(David Berger) Im Unterschied zu Angela Merkel will sich Horst Seehofer nach dieser Legislaturperiode aus der Politik zurückziehen. Wie er sich sein Leben dann vorstellt und was er sich für die Zeit „danach“ wünscht, hat er der „Welt“ verraten. Und nein, das was Sie im Folgenden lesen, ist keine Satire!

Die „Welt“ titelt: „Nach der Politik will Horst Seehofer ein „vollständig anderes Leben“. So mancher mag nun schon bei der Überschrift überlegen, was er damit genau gemeint hat. „Vollständig anders“ als unter Merkel? Ist das überhaupt vorstellbar? Gibt es ein glückendes Leben, in dem Merkel nicht genau sagt, wohin die Reise geht?

Endlich machen, was er vorhatte?

Treiben den Bayern rebellische Phantasien um? Heißt das etwa, dass Seehofer endlich mal die Hosen anhaben will? Dass er abends seiner Gattin ankündigt, mit einem Kumpel was trinken zu gehen. Und genau das dann einfach tatsächlich knallhart macht, obwohl sie mosert, weil sie – wie die letzten acht Abende zuvor – mit ihm den Abend auf dem Sofa verbringen will, wo er sich mit Bio-Kräutertee und Karottenstückchen den ganzen Abend die Fotos der Enkel anschauen muss.

Ein Leben, in dem er sich auch gegenüber einer starken Herrin einfach denkt: „Du kannst mich mal!“. Sie keifen und nörgeln lässt, die Tür hinter sich zumacht und macht, was er geplant hat? Ihn auch die Drohungen mit Liebesentzug der Schwiegermutter und Schwägerinnen nicht einschüchtern können. Und die Nachbarn, die das Gezeter der Gattin hören, ihm völlig egal sind?

Lösung Modelleisenbahn

Ganz so wild wird es vermutlich dann doch nicht werden. Aber ein bisschen geht es in diese Richtung: Er stille seine „Sehnsucht nach einem vollständig anderen Leben“ mit seiner „elektrischen Eisenbahn im Keller“ lässt er der „Welt“ wissen.

Eine Modelleisenbahn, wo er die Weichen stellt und die Gleise verlegt und die Bahn genau in die Richtung fährt, die er vorgibt. Ohne ihn irgendwie unter Druck zu setzen oder umzustimmen. Nein, dort im Keller, unbeobachtet vom Rest der Welt, kann er endlich mal der sein, der bestimmt, der Druck macht, der der Bahn zeigt, wo sie zu drehen hat. Er ist zum ersten mal der, die die Dampflok immerzu in eine Richtung fahren lässt, um sie dann an einem bestimmten Punkt immer wieder in eine Kehrschleife zu steuren, an der sie umkehren muss.

Dass das die „Befreiung“ ist, die er sich wünscht, ja geradezu eine therapeutische Maßnahme, um all die Demütigungen, das permanente Landen als Bettvorleger Merkels zu verkraften, ist gut verständlich.

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