Am Morgen seilten sich etwa zehn A49-Gegner von einer Brücke an der A3 bei Idstein-Wörsdorf ab und verursachten in der Folge einen schweren Verkehrsunfall. Die Polizei sperrte aufgrund der Abseil-Aktion die Autobahn in beide Richtungen. Dies löste einen kilometerlangen Stau aus. Ein Autofahrer fuhr dabei auf einen LKW auf und wurde schwer verletzt.

Die Hessenschau berichtet: Auf der A3 bei Wörsdorf nahe Idstein (Rheingau-Taunus) „hatten sich am Morgen an einer Brücke etwa zehn Menschen abgeseilt. Die Polizei sperrte die Autobahn zunächst voll in beide Richtungen und forderte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an, um die Aktion zu beenden.

Auto kracht auf Lkw

Es kam rasch zu einem kilometerlangen Stau, in dem auch das SEK steckte und an dessen Ende sich ein schwerer Auffahrunfall ereignete. Ein Auto krachte in Richtung Köln fahrend auf einen Lkw. Dabei wurde nach Polizeiangaben der Fahrer eingeklemmt und schwer verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Inzwischen hat sich auch Klaus Gagel, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag dazu geäußert: „Dieser schwere Autounfall ist die tragische Folge einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Protestaktion. Wir sind mit unseren Gedanken bei den Verletzten und ihren Angehörigen.

Menschenleben mutwillig gefährdet

Es ist nicht hinnehmbar, dass Öko-Extremisten mit ihren Aktionen nicht nur hohe Kosten durch Polizeieinsätze und volkswirtschaftliche Schäden verursachen, sondern sogar Menschenleben mutwillig gefährden, nur weil sie eine demokratische Entscheidung nicht akzeptieren können.“

Gagel weiter: „Dieser Unfall ist die jüngste und folgenschwerste Grenzüberschreitung von demokratiefeindlichen Umweltfanatikern. Wir fordern, dass die Justiz hier mit einem harten Urteil ein abschreckendes Zeichen setzt. Und zusätzlich muss die Polizei in die Lage versetzt werden, gegen die A49-Gegner konsequent vorzugehen.“

Verhaftungen?

Ob es zu Verhaftungen von Öko-Extremisten kam, ist zur Stunde noch unklar. Der Hessische Rundfunk berichtet leidglich von Gewahrsamnahmen bei einer ähnlichen Aktion, bei der allerdings keine Menschenleben in Gefahr waren.

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