(David Berger) Die bekannte Juristin und Kritikerin der staatlichen Corona-Maßnahmen Beate Bahner soll am Abend des Ostersonntags von der Polizei festgenommen worden und in eine psychiatrische Klinik verbracht worden sein. (Achtung Update unten!)

Ausführlich haben wir in der vergangenen Woche über die Aktionen der Heidelberger Rechtsanwältin und Buchautorin Beate Bahner berichtet: Als eine der wenigen unter den Juristen Deutschlands hatte sie es gewagt, öffentlich juristisch motivierte Kritik an den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu äußern. Zuletzt hatte sie dazu einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht, der allerdings abgewiesen wurde.

„Menschenverachtende Tyrannei“

Bahner dazu: Es sei ihr „leider nicht gelungen, (…) die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland (…) vor dem schlimmsten weltweiten Angriff und der blitzschnellen Etablierung der menschenverachtendsten Tyrannei zu retten, die die Welt jemals gesehen hat.“

Kurz danach war ihre Internetseite nicht mehr erreichbar. Ob sie „von außen“ abgeschaltet wurde, ist unklar. Dann erfolgte sehr rasch und überraschend ihre Ankündigung, dass sie sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehen wolle.

Dennoch hatte der Staatsschutz bekannt gegeben, dass er gegen die Anwältin wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten ermittelt. Bahner soll zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen haben.

Mit Handschellen gefesselt und in Psychiatrie gebracht

Nun die nächste, schockierende Nachricht: Bahner soll – laut zahlreichen Medienberichten – am Abend des Ostersonntags von der Polizei festgenommen worden und in eine psychiatrische Klinik verbracht worden sein. Bahner habe einen sehr verwirrten Eindruck gemacht.

In einer in verschiedenen Telegram-Gruppen kursierenden Sprachnachricht soll Bahner ihrer Schwester von dem Vorgang berichten: Sie sei – nachdem sie der Polizei berichtet hatte, dass man sie bedrohe – von dieser mit Handschellen gefesselt und auf die Isolierstation eine psychiatrischen Krankenhauses verbracht worden sein.

Dushan Wegner: Kann sich wie ein Horrorfilm anfühlen

Der Blogger Dushan Wegner kommentiert heute Morgen den Vorgang sehr treffend: „Hat der Staat an Frau Bahner hier Unrecht getan? Es ist weit weg davon, »erwiesen« zu sein, soweit irgend etwas in den Blogs und Medienkommentaren überhaupt »erwiesen« sein kann.

Aus der Tatsache, dass in einzelnen Fällen in Deutschland tatsächlich Unrecht geschah, und daraus, dass das Vorgehen von Merkel und ihren Helfern nicht immer offensichtlich von uns Laien als kohärent mit geltendem Recht erkennbar ist, und daraus, dass Frau Bahner sich mutig gegen aktuelle Maßnahmen aussprach, folgt nicht, dass ihr Unrecht geschieht. Und wiederum: Daraus aber, dass nicht folgt, dass ihr Unrecht geschieht, folgt auch nicht, dass ihr nicht Unrecht geschieht!

Dies ist eine Zeit unklarer Faktenlage, für Regierung und Bürger ähnlich. Ich bin sehr weit weg davon entfernt, alle Handlungen »derer da oben« gutzuheißen und »Hurra« zu brüllen wie Gleichschrittjournalisten. Doch ich will mein Motto »Prüfe alles, glaube wenig, denke selbst!« auch und zuerst auf meine eigenen Meinungen und Deutungen anwenden.

Wir alle, die Regierung(en) und wir Bürger, handeln heute in einer Situation schmerzhaft unvollständiger Informationen, drohender Gefahr und immer mehr auch hochkochender Gefühle. Es gibt eine Kunstform, die arbeitet mit exakt diesen Zutaten: Der Horrorfilm! Die heutige Zeit, inklusive angedrohter Psychiatrie-Einweisungen, könnte sich streckenweise wie ein Horrorfilm anfühlen.“

Fahrradunfall

Update 16.04.20. 9 h: Diese öffentliche Aussage Bahners erschütterte gestern_