Gastbeitrag von Hans Heckel

Es fällt auf, dass die neuesten Horrormeldungen zur rasanten Zunahme positiv ausgefallener Corona-Tests ausgerechnet aus Ländern kommen, die einen harten Lockdown hinter sich haben. Länder, die zudem seit Monaten an der Maskenpflicht und allerhand anderen harten Restriktionen festhalten wie etwa Frankreich, Israel oder Spanien. Aus dem viel gescholtenen Schweden sind dagegen keine Meldungen einer „zweiten Welle“ zu vernehmen.

Kein wirklicher Nutzen der Masken

Dieser Befund stützt die Bedenken zahlreicher Experten, welche den Nutzen von Masken und restriktiven Abstandsregeln seit Monaten massiv in Zweifel ziehen. Doch diese Zweifel werden übergangen, als „Einzelmeinungen“ (was sie wirklich nicht sein können angesichts der Zahl und des Renommees der Zweifler) vom Tisch gewischt oder gar politisch denunziert („Corona-Leugner“).

Stattdessen werden die Bürger tagtäglich mit „der Zahl der Neuinfektionen“ in Atem gehalten. „Neuinfektion“ liest sich für viele Laien beinahe wie „Erkrankung“, was schon eine grobe Verzerrung darstellt. Erkranken wird, wie längst bekannt ist, nur ein Bruchteil der mutmaßlich Neuinfizierten. Und selbst am Begriff „infiziert“ sind Zweifel angebracht. Wie die PAZ vergangene Woche berichtete, hat der US-Epidemiologe Michael Mina von der angesehenen Harvard-Universität nachgewiesen, dass die PCR-Tests auch dann positiv anschlagen, wenn der Testant eine so geringe Viruslast trägt oder gar nur Erbgut-Fragmente des Virus, dass er weder krank werden noch andere anstecken kann. Dies betrifft laut Mina 80 bis 90 Prozent der positiven Testergebnisse.

Zahl der relevant Infizierten völlig unbedeutend

Damit schrumpft die Zahl der relevant Infizierten auf ein Minimum. Wirklich bedeutsam ist letztlich nur die Menge der Erkrankten in intensivmedizinischer Behandlung und der Toten. Selbst ungeachtet der Tatsache, dass laut Experten die allermeisten Todesopfer unter massiven Vorerkrankungen litten und daher Corona oft nur „der allerletzte Tropfen“ war (so schon vor Monaten der Chef der Hamburger Rechtsmedizin, Klaus Püschel), sterben in Deutschland nur etwa 20 bis 50 Menschen pro Woche unter 8000 bis 9000 positiv Getesteten.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass bislang nur ein Bruchteil des Volkes getestet wurde, während ein Befall mit dem Coronavirus bei tatsächlich Gestorbenen in aller Regel entdeckt werden dürfte. Dies in Rechnung gestellt, sinkt die Anzahl der Todesopfer im Verhältnis zu den vermutlich (entdeckt und unentdeckt) Angesteckten noch einmal erheblich.

Es geht um die Verhältnismäßigkeit

Dies alles darf nicht dazu dienen, das Schicksal derer zu verdrängen, die an Covid 19 schwer erkranken oder gar sterben. Auch soll es nicht heißen, dass der Schutz besonders Anfälliger vernachlässigt werden soll.

Es geht um die Verhältnismäßigkeit. Der sprunghafte Anstieg von Suiziden durch den Lockdown und die fortdauernde Zerstörung wirtschaftlicher Existenzen müssen gegen die Maßnahmen abgewogen werden. Dies geschieht viel zu wenig, obwohl es auch hier um Gesundheit und Menschenleben geht. Nutzen und Schaden einer Maßnahme sorgfältig abzuwägen ist jedoch unerlässlich.

Der Beitrag erschien zuerst bei der PAZ

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