Mit Oppermann und Ohoven verstarben zwei große Corona Kritiker kurz hinter einander. Sieht nach hochkriminellen Methoden aus und nicht nach Zufällen.“ schreibt eine Twitter-Userin unter den Beileids-Tweet von Armin Laschet. (Quelle)

Und ein anderer schreibt: „#Ohoven warnte vor chinesischer Übernahme deutscher Unternehmen u wollte #Lockdown Beschlüsse verfassungsmäßig überprüfen lassen. #Ohoven ist nun Tod!“ (Quelle)

Und PP-Gastautorin Andrea Charlotte Berwing bemerkt auf Facebook: „22.10. Mittelstandschef Ohoven warnt Söder: „Zweiter Lockdown wäre Todesstoß für Wirtschaft“ 31.10. Ohoven verunglückt tödlich.“ Ähnliche Töne auch auf Youtube.

Ohoven wollte rechtliche Überprüfung der neuen Corona-Maßnahmen

Tatsächlich hatte sich der Mittelstandspräsident am 29.10. dieses Jahres kurz nach der Regierungserklärung von Angela Merkel äußerst kritisch zu dem zweiten Lockdown geäußert:

„Die Bundeskanzlerin konnte in ihrer Regierungserklärung keine für den Mittelstand zufriedenstellende Begründung für den von ihr und den Ministerpräsidenten der Länder verfügten zweiten Lockdown liefern. Als Folge dieser – am Deutschen Bundestag vorbei – beschlossenen Maßnahmen droht tausenden Mittelständlern das wirtschaftliche Aus.

Es besteht kein Zweifel daran, dass der Staat zur Eindämmung der Pandemie alles tun muss, was geeignet, erforderlich und angemessen ist, um die Bürger zu schützen. Bei den getroffenen Maßnahmen geht es aber um nicht weniger als die wirtschaftliche Existenz von ganzen Berufsgruppen, Millionen von Selbstständigen und deren Familien.

Daher ist es nicht nur legitim, sondern geradezu geboten, die Frage zu stellen, ob die Maßnahmen auch im Rechtssinne verhältnismäßig sind und damit im Einklang mit unserer Verfassung stehen. Wir werden als Verband im Interesse des Mittelstands eine solche Überprüfung veranlassen. Am Ende könnte die Anrufung des Bundesverfassungsgerichts stehen.“

Haltlos, aber bezeichnend für den Ruf des Systems Merkel

Dafür dass Ohoven tatsächlich einem Mord zum Opfer fiel, dass hier tatsächlich ein Zusammenhang zwischen seiner Kritik an den Corona-Maßnahmen und seinem tragischen Tod besteht, gibt es keinerlei Anhaltspunkte.

Schaut man auf die Zahl der Corona-Kritiker in Deutschland, so sterben täglich vermutlich Hunderte von ihnen – einige auch auf ungewöhnliche Weise. Ebenso wie zahlreiche Corona-Fanatiker täglich sterben, die zuvor jeden Maskenverweigerer am liebsten im Gefängnis gesehen hätten. Auch ihren Tod wird man nicht Attila Hildman & Co anlasten. Nicht ganz unrecht hat da ein Twitter-User wenn er bemerkt: „Meine Omma ist auch tot, nachdem sie Nachbars Hundelautstärke kritisierte. Verschwörung! Wie alt bist du? 12?“

Aber alleine dass offensichtlich nicht wenige Menschen dem System Merkel zutrauen, dass man dort auf kriminelle Weise Kritiker beseitigen lässt, wirft ein erschreckendes Bild auf den Ruf unserer Regierung bei der Bevölkerung.

Mein Mitgefühl gehört zuerst den Angehörigen und dann den Deutschen, die inzwischen so weit in dieses System geraten sind, dass sie sich von alleine vermutlich nicht mehr daraus werden befreien können.

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